Fachwerkerneuerung

28.12.2003



Hallöchen,

mein Freund und ich haben ein Fachwerkhaus in Pegau das unter Denkmalschutz steht, wie kommen wir da wieder heraus oder was kann man wie am besten anfechten?

Fakten:
Fachwerkhaus ca. 1750 erbaut
Viele Balken sind kaputt
Dach und Giebel sowie Dämmung und Heizung müssen erneuert werden
Fenster müssen raus (von DDR-Zeiten)
etc.

Dénkmalschutzbeauftragter meinte:
Balken müssen abgeschliffen werden und wieder genauso rein wie es vorher war.
Dämmung (15 cm) muss mit Lehm nach innen
hinter die alten Fenster sollen nur neue (aus Holz selbstverständlich) dahinter.

Wer kann uns helfen preiswerte Möglichkeiten zu finden oder uns Tipps geben wir wir aus dem Denkmalschutz herauskommen.

Danke im vorraus

Maria



Denkmalschutz



Guten Abend,
es gibt die Brachialmethode: Sie machen alles, so wie Sie wollen, aber so, daß vom Denkmalwert wirklich nichts übrig bleibt. Die Entlassung aus der Denkmalliste ist Ihnen sicher. Das kostet den Verlust der Steuerprivelegien und ein kleines Bußgeld (maximal 250.000 €), das Sie aber sicher bereit sind, als Zeichen Ihres Widerstandes gegen die Obrigkeit in eine wirklich individuelle Immobilie zu investieren.
Falls Sie das Geld nicht ausgeben wollen, die Immobilie aber gerne wieder los sind, gilt methode Zwo: Sie legen mit Sachverständigengutachten belegt und mit Bescheinigung Ihres Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers bescheinigt dar, daß Ihnen der Besitz dieses Geldfasses ohne Boden subjektiv nicht zumutbar ist. Nach den meisten Denkmalgesetzen der Länder können Sie so gegenüber der Gemeinde Ihr Übernahmeverlangen erklären. Gegen eine symbolische Entschädigung (schließlich haben Sie ja zwingend dargelegt, daß der Kasten nur negativen Wert hat) sind Sie das Haus dann an die Gemeinde losgeworden.
Methode drei, die ich hier nicht weiter beschreiben will, endet immer im Knast.
Wenn das alles nichts für Sie ist: Sehen Sie sich nach einem neuen Käufer um !



Denkmalschutz



Warum wollen Sie denn aus dem Denkmalschutz raus?
Denkmalschutz bringt viele Vorteile:Steuerliche Abschreibung, Förderungen durch die Behörden etc.
Zumal sollte bei der Sanierung von Fachwerkhäusern ohnehin auf natürliche Baumaterialen zurückgegriffen werden, um spätere Schäden zu vermeiden. Richtig saniert erhält man ein urgemütliches Klima und kann stolz darauf sein ein Stück Geschichte erhalten zu haben.
Viele Grüße



Lösungswege....



.... gibt es derer Viele! Die eine Richtung wurde ja im Beitrag von unserem Hr. Beckmann schon aufgezeigt. Doch danach ergeben sich bestimmt weitere Betrachtungsweisen, wenn man ein derartiges Objekt nun schon einmal besitzt. Ist hier nun zu klären, ob dieses Haus von Euch erworben wurde, um etwas zu besitzen, was Euch von anderen abhebt und noch dazu, ein Unikat über weitere Jahrzehnte zu erhalten und Euch die Katze im Sack verkauft oder angedreht wurde? Oder eben, ob Ihr einfach nur ein Haus haben wolltet, was mit ein paar Renovierungsmaßnahmen neu nutzbar geworden wäre! Wenn's um die erstere Variante sich handelt und man mit offenem Herzen an so einem Gebäude hängt und es sich tatsächlich um finanzielle Nöte nun geht, da gibt es auch noch einige interessante Möglichkeiten, die man eventuell umsetzen könnte. Doch dazu müßte man miteinander Sprechen, weil dies nicht alles niederzuschreiben geht! Beste Grüße zum Jahreswechsel von einem Lausitzer Lehmbau-Team.





Wir wollen aus dem Denkmalschutz heraus, weil wir nur Auflagen bekommen aber keine Zuschüsse. Wir würden es ja auch wieder so herstellen, das ein Fachwerk zu erkennen ist (es allerdings nicht mit den originalbalken wieder hochziehen).
Wir haben dieses Haus geerbt und wollen es auch behalten weil es einen hohen emotionalen Wert für meinen Freund hat!



besser so



die Energie die man fuer das Streichen aus der denkmalliste auswenden muesste, steckt besser in die sanierung der huette. auch mit denkmalauflagen kann man kostenguenstig sanieren und ein denkmalschutzbeauftragter ist kein planer, er moechte bloss wollen...



Keine Förderung!! Das gibt es nicht



Hallo,ich möchte Euch mit diesen Zeilen zum Erhalt Eures ''Alten Hauses'' einen Tipp geben. Der Euch garantiert weiterhelfen kann. Also bei richtiger Sanierung aus den Fördertöpfen der '' WFA'' das Ist die Wohnungebauförderungsanstalt, die zum Erhalt selbstgenutztem Wohneigentums herangezogen werden kann und sich das Außmaß der Sanierung ansieht. Die haben auch Architekten.Ein Denkmahl geschütztes Haus darf doch nur Äusserlich nicht verändert werden, ODER? Im Oberbergischen Kreis ,wo ich zu Hause bin , ist so ein Altes Haus im Denkmalschutz stehend auch SEHR SCHÖN saniert worden. In einem Neubau werdet Ihr niemals so eine Atmosphäre erleben und wohnen, wie in einem Urgemütlichen mit Balken freigelegtem Innenraum, eines Fachwerkhause. Ich bewohne selber eins und möchte mit niemandem tauschen. Schaut im Internet auf die Seiten der Wfa z.B in NRW oder in Eurer Region, die können eine Finanzierung günstiger machen als Ihr glaubt .Info ist Alles.Auch über die Hausbank und Gemeinden. Die wissen da auch drüber Bescheid .Zumindestens bei uns. Da wird geholfen. Viel Glück