Dehnungsfuge Dielenboden




Hallo, wir haben ein älteres Haus, kein Fachwerk, Verlegen aber Dielenboden weil die Holzböden lieben.

Wir haben einen Dielenboden aus Lärche mit einer Perlite Schüttung darunter auf Lagerhölzern. Darunter ist eine massive Betondecke. Wir sind im 1. Stock. Bevor wir die Sockelleisten anbringen wollen, denken wir darüber nach, ob wir die Dehnungsfuge mit einem Kompriband ausfüllen, damit es nicht stauben kann. Kann man das machen ? Wenn der Boden sich ausdehnt, kann er doch das Kompriband wegdrücken oder ?

Ist das ein Nogo oder kann man das machen ? Kennt jemand andere Lösungen ?



Zum Fugen ausstopfen



könntest du auch Hanfschnur nehmen oder Stopfhanf-etwas mühseliger aber Rein-Öko, wenn das ein Argument sein sollte.

Als Kompriband können auch die einfacheren mit 300 PA Schlagregendichtigkeit verwendet werden oder einfache PE Rundschnüre, die zum Unterlegen von Silikonfugen verwendet werden.

Alternativ hätte vor dem Verlegen des Dielenbodens der Randbereich mit Unterspannbahn, Winddichtung, Geotextil oä abgedeckt werden können

Andreas Teich



Dehnfuge im FB



Wie der Name schon sagt: es ist eine Dehnfuge, die soll Längenänderungen aufnehmen; wird sie zugestopft, tut sie das nicht mehr, dann kann ich sie auch direkt weglassen.
Ich schließe mich dem Vorschlag von Oliver an. Alles andere wird nicht dauerhaft funktionieren.



Was soll da



Was soll da stauben? Wenn da was staubt -> Staubsauger!
@Herr Teich: Geniale Vorschläge mal wieder! Immer Antworten parat, selbst auf Probleme, die es gar nicht gibt...



Was soll da



Was soll da stauben? Wenn da was staubt -> Staubsauger!
@Herr Teich: Geniale Vorschläge mal wieder! Immer Antworten parat, selbst auf Probleme, die es gar nicht gibt...



Staubentwicklung durch Perlite



Die mögliche Staubentwicklung hängt von der Unterkonstruktion und der Dielenstärke ab.
Bei korrekter Verlegung von Boden und Fußleiste wird es praktisch nicht aus dem Untergrund stauben.
Wenn die Unterkonstruktion oder der Dielenbelag flexibel sind kann es allerdings 'Pumpeffekte' geben, die uU Feinstaub nach oben befördern.

Das läßt sich nur vor Ort feststellen-
je nachdem wie oft der Staubsauger in Betrieb gesetzt wird werden Feinstaubanteile ohnehin entfernt.
Allerdings ist Perlitestaub sehr abrasiv und belastet die Oberfläche.
Bei dem Baujahr ist die Bodenkonstruktion nicht luftdurchströmt.

Im Normalfall ist Staub kein Problem-
jede alte Decke unter Holzdielen ist mit Lehm oä gefüllt und staubt nicht übermäßig.
'Ausstopfen' von Fugen ist nicht wörtlich zu nehmen.

Andreas Teich



Halt alles zurück



Hab "Perlite" überlesen!



Gut



sieht auch ein heller Teppich o.ä. nach langer Liegezeit auf Massivparkett über Schlackeschüttung aus. Der hat dann ein inverses Fischgrätmuster mit schwarzen Linien bei jeder Parkettfuge!



Fugen abdichten



Der neue Dielenboden wird hoffentlich dichter gelegt worden sein als ein alter genagelter Parkettboden auf Sparschalung.

Wie breit ist die Randfuge?
Woraus besteht die Wandoberfläche und
welche Fußleisten sollen verlegt werden?

Andreas Teich



Die Wand ist ein gestrichener Sandputz...



...wie man ihn in den 60ern gemacht hat. Die Fuge rundherum ist ca. 1-1,5 cm breit. Als Sockel wollte ich Fichtenleisten Ölen und an die Wand schrauben.

Bis hierhin schon mal VIELEN DANK für die vielen interessanten Beiträge...insbesondere der mit dem Stopfhanf...aber stinkt doch immer so



Fugenabdichtung



Hallo Elmo
Klebeband geht sicher schnell aber ob es auf dem Putz dauerhaft hält?
Ihr wollt ja auch nicht alle Fußleisten demontieren um es wieder anzukleben.
Ich habe auch bei uns massenhaft Fensterfugen bei neuen Passivhaus-Lärchenfenstern mit Hanf ausgestopft- da hat aber nichts gerochen.
Oder wo hast du so etwas bemerkt?
Vielleicht war es feucht geworden?
Hanf wird ja schon seit Jahrhunderten zum Abdichten genommen-auch schon bei alten Schlössern und Burgen zur Fensterabdichtung verwendet und Installateure benutzen es immer noch.
Vorteil ist dass es sehr resistent ist und bei Feuchtigkeit aufquillt.
Das wird in deinem Fall nicht notwendig sein-
du kannst es aber auch einfach durch die Fuge drücken, sodass es auf der Perlite liegt und die Luftbewegung reduziert. Der Spalt ist ohnehin breit genug.
Wenns doch etwas nach Natur riecht merkt man das ja nur beim dicht am Boden Putzen- ihr schnüffelt ja nicht immer an der Fußleiste...

Andreas Teich



Naja



Hanffasern haben schon einen merklichen Geruch, aber eher nur wenn man sie direkt unter der Nase hat.

Klebeband auf Putz hält meiner Erfahrung nach eher bescheiden, das hat mein Vater als Dampfbremse versucht, weil in einem Zimmer immer der Qualm aus der Wohnung darunter durch alle Ritzen gekommen ist. Das ist jetzt ein paar Jahre her und die Hälfte hat sich wieder gelöst.



Hanf brandgefährdet?



Ich habe auch schon einige Fugen im Haus mit Hanf gestopft. Ist eine feine Sache, zumdindest in später überbauten/überputzten Fugen.
Bei offenen Randfugen hätte ich aber ggf. Bedenken wegen Brandgefahr, z.B. wenn ein Kaminofen im Raum steht und bei Nachlegen ein paar Funken fliegen, oder wenn aus feierlichem Anlass Wunderkerzen gezüdnet werden. Wenn die Fugen nach dem Stopfen noch mit Fußleisten verdeckt werden, mag es allerdings gut sein.
Zu fest stopfen darf man aber auch nicht, Dehnung der Dielen soll ja möglich bleiben.
Kompriband wäre sicherlich auch eine gute Lösung gegen Perlitestaub, kommt darauf an, wie gut man es noch in die Fugen bekommt.



Fugen abdecken



Hier werden die Fugen aber durch die Fußleisten abgedeckt.

Offene Fugen in diesem Bereich würden ohnehin sofort verschmutzen.

In anderen Bereichen könnte der Hanf sparsam mit Wasserglas bebesprüht werden, wobei allerdings auch positive Eigenschaften verloren gehen.

Also besser generell Fugen abdecken- schon um Schmutzeintrag, Insekten, Konvektion etc zu vermeiden

Andreas Teich