Parkett vollflächig kleben oder schwimmend ?

07.02.2008



Hallo,

ich stehe vor der Entscheidung ob ich mein Fertigparkett (Nut+Feder) vollflächig verkleben lasse oder eben schwimmend Verlegen lasse ?

Das Parkett soll bei uns ins Wohn- und Esszimmer verlegt werden. Als wir das Haus kauften waren dies noch zwei einzelne Räume. Die alte Trennwand wurde von uns entfernt um einen großen Wohn- und Essbereich zu schaffen. Der Boden wurde durch einen Fachmann mit Maxit-Floor ausgeglichen. Allerdings war der Plan damals aus Kostengründen ein billigeres Klick-Laminat zu verlegen. Somit wurde über ehemalige Mauer (läuft unten in den alten Estrich) keine Dehnungsfuge eingearbeitet sondern nur mit Gewebe überdeckt und anschließend vollfächig ausgeglichen. Risse wären bei einer schwimmenden Verlegung in der Ausgleichsmaae ja nicht so schlimm.

Jetzt habe ich aber doch Parkett gekauft und auf mein Bedenken wegen dem Kleben als Laie, hat mir der Verkäufer die Verlegung als "Gratiszugabe" gewährt. Ob vollfächig verkleben oder schwimmend ist dem Handwerker egal.

Was sind die Vorteile der beiden Methoden und wie problematisch kann es bei einer vollflächigen Verklebung aufgrund der nicht vorhandenen Dehnungsfuge werden ?
Kann man solch eine Fuge evtl. im nachhinein "einsägen" ?

Ach ja unter dem Wohn und Essbereich befindet sich der Keller.

Gruß

Sebastien





Hallo Herr Tricone,

MaxitFloor kann mit dem passenden MaxitFloor-Kleber (ich glaube, da gibt es über 10) beklebt werden. Wenn die erforderliche Höhe usw. nach Verlegerichtlinien eingehalten wurde gibt es auch nichts dagegen zu sagen. Das können Sie hier halten wie jener Pfarrer Assmann.

Interessant wäre allerdings noch, auf welchem Untergrund der MaxitFloor eingebracht wurde und ob vom Untergrund ggf. Bewegungen zu erwarten sind. Dann würde sich die schwimmende Verlegung sicherlich anbieten.

Falls Estrich oder Betonuntergrund kann genauso geklebt werden.

Hauptunterschied wäre jeoch für Sie dann der Schrittschall. Der verklebte Boden ist einfach viel, viel leiser als der schwimmend verlegte.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Die Dehnungsfuge...



...kann nachträglich geschnitten werden, danach sollte über der Dehnungsfuge ein Korkstreifen die beiden Beläge trennen.

Ob's notwendig ist, verschließt sich der Ferndiagnose. Da der Aufwand gering ist, würde ich präventiv dafür stimmen.

Mit der Verklebung umginge man das Risiko des Arbeitens der Elemente mit evtl. Geräuschen. Das muß nicht vorkommen, ist aber auch nicht auszuschließen.


Grüße

Thomas





Hallo,

schonmal danke für die Antworten.

Zur Frage wegen dem Untergrund unter dem MaxitFloor.

Als wir das Haus kauften, war der Wohn- Essbereich gefliest. Wir haben die Fliesen entfernt. Darunter war ein Betonestrich, vom Vorbesitzer vor sieben Jahren sehr laienhaft selbst eingebracht und sehr uneben, abfallende Zimmerecken unterschiedliche Raumhöhen etc. Der alte Fliesenkleber wurde mit einer Fräse entfernt und der alte Estrich mit einer Schleifmaschiene angeraut. Danach wurde ein Maxit-Haftgrund aufgebracht und eben mit MaxitFloor niveliert.

Die Dicke der Niverlierungsschicht variiert somit erheblich. An der dünsten Stelle schätze ich 4-5 mm, an der dicksten Stelle werden es so 1,5- 2,0 cm sein.

Ich denke ich werde die Dehnungsfuge nachträglich in die MaxitFloor Schicht einbringen um evtl. Rissbildungen vorzubeugen.

Ich tendiere aufgrund des Trittschalls ebenfalls zur vollfächigen Verklebung, was auch ein späteres evtl. Abschleifen des Parkets vereinfachen würde.

Danke


Sebastien





Hallo Herr Tricone,

wenn also ein Estrich darunter liegt ist hier wohl nicht mit Untergrundbewegungen zu rechnen, ein Fugenschnitt wird wohl nicht schaden.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer