KfW Förderung und (fast) Denkmal - wichtig wenn der Antrag in der Schublade liegt!

20.03.2012



Hallo,

es gibt ja ab dem 1.4.2012 bei der KfW das neue "KfW Effizienzhaus Denkmal" mit günstigen Krediten / Zuschüssen endlich auch für Besitzer "richtig" alter Häuser. Informationen dazu gibt es jetzt hier: http://www.kfw.de/denkmal . Interessanterweise kann man die Förderung auch bekommen, wenn das Haus nur "fast" ein Denkmal ist - dann benötigt man eine Bescheinigung der Kommune.

Wichtig für "echte" Denkmalbesitzer: Ab dem 1.4.2012 benötigt man auch für die anderen KfW-Fördermassnahmen (z.B. 151) einen "Energieberater für Baudenkmale"! Und von denen gibt es noch viel zu wenige...

Viele Grüße

Dirk



Die KFW



Förderung verbilligt den Zinssatz einer Förderung!

Was muß getan werden um das zu erreichen?

"Beim Standard KfW-Effizienzhaus Denkmal darf der Jahres-Primärenergiebedarf (Qp) 160 % des errechneten Wertes für das entsprechende Referenzgebäude (QP REF) betragen. "

Hiefür benötige ich einen ich einen Energieberater für Baudenmale.

Ich wage zu bezweifeln das der notwendige Aufwand im Verhältniss zur möglichen Einsparung steht.

Grüße aus Koblenz



Kann sich schon lohnen - hoffe ich...



Es gibt ja verschiedene KfW-Programme, die auch für Oldie-Häuser passen können. Wenn man sowieso plant das Haus aufwändig zu sanieren, macht es sicher Sinn sich die KfW-Förderungen genauer anzusehen. Will ich nur ad hoc ganz wenige Sachen am Haus reparieren, lohnt es sich vermutlich weniger.

Beispiel: Schafft man den KfW-Effizienzhaus 100 Standard, bekommt man bei Programm 430 bis zu 9.375 Euro direkte Förderung. Oder in Programm 151 einen Tilgungszuschuss von bis zu 3.750 Euro - bei einem Kredit im Bereich 1-1,5% Effektivzins, komplett kostenfrei zu 100% tilgbar.

Bei solchen Beträgen bemühe ich meine grauen Zellen schon ein bisschen ;-)



KfW



Wenn ich das richtig verstehe braucht man den "Denkmal-Energieberater" bei einem Denkmal grundsätzlich, wenn man KfW-Geld für energetisches Sanieren (also auch Einzelmaßnahmen) haben will. Praktischerweise ist der nächstegelegene Berater von mir aus "nur" 80km entfernt...

Aber die niedrigeren Zinsen (1,25% KfW vs. 3,5% Bank) machen sich auch ohne die Tilgungszuschüsse deutlich bemerkbar.

@Dirk, welchen Standard werdet ihr denn mit eurem Ruinchen erreichen können?



Wenn ich das mal wüsste...



... ich werd' grad ungewollt zum Experten... ehrlich gesagt steige ich nicht durch, ob bei unserem Energieausweis wirklich alle Häkchen und Tüdelchen richtig gesetzt sind um die Werte ins Formular der KfW zu übernehmen. Dafür gibts ja grade den Energieberater.
So wie ich das verstehe reicht eben bei Einreichung bis 31.3.2012 auf den alten Formularen der "normale" Energieberater, ab 1.4. braucht man den "Energieberater für Baudenkmale". Es könnte sich also lohnen, jetzt schnell zu sein...



Zu spät....



Bei mir dauert es noch etwas, bis ich den Antrag stellen kann. Bis Ende des Monats ginge das bei mir nicht mal ansatzweise. Ich warte gerade noch auf Stadt und Dankmalamt, die schon ewig auf sich warten lassen.....

Habt ihr denn noch nicht beantragt?



die Hoffnung stirbt zuletzt …



Hallo

eine Bank schenkt nichts her = These 1

billig ist immer gut = These 2

richtig nachrechnen mit allen Parametern = zu anstrengend = These 3

… dann hofft man, wenn man unterschrieben hat, dass alles gut geht und dass man "einspart" … es ist so schön, wenn man was geschenkt bekommt … auch wenn es falsche Versprechungen und Hoffnungen sind …

DAS ist ein Kernsatz der WERBUNG!

… und noch was: "Mit Speck fängt man Mäuse!"

Sparen geht anders!

