denkmalschutz aberkennen




unser Traumhaus entwickelt sich zum alptraum: denkmalgeschütztes fachwerk- und natursteinhaus von 1699, bei dem versuch der Sanierung stellt sich heraus: Dachstuhl nicht restaurierbar da alle fußpunkte und reem kaputt, also runtergenommen. zwei der außenwände (naturstein) wurden anscheinend nur vom fast schon zerbröselten dachstuhl gehalten und sind nun zu großen teilen eingestürzt (waren unter dem Putz - also für uns nicht sichtbar - schon zigmal geflickt, umgebaut, mit Ziegelstein und Schutt aufgefüllt usw), wollen wir aber so wieder aufbauen, wie sie vorher waren. immerhin hat die Fachwerkaußenwand sowie eingroßteil der innenwände und zwischendecken usw die biherigen maßnahmen überstenden. nun kommt die Denkmalschutzbehörde und sagt: steht ja nicht mehr viel vom denkmal, ist alsi keins mehr. und was wird jetzt aus unserer steuerlichen absetzbarkeit? immerhin hatten wir eine genehmigung, für das einstürzen können wir nichts! kann man da was gegen machen? wie? ich bin für alle tips dankbar!



Denkmalschutz aberkennen



Hallo,
Hatt man Ihnen das mündlich mitgeteilt, oder haben Sie das schriftlich bekommen?
Eigentlich ist das nicht Sache der unteren Denkmalschutzbehörde.
Aberkennung der Denkmaleigenschaft ist Sache des Landesamtes für Denkmalpflege.
Es müsste ein Einzelgutachten gemacht werden,um das Haus aus der Denkmalliste zu streichen.(Mit ausführlicher Begründung.)
Wenden Sie sich dochmal an Ihr zuständiges Landesamt.
Viellecht will der Sachbearbeiter ja ein wenig pokern.
Wenn Sie mitpokern wollen, stellen Sie doch mal einen Abrissantrag.
Dann wird man ja sehen ;-))
Mir ist sowas in meiner 25jährigen Tätigkeit noch nie untergekommen.
Viele Grüße



Ähem...



wenn du soviel verdienst, dass die gesparten Steuern die Kosten für den Wiederaufbau einer solchen Bruchbude wettmachen...dann würdest du hier anfragen lassen....;-).

Was sagt denn dein Steuerberater? Is ja eigentlich Totalschaden....bringt das nicht mehr?

Gruss, Boris



denkmalschutz aberkennen



danke erst mal für die antworten. die aberkennung ist derweil noch eine drohende, ausgesprochen von der zuständigen des oberen denkmalschutzamts. sie wurde von der unteren Behörde "zu hilfe gerufen", weil so viel kaputt gegangen ist. nun hat die dame eine "duldung" ausgesprochen (was auch immer das heißen soll) und ist erst mal für zwei wochen in den urlaub gefahren. und unser haus steht ohne Dach da, so dass die letzten reste der alten substanz sich gerade im regen auflösen (mit Folie abdecken bringt halt nicht wirklich was bei der witterung....). wir haben jetzt keine ahnung wie das weitergehen soll und fühlen uns ob dieser maßnahmen (und jetzt der schwebenden entscheidung ohne möglichkeit weiter zu bauen) ziemlich allein gelassen vom amt - uns liegt es wirklich am herzen, das ding gut zu sanieren und wir brauchen dafür einfach jeden cent, den wir z.b. über die steuer zurückbekommen können. eine direkte Förderung durch die Denkmalpflege haben wir gar nicht erhalten....



der Schaden am Haus



wird wohl nicht so leicht behebbar sein.
Du hast aber das zweite Problem: zuviel gezahlte Steuern mit dem ersten vermischt. Um für Außenstehende erst mal Licht zu machen: Hast Du denn schon viel ins Objekt gesteckt oder war der Kauf aufgrund des Zustandes fast kostenlos und der abgenommene Dachstuhl die erste Arbeit ??
Wenn das so wäre, wäre das Problem der Steuern (10ooo Euro?) wohl nicht so groß wie der Mehraufwand einer nun von unten beginnenden Sanierung gegenüber einem ordentlichen Nachbau mit alten Baustoffen und nach den alten Maßen - denn mehr ist bei dem beschriebenen Zustand ohnehin am Objekt nicht möglich. Kannst Du bitte mal ein Foto reinstellen ?!



