Denkmalschutz




hallo,
ih habe ein problem und benötige dringend hilfe. wir haben einen bauerhof im ort( frankfurt am main) geerbt. derteil, der zum wohnen genutzt wurde ist schon seit jahren verkauft und darinbefindet sich nun eine gaststätte. der übrige teil wurde zwar in den letzen jahren zum wohnen verwendet, aber ürsprünglic nicht dafür vorgeseen. das heisst, dass nur die nötigste dinge vorhanden sind( bad), aber keine weiteren leitungen. da unterhalb dieser kleinen Wohnung die ställe waren, ist der komplette grund von mist zesetzt. diesen bauerhof wollten wir nun verkaufen, abreissen lassen und eine Mehrfamilienhaus bauen lassen, da dies auch auf der anderen straßenseite so gemacht wurde. allerdings bekommen wir nun keine abrissgenehmigung, weil dies den stadtkern zerstören würde und das Wohnhaus erhalten werden soll. doch wie oben beschrieben, geht überhaupt nicht um das Wonhaus, sondern um die stallungen, die Scheune und den garten.

nun benötige ich dringend tipps, was man machen kann oder namen von firmen, die ein solches Grundstück kaufen und sanieren würden.

würde mich umschnelle antwortn freuen- per mail wäre am besten
vielen dnk



Denkmalschutz-



gut das es den gibt!
Ich säg jetzt auch alle meine Bäume im Garten ab! Weil der Nachbar gegenüber das auch gemacht hat! Und mein Auto setz ich auch gegen den Baum! Weil der andere Nachbar von gegenüber das auch schon mal gemacht hat!
Und sowas wie auf dem Bild kommt dann dabei raus wenn jeder tun und lassen kann was er will!



In Frankfurt ist Denkmalschutz eine sehr spezielle Angelegenheit



und bedarf entweder sehr guten Beziehungen oder ein gutes Fingerspitzengefühl beim Verhandeln mit entsprechenden Behörden.Ich kenne auch Kunden, die mit guten-jedoch teuren- Rechtsanwälten nach Jahren erfolgreich waren.
In Ihrem Falle würde ich mal nachfragen, ob es sich bei Ihrer Immobilie um ein Eizel-Kulturdenkmal handelt oder ob ein "Ensemble-Denkmalschutz" besteht.
Wie Herr Lingl schon sagte, würde ich keinesfalls beim Abrißwunsch mit der "Nachbarschaft hats-auch-so-gemacht-Begründung" antreten.



Und zum besseren Veständnis, im größeren Maßstab



So?





oder so?



Abrißwunsch



@Klaus Schillberg
So hab ich das nicht gemeint,das man mit der die "Nachbarschaft hats auch so gemacht"Begründung nicht aufs Amt kommen sollte!
Aber wär vielleicht nicht schlecht,denn dann kommt hoffentlich eine klare Absage für den Abriß!
Wie viele gewachsene Stadt-oder Dorfkerne sollen denn noch der Abrißbirne zum Opfer fallen,und leblosen,sterilen Mehrfamilienhäusern weichen? Wenn ich als Grund lese das, daß ja auf der anderen Straßenseite auch gemacht wurde tut mir doch was weh! Warum nicht einfach:Ich will das alte Zeug weghaben,um auf dem Grundstück ein Mehrfamilienhaus zu bauen von dem ich mir so und soviele Mieteinnahmen erwarte,leider wird die Gartenfläche auch wegfallen,der wird mit Parkplätzen und Garagen versiegelt,das schlägt natürlich auch noch bei den Mieteinnahmen zu Buche!





„diesen bauerhof wollten wir nun verkaufen, abreissen lassen und eine Mehrfamilienhaus bauen ...“

Das klingt ja nach unseriösen Geschäftsmethoden. Erst verkaufen, dann abreißen lassen, und dann auch noch auf dem (verkauften) Grundstück bauen? Tztz;-)

Scherz beiseite. Die Zielsetzung ist mir irgendwie schleierhaft.

Um was geht’s? Um Hilfestellung die Denkmalbehörde auszutricksen? Um neue Wirtschafts- oder neue Wohnmodelle?

