Dielen auf Holzbalken - Verlegung



Dielen auf Holzbalken - Verlegung

Hallo, liebe Gemeinde,

ich lege (Verschraubung) neue 27er Holzdielen mit Nut und Feder (nicht an der Stirnseite) auf die Holzbalken (Sparren) im Dachgeschoss (Hobbyraum).
Auf dem Bild ist insbesondere der Blindboden zu sehen, die Dielen kommen auch in Längsrichtung auf die Balken (Höhenausgleich ist auf dem Bild noch nicht zu sehen, aber schon fertiggestellt.
Frage:
Die Dielen enden auf Stoss auf Balkenmitte.
Kann ich da eine Kreuzfuge in Kauf nehmen?
Macht man normalerweise nicht, wegen der Stabilität, ok, doch da die Dielen auf Balkenmitte enden, hat die Stabilität dort keine Relevanz.
Hat jemand damit Erfahrung oder nachvollziehbare Meinung?
vielen Dank schon mal, für das Bemühen.



Endlosverlegung


Endlosverlegung

Die alten Dielen im Dachboden unseres Bauernhauses waren auch auf dem mittleren Balken auf Stoß gelegt. Da die Balken jedoch immer ein wenig arbeiten, war an der Fuge ein mehr oder weniger deutlich spürbarer Knick in den Dielen, an dem man leicht mit den Socken hängen bleiben konnte.

Aus dem Grund habe ich die neuen Dielen endlos verlegt. Das heißt, den Stoß in jeder Bahn auf einen anderen Balken gesetzt. Dadurch führen unterschiedliche Balkenhöhen nun nur noch zu leichten Wellen im Boden, die nicht weiter stören. Es heißt zwar, dass dies nicht dem typischen damaligen Baustil entspricht, doch das war für mich sekundär.



Ich stoße...



nur auf den Balken. Kreuzfuge ist dann unproblematisch. Die nichtgenuteten Hirnenden auch.

Viel Erfolg

Thomas



Rein vom Gefühl...



...würde ich aber trotzdem einen Stoßversatz favorisieren und auch als Verlegeart sympathischer finden.
Zusätzlich würde dies die beiden Dielenenden gut und dauerhaft fixieren.

Haben sie, um auf ihr Foto einmal einzugehen, auch einen vollflächigen Rieselschutz (Vlies) vorher eingebracht und gut überlappt?
Höhenausgleich dann narürlich auch noch mit beachtend.

FG Udo



Lieber Udo,



die ungenuteten Dielenenden hängen dann wohl gut und sympathisch in der Luft. Das ist nicht nur keine historische Verlegeweise, sondern auch keine dauerhafte.

Zuviel Gefühl ist hinderlich beim Dielenlegen :-)

Grüße

Thomas



Versetzter Stoß



Der Udo hat das wohl eher so gemeint, wie ich, und zwar den Stoß versetzt immer auf einem anderen Balken.



Aufbau von oben nach unten - lieber mit langen 4m oder lieber mit 2m Dielen?


Aufbau von oben nach unten

vielen, vielen Dank für die Antworten.
In die Balkenfächern sind Akustikplatten TP1 drin.
Aufbau von oben nach unten:
- Laminat (auch wenns nicht optimal ist)
- Trittschalldämmung 3mm (ohne Folie, Styropur oder Kork)
- 27er Dielen mit Nut und Feder an den Längsseiten auf Lagerhölzer, an den Seiten möglichst luftdicht abgeschlossen mit Randdämmstreifen und Acryl zwischen Pfetten und Mauerwerk
- Lagerhölzer aus KVH 4x6, hochkant gestellt und mit Hartholzkeilen unterfüttert auf den Balken (Sparren)
- Akustikplatten Isover
- Blindboden
- Akustikplatten Isover
- Zimmerdecke unten ist abgehängter Gipskarton

vorher war der Fußboden nur bis zum Blindboden aufgebaut.
hat geknarzt und gequietscht - Holzauflagen für den Blindboden sind alle genagelt,
ok, Schrauben, die man noch hat, schön lang, rein damit
hat geknarzt und gequietscht
ok, neue Schrauben von heco mit dem Zusammenzieheffekt, rein damit,
hat geknarzt und gequietscht
ok, alle alten Schrauben wieder raus und die neuen Schrauben nochmal etwas nachgezogen
mann, mann, mann - aber jetzt war Ruhe im Schiff

die neuen Schrauben haben die alten Schrauben noch weiter ran gedrückt und die alten Schrauben wollten nicht - die alten haben ja auch ein Gewinde und somit kaum verrückbar.

Also, nur eine Sache, nur ein System nehmen und dann ist gut. habs gelernt.


ich habe mich entschieden: ich werde auf dem Balken keine Kreuzfuge machen - euer Argument klingt logisch:
die Balken arbeiten auch und wenn Stoss an Stoss und dann noch als Kreuzfuge, ist die Möglichkeit größer - sollte aber kleiner sein.
ich werde jetzt also mal auf dem linken und dann mal auf dem rechten Balken zusammenstossen.

