Der Traum wird war,

25.03.2019 Stiff



Hoffe ich.
Wir haben uns jüngst ein Original Hunsrücker FWH gekauft und stehen gerade vor der Planung der Renovierung.
Da wir keinen geplanten Zeitraum für den Einzug haben, können wir viel selbst machen und möchten es auch gerne machen. Mit Hilfe versteht sich, aber eben viel mit den eigenen Händen.

Das Haus wurde um 1890-1900 erbaut und über zwei Generationen von der Familie die es erbaut hat bewohnt. Und jetzt haben wir es nach einem Jahr leerstand gekauft.

In den 70er wurde ein Anbau vollzogen und infolge auch renoviert. Leider nicht fachgerecht. (So scheint es mir als Laien)
Alle Außenwände wurden mit Gipskartonplatten die rückwärtig mit Styropor beklebt sind gedämmt.
Die gefächert sind mit Bimssteinen ausgekleidet.( wobei ich mir nicht sicher bin ob es schon immer Bims war oder ob es in den 70er erneuert wurde). Momentan ist noch ein mix aus Gips Rotband und alten Tapetenkleister Reste an der Wand.
Ich will die Wände eigentlich gerne mit Lehm oder Kalkputz verputzen.
Wie verhält es sich da mit dem Bims?
Feuchtigkeit habe ich bis jetzt noch so gut wie keine gefunden, die Balken in den Innenwänden sind trocken, nur an der Vorderseite war ein Balken der angegriffen ist, aber laut Zimmermann nicht relevant. (Der Zimmermann ist auch der Uhrenkel des Erbauers und macht mir gerade das Dach neu)
Ich denke der direkte Kontakt mit dem Styropor hat da seinen Teil dazu beigetragen.
Was meint die Fachkundige Community?
Was soll ich machen?
Den Dreckputz von der Wand stemmen und mit Kalk-Innenputz arbeiten oder mit Lehmputz oder aber alles so lassen und mit Gibps neu verputzen?( was mir absolut gegen den stroch gehen würde, ich möchte mit Naturbaustoffen arbeiten und ohne Chemie auskommen.
Ich freue mich auf antworten und werde auch weiter berichten.
Ich würde auch gerne eine Betrag X für den Erhalt der Seite spenden. Denn ich werde bestimmt noch das ein oder andere mal auf die Community zurückgreifen müssen und fände es schade, wenn das Forum wegen Geld unter geht, nicht jetzt!!!



Ein Traum wird wahr



Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Eurer Entscheidung ein altes Haus zu erhalten und wieder für Eure Bedürfnisse bewohnbar zu machen.
Es wartet viel Arbeit, manche Überraschung aber auch das befriedeigende Gefühl etwas selbst geschaffen zu haben auf Euch.
Da gerade für den Laien viele unbekannte Herausforderungen warten empfehle ich zuerst einmal eine unverbindliche Begehung in der der Ist Zustand begutachtet wird und Eure Wünsche und Ideen aufgenommen werden.
Danach ist es möglich die voraussichtlichen Aufgaben grob einzuschätzen und einen ersten Plan zu erstellen.
Dabei werden auch die möglichen und passenden Materialien zur Sprache kommen. Denn es giebt viele Wege zum gewünschten Ziel und nicht alle passen zum bestehenden Haus, bzw. zu den Wünschen und Möglichkeiten der Bauherren.
Da ich seit gut 30 Jahren Erfahrung in der Renovierung und Sanierung alter Bausubstanz habe und der Hunsrück ja nur einmal über die Mosel liegt, biete ich Euch gerne meine Hilfe an.
Am besten einfach melden. alles weitere dann gerne in einem Gespräch am Telephon.

Schöne Grüße
Gunther



Danke



Danke für Ihr Angebot. Ich werde mich melden.
Ich sah, dass Sie auch Baustoffe anbieten.
Ich spiele mit dem Gedanken den Verputz mit Lehmputz zu machen. Für die Planung wäre es einfacher für mich, wenn ich wüsste wieviel an Lehm ich brauche um ca 450m2 Fläche zu verputzen.
Gruß



Lehm Mengen



Hallo,

der Bedarf an Putz hängt ganz vom Untergrund, bzw. der voraussichtlichen Auftragsstärke und auch ein wenig vom verwendeten Lehmputz ab.
Bei 450 m² benötigen Sie bei einer Auftragsstärke von 1 cm ca. 6-7 tonnen Lehm Material. Bei dünnerem oder stärkerem Auftrag entsprechend weniger, bzw. mehr.
Am besten rufen Sie mich an und wir besprechen die Möglichkeiten.



Bimsstein



Der Untergrund scheint Bimsstein zu sein. Im ganzen Haus wurde so ausgefacht.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass in den 70er Jahren alle Wände aufgemacht wurden und die Gefache neu gemacht wurden. Zumal in der Scheune auch alles damit ausgefacht ist.
Es sollte doch kein Problem sein die Innenwände dann mit Lehmputz zu verputzen. Die Außenwände würde ich dann mit Holfaserdammplatten versehen und darauf auch wieder Lehmputz.
Oder sehen Sie darin ein Problem?



