Denkmalschutz ja oder nein ????



Denkmalschutz ja oder nein ????

Wir haben 1999 - 2000 unser altes Bauernhaus von 1838 (also Denkmal)wieder restauriert und nach unseren Vorstellungen und den Vorgaben der Denkmalspflege hergerichtet. Es hat viel Arbeit, Schweiß, Lauferei und auch viel Geld gekostet. Aber schaut Euch die Bilder an, hab ich grad gemacht....
Wir sind dem Landkreis und dem Landesamt für Denkmalspflege unendlich dankbar, denn nicht nur ihre Vorgaben auch ihre Bereitschaft zur Mithilfe:(Baugenehmigung, Änderungsanträge, Antragshilfen und jederzeit ein offenes Ohr, Tipps und Ratschläge) haben uns sehr geholfen.
Wir haben die meisten Arbeiten abgeschlossen und fühlen uns hier sehr sehr wohl.
Ich kann nur jedem raten sich immer für und nicht gegen das Denkmal zu entscheiden.
Wenn ich dann noch an die Möglichkeiten der Steuervorteile denke............
Also: Für uns hat es sich gelohnt ein Denkmal zu besitzen.

Wer will kann mich gerne anrufen, mailen oder besuchen, ich bin gerne bereit die Hilfe zu ich erhalten habe weiterzugeben.
Gruß
Helmut





Hallo Helmut Ermisch,
insgesamt kann & darf man Euch nur gratulieren. Herzlichen Glückwunsch.!! Mir gefällt auch, daß Ihr Eure Erfahrungen auch gern weitergebt und quasi hier öffentlich anbietet. Und das Ihr anderen Mut macht, dem gleich zu tun. Das Selbst-vormachen ist die beste Vorbildwirkung für andere, ein optimales Referenzobjekt.
Endlich auch einmal eine funktionelle Erweiterung, die sich optisch gut einordnet und nicht dominant wirkt, sondern die Harmonie des Hauses, den äußeren Anblick unterstützt.
Ich freue mich auch, daß die Chemie zu den Denkmalbehörden stimmt(e). Nicht jeder Althaussanierer bringt so viel Lob hervor.
Weiterhin gutes Gelingen wünscht Euch
D.Fr.



Denkmal ? ja gerne !!!!!!!!!!!!!!!!!!



Hallo Dietmar Fröhlich,
das stimmt schon, es muß alles stimmen und passen.

Ich möchte dazu noch folgendes ergänzen:
Auch für dieses Haus war im Vorfeld eine Kosten- Nutzen-Rechnung aufgemacht worden. Als Wohnhaus mit Einliegerwohnung wäre es nicht bezahlbar gewesen.

Weil wir das Haus aber mit unserer Familie selbst bewohnen und kleine Einschränkungen wie mangelhafte Geräuschdämmung, geringerer Lichteinfall, durch kleinere Fenster und höhere Heizkosten wegen teilweiser recht hoher Deckenhöhen, (die wir zum Glück, durch unseren Kachelofen wieder auffangen können)nicht als großen Nachteil sehen, fühlen wir uns hier besonders wohl.

Wer einen Oltimer fährt, der wundert sich ja auch nicht, das seine Klimaanlage im Auto nicht funktioniert !!!!

Gruß
Helmut



Denkmalsschutz



Hallo Helmut Ermisch,
ich kann Ihre Meinung nur bestätigen. Auch wir besitzen ein Denkmal das wir gerade restaurieren. Unsere Erfahrungen mit den Denkmalschutzbehörden sind ebenfalls ausschließlich positiv. Sowohl beim Landkreis als auch bei der Landesbehörde fanden (und finden ) wir immer ein offenes Ohr und sehr nette und zuvorkommende Mitarbeiter. Ich denke aber, man muss sich als Besitzer eines Denkmals auch über die Verantwortung die damit zusammenhängt bewusst sein. Es ist ja nicht aus Spass an der Freud ein Denkmal geworden, sondern aufgrund besonderer, i. R. kulturhistorischer Merkmale die der Allgemeinheit erhalten bleiben sollen. Ein kluger Mensch hat einmal gesagt: "Nur wer weiß was war, versteht was ist".
Wenn man bereit ist ein Denkmal denkmalgerecht zu erhalten macht die Arbeit mit den Denkmalschutzbehörden richtig Spass. Und Förderungen aus dem Denkmaltopf gibt´s in der Regel auch.

Gruß Martin Wittwar



Denkmalschutz



Hallo,
dem geschriebenen kann ich nur zustimmen.
Ich stehe erst am Anfang der Restaurierung einer Bohlenstube.
Entgenen der landläufigen Meinung wurden mir keine Knüppel zwischen die Beine geworfen. Bereits im Vorfeld habe ich wertvolle Tips und Vorschläge von den Denkmalshützern (Landkreis und Land) bekommen.
Wichtig ist, daß man selbst das Haus in seiner ursprünglichen Form erhalten möchte. Dann findet sich immer eine Lösung, die dann vielleicht unkonventionell ist, aber meistens besser zum Haus passt als die Standardlösung von der Stange.

Gruß,
Volker



Genau wie Du es sagst.....



Ich renoviere meine Mühle seit einigen Jahren (muss ja auch bezahlt werden) aber dieses Jahr habe ich erstmals das Denkmalamt angerufen und ich habe Hilfe erhalten. Gute Tipps (denn die kennen viele der schon gemachten Fehler) eine mögliche Steuerabschreibung (noch in Arbeit) und alles obwohl meine Mühle nicht einmal unter Denkmalschutz steht. Nach deren ersten Besuch hier hatte man mir jede Unterstützung zugesagt da ich strengere Vorstellungen habe als man eigentlich erwartet hätte (so deren Aussage .... Stolz!)
MfG, Bernhard