Moin beluga,



da meine beiden Eltern im öffentlichen Dienst waren kann ich dir nur raten: Warte bloss nicht bis sich die untere und die obere Denkmalbehörde geeinigt haben......das kann dauern und du kannst lediglich zuschauen, wie deine Abrisskosten weniger werden (proportional zu deinem Geld).

Verabschiedet euch am besten ganz schnell von der Idee dieses Haus noch zu retten, und schmeisst die Würfel wieder in den Becher und checkt eure Optionen:

-Abriss und Neubau bzw. Verkauf.
-Neuaufbau mit oder ohne Denkmalschutz.
-???

Ich gehe mal davon aus, dass ihr gern in einem schönen, alten Haus wohnen möchtet - könnt ihr das dort wirklich realisieren? Halten eure Nerven und Finanzen das aus?

Toi,toi,toi, Boris



denkmalschutz aberkennen



wir haben leider schon über 100000€ reingesteckt. es steht auch schon alles bis oberkante Obergeschoss (fundament, diverse aufwändig restaurierte innen gelegene fachwerkwände, ersetzte außenwände), es fehlen "nur" Dach und innenausbau. im august fiel nach einsturz der wände und abnahme des dachstuhls der Behörde ein, dass man jetzt einen Bauantrag bräuchte, da nur die Sanierung des alten dachstuhls durch den Denkmalschutz genehmigt worden war. während der seitdem schwärenden beantragungs- und bearbeitungszeit haben wir natürlich weiter gebaut, uns wurde gesagt, alles sei nur eine formalität. ja und nun stehen wir da und wissen nicht weiter, kostet ja doch ne stang geld so ein denkmalgerechter dachstuhl....die zuständige der oberen ist wie gesagt erstmal zwei wochen in den urlaub gefahren, die der unteren sagt gar nichts mehr und unser restfachwerk mit den zt noch erhaltenen lehmausfachungen, die alten zwischendecken...alles steht im regen und wird jeden tag ein bißchen kaputter. echt trist!



Oh,oh.......



Zunächst mal herzliches Beileid, aber wieso habt ihr noch kein Notdach mit Planen drüber?

Gruss, Boris



denkmalschutz aberkennen



das notdach hilft halt nur notdürftig - ichtig dicht ist es bei dem wetter nicht...



???????



Also besser gleich alles absaufen lassen? So wie's aussieht zieht sich die Debatte noch durch den Winter......

Kapier ich ehrlich gesagt nicht so ganz.

Gruss, Boris

P.S.: Hast du ein aktuelles Foto?



denkmalschutz aberkennen



das ist es ja eben, dass wir das auch nicht kapieren. es soll nun mal dieses haus sein, da schön gelegen und sehr schönes Grundstück (und eben auch shcon so weit fortgeschritten alles). ist ein Wohnhaus innerhalb eines ingesamt denkmalgeschützten dreiseithofes und wir haben uns wirklich in allem an das gehalten, was uns das amt vorgeschrieben hat. wir wollen auch die eingestürzten mauern wieder aufbauen, so wie sie waren. interessiert die damen nicht. wir verstehen einfahc nicht, dass es dann plötzlich mittendrin heißen kann: Denkmalschutz is nicht mehr!



Ich meinte eigentlich



wieso IHR nicht versucht zunächst mal das, was ihr schon restauriert habt zu retten, egal was die werten Damen zu beschliessen gedenken.

Den Schaden habt doch ihr, oder?!


Grüsse, Boris



denkmalschutz aberkennen



weil wir keine Baugenehmigung bekommen, solange sich die Denkmalschutzbehörde nicht abschließend äußert. ist doch alles irrsinn, oder?



Moment mal,



du bist als Bauherr m.W. verpflichtet deine Baustelle zu sichern, also brauchst du für dein Notdach keine Genehmigung.

Schon mal in eure LBO geschaut? Baurecht geht m.W. mittlerweile vor Denkmalrecht. Was sagt denn der Leiter vom Bauamt dazu?

Gruss, Boris



denkmalschutz aberkennen



notdach haben wir, es geht um die errichtung des endgültigen daches, dessen Genehmigung zieht sich endlos und der Winter rückt näher. das macht mich wahnsinnig!