Lehmputz



Wenn Sie einige Dinge beachten, können Sie selbstverständlich auf den meisten Untergründen und auch auf Bims mit Lehm verputzen. Bei manchen Untergründen ist eine Vorbereitung notwendig.
Wie gesagt, am besten rufen Sie mich an. Tel.: 06596 1465



Der angedachte Weg...



...die sanierung der Innenausbaubereiche mit Lehmputzen anzugehen, kann ich ebenfalls befürworten.
Es gibt kaum einen Untergrund, auf dem man den lehmputz nicht einsetzen kann.
Trotzdem kann man vieles nicht pauschalisieren und muss man sich durch eine Begehung des Objektes erarbeiten, so, wie es Kollege Glöckner bereits aufgezeigt hat.
Grobe Richtung noch einmal aufgezeigt: Grundputz mind. 15 mm oder auch mehr, vollflächig grobmaschiges Glasfasergewebe einbetten, durchtrocknern lassen und abschließend mit einem Lehmfeinputz gut gesumpft, oberflächenfertig abspachteln und abschwammen (mind. 2 mm).
Bei entsprechenden Bereichen ist dann vielleicht Putzträgermaterial (Heraklith) aufzulegen oder eine Haftspachtelung vorzunehmen.
Eckschutzschienen und der gleichen werden bei Lehmverputzen nicht eingesetzt.
Zu weiteren Frage stehe ich auch gern mit zur Verfügung.

Was aber hierbei jetzt wesentlich wichtiger wäre zu betrachten, ist die Thematik der Beheizbarkeit.
Ich könnte mir eine Wandflächenherizung vorstellen und diese würde in Verbindung mit dem Lehmverputz ein super Raumklima bringen.

FG Udo



@Udo Mühle Wandheizung



...da stimme ich witgehjend zu.
Ich habe langjährige, gute Erfahrungen mit der Verwendung von Lehm-Wandheizung insbesondere im Altbau gemacht. Ob und welcher Weg der passende für den Bau und den/die Bauherren/in ist ergibt sich dann vor Ort.
Kollegiale Grüße



Danke fur die Angebote



Natürlich lässt sich eine Sanierung nicht pauschalisieren.
Mir geht es gerade einfach darum Informationen zu dennen von mir festgestellten Mängel bzw Herangehensweisen zu sammeln.
Ich habe mich natürlich im Vorfeld über einiges informiert was FWH angeht. Gibt ja super Bücher was Revitalisierung usw. angeht.
Auch in das Thema Wandflächenheizung habe ich mich schon eingelesen. Ich bin auch von der Funktion überzeugt. Leider sind mir etwas die Hände gebunden was Heizung angeht. Großes Streit-Thema. Ich hätte gerne Holzscheit-vergaser (800m2 Waldgrundstück hinter dem Haus) und die Gegenseite Pellets oder Gas. Wie müssen nicht mit einer Bank verhandeln dafür aber mit einem TGA, der Heizungsbauer im Erlernten Beruf ist. Iwas hatte er gegen die Wandflächenheizung.
Meine Hoffnung besteht auf einen Kamin im Wohnzimmer, mit dem ich die Wandflächenheizung betreiben kann. Wäre diese Art möglich?
Die Zentralheizung wird sehr wahrscheinlich eine Pellets sein. Solarthermie war auch mal in der Rede.
Alles nicht so leicht bei dem Thema.
Aber beim verputz kann ich mich austoben.
Bin gelernter Gärtner und spiele auch gerne mit den Händen im Dreck und scheue auch keine Arbeit. Darum möchte ich auch soviel wie möglich in Eigenleistung machen. Verputzt habe ich schon oft. Aber nicht mit Lehm. Doch ich freue mich auf die Erfahrung.
Momentan muss ich mich erstmal in der Planung zurecht finden. Das Elternhaus in dem ich groß geworden bin, haben mein Vater und Ich, Stück für Stück renoviert. (Lothringer Landhaus)
Jetzt muss ich aber, um die Kosten im Blick zu haben, das ganze planen und durchrechnen.
Momentan steht der Putz auf dem Plan.
Einmal mit und einmal ohne Wandflächenheizung.
Kann man da pauschal sagen was der m2 kosten würde? In eigenleistung.
Auf was muss ich noch so achten befindet Planung?
Grüße



viele Fragen



Ihre fragen übersteigen das, was hier zu leisten ist. Am bestenrufen Sie mich an, und wir sehen weiter was ich für Sie konkret tun kann.
MfG
Gunther



Wandheizung und Heizungsbereitstellung



Sie können eine WH mit jedem Thema einer Heizquellenbereitstellung betreiben.
Es wird am besten eine Pufferheizung und das Medium der Heizung sollte immer Wasser sein.
Und nun kommt es darauf an, ob dein Heizungsbauer des "Vertrauens" dies in Einklang bekommt.
Möglich ist dies problemlos, denn fast alle Varianten konnten wir bisher auf unseren Baustellen kennenlernen und auch entsprechend spüren.