Antworten gebe ich immer …

FK



KfW-Effizienzhaus Denkmal



Nur für diese Variante des Programmes Effizienzhaus braucht es den DENA-gelisteten Denkmal"Sachverständigen" , dieser zeichnet sich vor Anderen - außer seiner eh vorhandenen Qulifikation als Energieberater oder Bauvorlageberechtigtem - vor allem durch seine Bereitschaft aus der DENA eine Jahreapanage fürs Listenführen von mehreren hundert Euronen zu zahlen - daher auch die nicht allzu rege Teilnahme der "Sachverständigen" .
Mit Denkmals"eignung" hat das gar nichts zu tun .
Ärgerlich aber , daß hier eine Möglichkeit verloren gegeben wird , sinnvoll zu sanieren
Jürgen Kube
FensterEcke BrÜggemann + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke-minden.de



Leider eben nicht



@Jürgen Kube: Ich verstehe das leider so, dass man ab dem 1.4. für alle Programme bei Denkmalen einen entsprechenden Berater braucht.

Aus dem kfw Merkblatt (gültig ab 1.4., S. 2): http://www.kfw.de/kfw/de/I/II/Download_Center/Foerderprogramme/versteckter_Ordner_fuer_PDF/6000002214_M_151_152.pdf

"Darüber hinaus ist eine energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen Sachverständigen durchzuführen bei der Sanierung

- zu einem KfW-Effizienzhaus 55
- zu einem KfW-Effizienzhaus Denkmal
- von denkmalgeschützten Wohngebäuden zu einem sonstigen KfW-Effizienzhaus und bei Einzelmaßnahmen"

Also würde man selbst für Einzelmaßnahmen einen solchen Sachverständigen brauchen...

@Florian Kurz: Es gibt hier sicher unterschiedliche Ansätze, ob/wie man ein altes Haus fachgerecht sanieren kann. Die Argumente pro/contra sind hier im Artikel fehl am Platz. Für diejenigen die sich für eine sorgfältige Dämmung entscheiden, sollten schon die Möglichkeit haben, vergleichbare Förderungen vom Staat (nicht von der Bank!) zu erhalten wie Pappedeckelhausbauer.



Denkmalsachverständiger KfW



@ Dirk :da steht ja "Sachverständiger" ,also alle dier per Qualifikation oder Titel dazu gehören - das war ja auch bei den meisten Programmen bisher schon der Fall , außer eben bei den sog. Einzelmaßnahmen .
Der ominöse "Denkmalsachverständige" ist nur ausdrücklich bei dem Programm kfw-Effizienzhaus Denkmal genannt und wird in gesonderter Liste geführt .
Inhaltlich liegt der wesentliche Unterschied in der (Nicht-)Berücksichtigung Schwierigkeiten Wandfläche zu dämmen .So versteh ich es .
Jürgen Kube
FensterEcke BrÜggemann + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke-minden.de





@Jürgen Kube
Auf Seite drei des Merkblatts steht explizit:
"...bei der Sanierung von Baudenkmalen zu sonstigen KfW-Effizienzhäusern oder bei Einzelmaßnahmen sind ausschließlich die [...] "Energieberater für Baudenkmale" als Sachverständige zugelassen."

Also ist leider wirklich bei einem Denkmal zwingend so ein "Spezial-Experte" nötig.

@Florian Kurz
Ich empfinde es als beleidigend, wenn Sie allen, die einen KfW-Kredit in Anspruch nehmen wollen, unterstellen, dass sie zu dumm und zu Faul sind, sich richtig zu informieren.



Denkmal kfw



Anruf @ kfw :
Für eingetragene Denkmäler : DenkmalsV lt. Liste kfw/dena
Alle anderen Bauten wie bisher !
Jürgen Kube
FensterEcke BrÜggemann + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke-minden.de
Ns. ob da wer die kfw hat belangen wollen wg Schäden aufgrund unsachgemäßer Materialien/Ausführung ?



@ Jürgen Kube



Nur um ganz ganz sicher zu gehen (kam noch nicht dazu bei der KfW anzurufen): Für Denkmale gilt das IMMER, für ALLE Programme. Korrekt?

Fachlich versteh' ich das schon: Ich will auch nicht, dass jemand KfW-(sprich: staatlich-) gefördert ein Denkmal mit Schund verhunzt, nur weil es dafür Förderung gibt.

