denkmalgeschütztes, Lehmfaserplatten, Eternitplatten

23.06.2016 Hannes



Hallo zusammen,

wir renovieren gerade ein 200 Jahre altes, denkmalgeschütztes Fachwerkhaus in Westfalen. Seit ungefähr 70 Jahren wurde die Wetterseite durch Eternitplatten geschützt. Nachdem nun die Platten abgenommen wurden zeigt sich, dass viele Balken schadhaft sind. Da aber die Fassade als Sichtfachwerk auch sehr gut aussieht würden wir gerne, nach umfassender Sanierung, das Fachwerk offen lassen.
Was ist eure Meinung, wäre das möglich?
Der First wurde bereits vor Jahren mit einer Holzlattung verschalt und soll auch so bleiben.
Gedämmt werden soll von innen mit 6 cm dicken Lehmfaserplatten, zum Teil soll auch eine Wandheizung eingebaut werden.

Schönen Gruß



Huhn oder Ei



Die Frage ist was war zuerst da?
Die Schäden durch Bewitterung und mangelnde Instandhaltung, deren weiteres Fortschreiten durch die Eternitbekleidung gestoppt wurden
oder
die Bekleidung a´la mode war die Ursache für die sich dahinter ausbreitenden Schäden.
Das sollten Sie mit Ihrem verantwortlichen Planer und dem Denkmalamt klären. Dann können Sie gemeinsam über die weitere Vorgehensweise nachdenken.



70 Jahre..



..aufgeschobener Sanierungsstau .
Ist halt damals schon sanierungsbedürftig gewesen und wurde gern mit irgendeiner Schale überdeckt .
Sanierung als Sichtfachwerk bedarf natürlich regelmäßiger Pflege .
An einer "Grund"sanierung führt nun aber kaum ein Weg vorbei .

Viel Mut und Erfolg
wünscht
Jürgen Kube



Wetterseite



und Sichtfachwerk beißt sich.

Hier kommt es auf tatsächlich Schlagregenbelastung, die Ausführungsdetails und Materialauswahl an!

Grüße