Die Regeln der Kunst bei Brettertüren




Hallo,

ich (gut ausgestatteter Laie) würde gerne selbst einige Brettertüren bauen. Das mag zwar ein ausgelutschtes Thema sein, ich konnte aber nirgends eine Erklärung finden in der alles beachtet wird. Folgendes habe ich auf einer langen Suche durchs Internet herausgefunden. Dinge, die mir selbstverständlich erscheinen lasse ich erstmal weg. Aber hier kann ja eine Diskussion entstehen und vielleicht entstehen im Verlauf auch Skizzen oder ein Video.

1. Man nehme thermobehandelte Douglasie um ein Optimum aus Preis und Wetterbeständigkeit zu erreichen. Außerdem sagte man mir der Holzwurm interessiert sich nicht für Thermoholz.

2. Die Bretter selbst versieht man mit Nut und Feder. Leim sollte man nicht verwenden.

3. Die Kanten der Bretter werden angefast. So fallen nachher, die durch den Schwund unterschiedlich breiten Fugen zwischen den Brettern nicht so sehr auf.

4. Die Bretter legt man so, dass der Kern des Baums nach außen zeigt. Dann wölbt sich die Tür so, dass die Fugen außen nicht unnötig groß werden.

5. Die Querleisten werden mit einer Gratnut in die Bretter eingelassen. Auch hier verwendet man keinen Leim.

6. Die Querstrebe wird mit der unteren Querleiste über einen Versatz (Winkelhalbierende) verbunden. So verhindert man, dass die Tür nachher durchhängt.

Würde so eine handwerklich einwandfreie Brettertür entstehen oder habe ich noch etwas vergessen?



Brettertüren



Ich habe ein paar Fotos von Abbildungen aus A. Opderdeckes Holzbaubuch 1909 (Reprint) eingestellt.



Gratleiste



Brettertüren mit Gartleisten gehören schon zu der höheren Kunst, aufgeschraubt wäre die einfachere Variante.



Bilder



Vielen Dank für die Bilder und den Hinweis auf das Buch. Ich scheine ja nicht so falsch zu liegen.

@Olaf
Dass das nicht gerade die günstigste und einfachste Variante ist, ist mir klar. Mein Gedanke war halt, dass die Brettertür auch sehr lange hält, wenn man es handwerklich wirklich so macht wie früher.



Brettertüre mit Versatz selber herstellen



Hallo Christophw,

guck einfach mal bei youtube (https://www.youtube.com/watch?v=He6kImBXELo). Da gibt es ein richtig tolles Video zur Herstellung von
Bretttüren (Brettertüre mit Versatz selber herstellen).

Gruß



für



die Herstellung einer Gratleiste braucht ein Tischlerlehrling schon etwas Übung - meist fangen sie mit dem alten Reibebrett an. Eine Gratleiste über die ganze Tür ist harte Arbeit. Viel Erfolg dabei.



Zwar nicht historisch aber gut



Hallo,

Brettertüren kann man auch Punktverleimen mit PU-Leim (oder anderen Wasserfesten Leim für den Außenbereich).
Nachteil beim Nageln oder Schrauben ist, dass an diesen mit der Zeit Wasser kondensiert und die Löcher größer werden und die Nägel/Schrauben nicht mehr den Halt haben und die Bretter absacken. Ist der selbe Grund, aus dem man keine Metallwinkel im Fachwerk verwenden sollte.

Mach dass schon seit mehr als 15 Jahren so. Die Türen stehen immer noch wie eine 1.
Natürlich muss die Tür mit Versatz gebaut werden und Kerbung Querriegel.



Zeichnung



Hier noch ein Link zu einer Zeichnung



Jetzt aber



http://www.woodworker.de/forum/schuppentuer-garagentuer-bauen-buch-zeichnung-t6960.html#post38193



Zeichnung



leider muß mma sich da anmelden :-(





Vielleicht geht's so: Vielleicht





geht's so https://drive.google.com/open?id=0B3Y0QP9V1clXdjBiejNDamxZMUE





Hier kommt ja richtig was zusammen. Daumen hoch!

Zu der Gratnutleiste, ich dachte mir schon, dass ich dafür einige Versuche einplanen muss. Aber ich werde sie fräsen. Das von Hand zu machen ist mir zu schwer.



Gratleisten



werden eigentlich konisch angefretigt - dami man sie aus Pressung einschlagen kann. Fräsen ist gut, für Handarbeit wirst Du schon mal keinen Grundhobel haben.