Nur dass das dazu führt, dass Denkmalbesitzer, die zB nur Einzelmaßnahmen durchführen wollen, finanziell deutlich gegenüber Nicht-Denkmalbesitzern benachteiligt werde (denn den Spezial-Experten muss man selbst zahlen!) ist nicht gut. Denn es ist wieder ein Argument für "Ich schmeiss die Denkmalschützer vom Hof, die wollen mein Haus unter Denkmalschutz stellen! Das kostet doch nur und bringt nix!". Damit steigt leider die Angst "vorm bösen Denkmalschützer" noch ein Stück :-(



@Dirk :



Ja, genau das war die aussage derfeundlichen , aber bestimmten Telefonberaterin der kfw-Hotline !
Was passiert wohl,wenn der Denkmalstatus nicht abgefragt wird ?
Jürgen Kube
FensterEcke BrÜggemann + Kube Zimmerei
www.fensterecke-minden.de



Experte vs. Spezial-Experte



Dirk, warum ist der Denkmalbesitzer schlechter dran als der "Normalhausbesitzer"? Ich habe nichts gefunden, dass ein Denkmal vom Baubegleitungs-Zuschuss ausgeschlossen würde. Und die blöde Regelung, dass der SV für die Einzelmaßnahmen nicht der gleiche sein darf, der den Rest macht, gab es doch bisher auch schon.

Blöd ist das auf jeden Fall für die, die schon alles fertig hatten und deren SV nicht unter den 34! Nasen ist, die aktuell auf der Liste stehen.





Aus meiner Sicht ist der Denkmalhaus-Besitzer schlechter dran, da er für jegliche Maßnahme (eben auch kleinere Einzelmaßnahmen) immer einen Experten beauftragen muss. Ja, es gibt nach weiteren Anträgen auch eine Förderung für den Einsatz des Experten, aber die Hälfte muss man selbst tragen.

In der Übergangszeit führt das daneben dazu, dass Leute wie wir Geld ausgegeben haben für einen Experten, der den "Denkmal-Stempel" nicht hat und auch nicht haben will. Und nun ein neues Gutachten bezahlen müssen mit dem richtigen "Stempelchen"...

@Jürgen Kube: Danke für die Bestätigung!

> Was passiert wohl,wenn der Denkmalstatus nicht abgefragt wird ?

Was ist damit gemeint?

Dass man ihn bei der Beantragung "vergisst"? Dann reden wir von Subventionsbetrug.

Oder was passieren würde, wenn Denkmalbesitzer wie bisher ohne Denkmal-Experten sanieren? Ja, dann würde wohl das ein oder andere Denkmal mit staatlichen Subventionen "verhunzt". Deswegen finde ich es wirklich sinnvoll, dass Denkmaleigentümer bei der Sanierung durch qualifizierte Experten unterstützt werden. Dafür würde aber aus meiner Sicht reichen, dass der von einem "normalen" Experten erstellte Sanierungsplan von Spezialisten überprüft wird.



Die hauptsächliche Frage ist doch



wer entscheidet, wer als Sachverständiger oder Energieberater Denkmal wird? Das Anforderungsprofil ist eindeutig und spricht vorwiegend BAFA Berater an. Die Praktiker die auch die dementsprechende Erfahrung haben werden nur in einem Nebensatz genannt und können unter Umständen zugelassen werden.
Ich bin mir nicht sicher, was nun besser ist zuzulassen, Theoretiker, Praktiker, oder Theopraktiker. Aber ich denk mal es wird nicht heisser gegessen als gekocht wird.
Und so wie ich das rauslese gilt dies nur für diejenigen, die staatliche Fördermittel beantragen wollen.

Die staatlichen Förderprogramme sind zwar sehr attraktiv, was die Zinsen und Rückzahlung anbelanget, aber leider nicht immer billiger als ein handelüblicher Kredit der Hausbank. Ausschlaggebender Punkt ist der Vorgabenkatalog der KFW, der eingehalten werden muss! Nichteinhaltung gleicht dem Subventionsbetrug.

Stellt man die Vorgaben der KFW, den Vorgaben der EnEv gegenüber wird man feststellen, dass die Einhaltung der EnEV (z.B. mit handelsüblichem Kredit)oft nicht nur günstiger sondern auch einfacher bzw. Bauwerksschonender durzchzuführen ist.
Es lohnt sich auf jeden Fall beide Varianten, gemessen an dem zu betreibenden Aufwand und Vorgaben, durchzurechen was auf die Laufzeit nun billiger kommt.

Grüsse