Please explain



Zum Thema Denkmalschutz -



--- möchte ich nun 2 Bilder einstellen, welche ich irgendwann
vor 2000 im südöstlichen Niedersachsen geschossen habe.
- Großraum Einbeck -
Hier hat jemand ein positives Beispiel abgegeben-
- sicher, Bauen war immer schon teuer.
- Die Bilder haben in meiner Datei den Dateinamen " Augenweide "



Mir juckt es in den Fingern,---



solch eine schöne Tür zu bauen.
-
Und auch die Maler könnten wieder einmal richtig
" zuschlagen "
-
RICHTIGE Maler ---- keine Pinselquäler !
-
A.M.



Wunderbar!!!



Das ist ja wirklich ein wunderschönes Haus!Ein richtiger Augenschmauß! Ja,wenn allen Abrißwilligen oder Neubauenden so etwas vorschweben würde,dann wär meine Frustration bestimmt nicht so groß!
Und zur Tür-
ebenfalls eine wunderschöne Arbeit! Man sieht,es geht auch ohne Plastik! Und bei richtiger Pflege hält so eine Holztür 100 Jahre länger als die versprödenden,teils vergilbenden,undicht werdenden,Gift ausgasenden Kunststoff-Formteile die heutzutage als Tür bezeichnet werden!
Bei sowas lebt das Maler-und das Schreinerherz auf!
Kann dir auch noch 2 Bücher empfehlen,die ich aus meinen Prerow-Urlauben mitgebracht hab:
Das kleine Buch der Darßer Haustüren,Frank Braun-Rene Roloff,Thomas Helms Verlag
Haustürgeschichten-zwischen Wustrow und Zingst,Susanne Männing-Dorit Gätjen,Hinstorff Verlag



Türen



stell mal Bilder aus den Büchern ein, auch wenn wir uns jetzt von der Ausgangsfrage immer weiter entfernen!













Andreas, so soll es sein. Nicht nur erbaut, sondern auch erbaulich ;-)



gerade in frankfurt....



sollte man doch die wenigen verbliebenen alten häuser schützen und bewahren !
kaum eine stadt hat so viel zerstörung und gesichtsverlust hinnehmen müssen wie frankfurt. die meisten stadtteile haben noch einen winzigen alten kern, umgeben von hochhäusern und neubausiedlungen, von mehrspurigen straßen und autobahnen.
du schreibst, dass ihr abreißen und ein mehrfamilienhaus bauen wollt.....geld scheint also da zu sein.
steckt das doch lieber in eine ordentliche Sanierung des altbaus !
wohnqualität zeichnet sich nicht nur durch die art der behausung an sich aus, sondern vor allem auch an dem, was drumherum ist. ein garten, ein baum, eine gewachsene Bebauung sind für das empfinden der bewohner viel wertvoller als eine größtmögliche ausnutzung der vorhandenen grundstücksgröße.
denkmalschutz hat durchaus nicht nur das anliegen, totes Material zu bewahren.
es geht oft darum, UNS ALLEN ein stück lebensqualität und identität zu erhalten !
und in frankfurt haben die ämter leider viel zu oft auch noch jahre nach dem krieg dem Abriss bombengeschädigter häuser zugestimmt, weil es einfach besser in die verkehrsplanung gepasst hat....was würden die heute drum geben, wenn sie damals anders gehandelt hätten.
mein onkel hat seine kindheit im geschichtsträchtigen arnsburgerhof verbracht. 1944 wurde dieser durch die verheerenden bombenangriffe stark beschädigt, wäre aber nach einem mir vorliegenden Gutachten zu retten gewesen. doch die stadtplaner hatten anderes im sinn...die ruine stand bis 1953 (!), dann wurde genau an dieser stelle die kurt-schumacher-straße aus dem boden gestampft.
die gesamte frankfurter altstadt verschwand bis auf ganz wenige reste...frankfurt war fortan genauso gesichtslos und hässlich wie jede x-beliebige stadt im nachkriegsdeutschland.
deswegen sollte man wirklich das bißchen, was noch an alter Bausubstanz da ist, erhalten und schützen !

liebe grüße,
claudia



Ein herzliches Dankeschön



nach Speyer.
-
A.M.