Aber es kommt ja noch eh das Laminat drüber.


Eine Frage hab ich noch:
arbeitet ihr lieber mit langen 4m Dielen oder lieber mit 2m Dielen?

vielen Dank in die Runde hier.



auf Balken stossen



läßt man da eigentlich eine Lücke von ca. 2mm?

wenn ja, warum, wegen dem knarzen?



Man...



lässt KEINE Lücke. Die Verlegung erfolgt spielfrei, beide Enden liegen auf. Und damit gibt es keine Bewegung, die zum Knarren führen könnte.

Aber was soll das ganze Gedöns mit 2 oder 4m langen Dielen, wenn Laminat draufkommt? Nimm eine OSB 22mm, verklebe diese in Nut und Feder. Das ist die bessere Unterlage für Laminat.

Grüße

Thomas



Weder Acryl noch etwas anderes ähnliches...


Randdämmstreifen: Naturmaterial

,,,sollte das arbeiten der Dielung beeinträchtigen.
Umlaufend Kokosfaserstreifen anbringen, dagegen kann man fast pressig Verlegen und die Umlauffuge ist geschlossen und kann trotzdem atmen und die Dielung kann zusätzlich arbeiten.
Diese Streifen gibt es 1250 x 100.
Stärke 1 cm
Die benötigte Höhe schneidet man sich mittels einer Gartenschere auf's Höhenmaß.



Danke



Idee klingt gut und nachvollziehbar, gefällt mir, danke



So ein Unsinn!



Die Kokosstreifen sind so überflüssig wie die Dielung unter Laminat.

Dielen wurden schon weit vor der Erfindung von Kokosfasermaten, (die mit Gartenscheren beschnitten werden:-), verlegt. Ohne erkennbare Probleme.

Aber die Diskussion hat nur einen Sinn, wenn Sie die kunstharzverdichteten Holzabfallplatten (welche dann mit Dekoren wie Eisbirne oder Mooreiche bedruckt werden) im Baumarkt lassen. Entweder, Sie Verlegen einen Dielenboden. Und laufen dann auf Dielen. Oder aber, Sie verlegen eine OSB - Platte fachgerecht, die im Gegensatz zu Dielung exakt gerade bleibt und deshalb im Gegensatz zu Dielen auch das erbärmlich dünne Laminat nicht zum Knarren animiert).

Beide Lösungen funktionieren. Eine davon mag ich nicht.

Wenn Sie aber (dritte "Lösung") Dielung mit Laminat belegen, beschichten Sie nicht nur ein schönes Naturmaterial mit vergiftetem Abfall, sondern Sie nehmen auch Maßtoleranzen der Dielung als Unterbau und damit ein schlechtes Liegen des Laminates als Überbau in Kauf.

Eine schlechte Lösung darf also schlecht, aber keineswegs billig sein.

Große Erfolge wünscht

Thomas



Laminat über Dielen



ja, es gibt bessere Ideen .... ich wollte gern die Oberfläche, auf der ich laufen, etwas schallentkoppelt haben ... also, insofern, klar ...

Wenn sie den Kokos als Randstreifen nicht gut finden, welche Lösung finden sie gut?



Etwas für meine Zitate-Sammlung ;-)



Eine schlechte Lösung darf also schlecht, aber keineswegs billig sein.
Böhme, Thomas W., Restaurator

Ich brüll mich weg.



Da will man Schall vermeiden...



und verwendet das mit Abstand lauteste Material (klack...klack..klack.) als Lauffläche. Mir scheint, daß Trittschalldämmmatten erst erfunden werden mussten, als Laminat auf dem Markt war.

Ersetzen Sie den Kokos einfach durch 15mm (also bei 28er Dielung 420cm³ je lfd m) deutsche Innenraumluft. Die gibt es im ökologischen Baustoffhandel für 15€ je 40l Sack (gegen Aufpreis auch vegan oder halal), und in nichtzertifizierter Form umsonst.

Grüße

Thomas



@ Hartmut



Neben all den Sachzwängen: Auch ein Fachwerkforum sollte sich dem Frohsinn verpflichtet fühlen :-)



prima



dann werde ich mal losgehen und einen Eimer Anlaßfarbe holen :-)
.
.

ich erinnere mich gelesen zu haben, der Fußboden (hier Balkendecke) soll möglichst luftdicht verschlossen werden.
Wie sieht also das pro und kontra dafür aus?



Dann...



...liefern Sie doch bitte noch eine Begründung für die geforderte Luftdichtizität an dieser Stelle nach.

Ich verlege seit vielen Jahren Dielenböden mit ca. 15mm Wandabstand - ohne Kokos und ohne Reklamationen.