..da hab ich auch noch was



durch diese schöne tür dürfen mein bruder und seine familie täglich in ihr schönes, altes haus (um 1700) gehen.
gut, dass die familie früher kein geld für den geplanten Abriss und Neubau hatte !



Abriss kostet auch Geld



Und erst abreißen, dann neu bauen, kostet doppelt. Genau genommen sogar 3-fach.

Abgesehen davon, dass Frankfurt nun wirklich fast nichts Altes mehr vorzuweisen hat und tatsächlich eine sehr gesichtslose Stadt geworden ist. Ich kenne diese Stadt recht gut.

Man sollte Sensiblität entwickeln:
Wie sehen die modernen Bauten von heute aus?
Mit welchem Material werden sie gebaut?
Was ist mit der Individualität regionaler Hauslandschaften?
usw., usf.

Abgesehen davon: Wie viel Schutt verträgt unsere Welt denn noch?

Solange dieses Haus noch sanierungsfähig ist, sollte man das in Angriff nehmen. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz? Na prima, dann läßt sich mit der Erhaltung auch noch Steuern sparen und einige unsinnige DIN-Vorschriften lassen sich auch ganz legal umgehen.

Grüße



Denkmalschutz - verweigerte Abrissgenehmigung...



Zitat Oberverwaltungsgericht Koblenz Az.: 10 S 427/04 bzw.1A11012/01 OVG:

Ein verfallendes Gebäude, für das der Eigentümer keine wirtschaftlich sinnvolle Nutzungsmöglichkeit mehr hat, darf selbst dann abgerissen werden, wenn es noch unter Denkmalschutz steht.

Zitat Verwaltungsgericht Neustadt/Weinstraße Az.: 4K2599/01 NW vom 20.09.2002:

Selbst für denkmalgeschützte Gebäude kann eine Abrissgenehmigung verlangt werden,wenn das Gebäudefür den Besitzer keinerlei wirtschaftlichen Nutzen mehr hat und dem Besitzer der Erhalt wirtschaftlich nicht mehr zugemutet werden kann.

Besprech das mit einem Anwalt der Verwaltungsrechtler ist...

Toi, Toi, Toi...

Kalle



Denkmalschutz - verweigerte Abrissgenehmigung...



Zitat Oberverwaltungsgericht Koblenz Az.: 10 S 427/04 bzw.1A11012/01 OVG:

Ein verfallendes Gebäude, für das der Eigentümer keine wirtschaftlich sinnvolle Nutzungsmöglichkeit mehr hat, darf selbst dann abgerissen werden, wenn es noch unter Denkmalschutz steht.

Zitat Verwaltungsgericht Neustadt/Weinstraße Az.: 4K2599/01 NW vom 20.09.2002:

Selbst für denkmalgeschützte Gebäude kann eine Abrissgenehmigung verlangt werden,wenn das Gebäudefür den Besitzer keinerlei wirtschaftlichen Nutzen mehr hat und dem Besitzer der Erhalt wirtschaftlich nicht mehr zugemutet werden kann.

Besprech das mit einem Anwalt der Verwaltungsrechtler ist...

Toi, Toi, Toi...

Kalle



wohnen im fachwerk



wahres wohnen lässt sichs nur im fachwerk, dies habe ich vor 20 jahren erfahren dürfen. jeder Balken erzählt seine eigene geschichte. jeder lehmklumpen sagt dir wer ihe geformt hat. jede tür erzählt dir wer durch sie gegengen ist, du musst nur zuhören.
welcher betonklotz kann das????
ich möcht nie mehr hier raus, es würde mir ein stück leben fehlen!
das Denkmalamt ist eine andere schwierige geschichte. jeder der damit zu tun hatte/hat kann ein lied davon singen.
wir die in solch schönen gebäuden wohnen (sie sind alle schön, man muss es nur sehen) ganz besonders.
best regards wolfgang nesselberger