Im übrigen: Kokosstreifen sind weder wind-, noch luft-, noch irgendwie anders dicht. Sie sind ganz wunderbar, aber für was anderes gedacht.



luftdicht



dies habe ich aus der Videoreihe Dachbodenausbau von Isover, es ging darum, dass im Fußbodenraum keine Luftzirkulation entsehen soll, das gleiche hab ich auch in einem weiteren Forum gelesen.

Ihr Zitat:
Im übrigen: Kokosstreifen sind weder wind-, noch luft-, noch irgendwie anders dicht.

.....
Ja, das stimmt natürlich.



Bei Jemandem...



...der Dämmmaterialien verkauft, ist diese Auffassung verständlich. Sollte damit gemeint sein, daß zwischen den Etagen keine Luftzirkulation stattfinden soll, ist das auch richtig - wer will schon den Tobak vom Untermieter riechen. Jedoch - diese Lufttrennung wird an der Zimmerdecke, nicht mit dem Bodenbelag realisiert.



Luftdicht



ok, hab ich verstanden, danke für die Aufklärung.

Insgesamt:
vielen Dank für die Diskussionsrunde hier, hat mir echt was gebracht.
danke

auf jeden Fall, werde ich erstmal nur die Dielen legen/schrauben und dann werd ich sehen, wie ich damit klar komme, also ohne Laminat.



Ich dachte bei Kokos...



...nicht an die Luftdichtheit!
Eher an einen angemessenen Wandabstand, wo man doch täglich schlimmes auf den Baustellen sieht (Dielenbretter zu eng oder gar bündig an den Wände verlegt!!) und zusätzlich zur Vermeidung von Stäuben, die durch die Deckenbefüllungen und die Laufbelastungen heraustreten können.
Eine gute vollflächige Befüllung des Deckenareals ist aber auch eine Vorraussetzung, dass keine Luftzirkulationen unter dem Dielenboden stattfinden.



Fußbodenaufbau



Eine klassische Dielung ist in der Fläche, mit ihren vielen laufenden Metern Fugen, nicht luftdicht. Deshalb ist es überflüssig zu versuchen den Rand dichtzukriegen. Etwas anderes ist es wenn eine Lage OSB mit verklebten Fugen verlegt wurde. Dann ist die Fläche luftdicht. Hier könnte!- ich betone könnte- ein luftdichter Wandanschluß einen Sinn ergeben. Nur kriegt man den in der Praxis wohl kaum hin, denn Druckunterschiede durch unterschiedliche Lufttemperaturen und Pumpwirkung werden zu einem begrenzten Luftaustausch an den Randfugen führen. Da ist es besser den Fußboden gleich hohlraumfrei mit kapillaraktivem Material auszuführen.
Die kritischen Punkte sind die Balkenköpfe in den Traufwänden. Gemäß WTA- Merkblatt 6-5 sollte die relative Porenluftfeuchte in den Balkenköpfen 95% (0°C) bzw. 86% (30°C) im Tagesmittel nicht überschreiten. Langfristig sollte im Jahresverlauf die relative Luftfeuchte von 85% in Hohlräumen nicht überschritten werden. Deshalb ist hohlraumfreies Bauen mit kapillaraktiven Materialien wichtig.

https://www.knauf-integral.de/de/sortiment/gifafloor/bodensystem-auf-balkendecke/
Hier als Alternartive eine Lösung für den Unterbau Ihres Laminats. Den Dämmstoff bzw. die Deckenfüllung kann man anpassen.



Für die Einhaltung...



...des konstruktiv erforderlichen Wandabstandes braucht es keine Kokosfaserstreifen, da genügt ein Zollstock.

Zudem ist eine Dielenkante üblicherweise gerade, der Putz im Sockelbereich aber fast nie. Also hängt der Streifen von Anfang an partiell durch und macht später ganz die Bogenlampe. Ich bin also erstens aufgrund der Handhabung (Gefummel) dagegen.

Und zweitens, da ich keinen Nutzen erkennen kann. Wenn man nicht gerade Isoself (Bimsgekrümel mit hohem und reizenden Anteil feinen Staubes) eingebaut hat, gibt es bei einem neuen Bodenaufbau keine Staubquelle unter den Dielen. Die Pumpwirkung einer neu verlegten und richtig dimensionierten Dielung (oder in diesem Falle besser OSB - Platte) ist vernachlässigbar - besonders dann, wenn der Aufbau ohnehin hohlraumfrei erfolgen kann.

Letztlich, ein ohnehin geringer Luftwechsel zwischen dem eventuellen Hohlraum unter der Dielung und dem darüber hat aus meiner Sicht (bei beheizter Etage darunter) keinerlei negative Auswirkungen. Und mir misshagt der Gedanke, irgendwelche Materialien flächig an Außenwände zu legen.

Grüße

Thomas