Deckenheizung in Bad ohne Dämmung sinnvoll?

18.11.2021 grericht


Hallo,
unser EFH/Neubau ist fertig und bezogen. Alles FBH. Um im Bad wohlige 23Grad zu erreichen müssen wir aber unsere Erdwärmepumpe recht hoch fahren und dafür alle anderen Räume so sehr abregeln, dass diese wenig als Speichervolumen taugen. Im zweiten Bad ist die Heizfläche so klein, dass aktuell bei 22Grad schluss ist.
Statt einer Zusatzheizung im Bad würden wir gerne versuchen die Heizfläche in beiden Bädern zu vergrößern. Die Heizzkreisverteiler sind zum Glück jeweils ind en Zimmern und haben noch freie Anschlüsse, da wir das schon vorher vermutet hatten.
Im Dach-Bad ist die Sache wohl relativ einfach. Dort ist an den Dachflächen innen und als Dämmung zum Spitzboden eine harte Holzfaserdämmung. Diese würden wir direkt Verputzen und dabei die Heizschläuche mit einlegen/einputzen.
Unter dem Dach-Bad liegt das "Haupt-Bad". Dort haben wir an die Betondecke mit Holzleisten geschraubt und an diese 22mm Lehmplatten und diese mit Lehm verspachtelt. Nun überlegen wir dort auch noch etwa 20-25mm Lehm mit eingearbeiteten Heizschläuchen aufzubringen. Das ganze ist dann etwa 5cm dick und hat schon ein ordentliches Gewicht. Ich würde nochmal berechnen, wieviel dann an jeder Schraube und Leiste hängt, glaube aber, dass das noch passt. Zu denken gibt mir, dass wir zwischen Beton und Lehm keine Dämmung außer der Luft haben (etwa 25mm). Da das andere Bad direkt darüber liegt sollte ja keien "Wärme verloren gehen"? Wass meint ihr? Kann es das bringen?





Für zielführende Überlegungen wäre zunächst die Raumheizlast zu ermitteln und die Kreisaulegung zu bestimmen. Für die Normtemperatur von 24 Grad Celsius in Bädern wird 25 Prozent mehr Heizleistung benötigt. Die Oberflächentemperatur der Bodenfläche darf maximal 33 Grad Celsius betragen.

Das müsste so geplant und (korrekt) ausgelegt worden sein. Das sollte zunächst recherchiert werden.



Lehmbauplatten dick verputzen



An eine an der Decke hängenden Lehmbauplatte nochmal mind. 25 - 30 mm Lehmputz zu hängen halte ich für sehr gewagt. Selbst bei 12er Rohr werdet ihr den Putz kaum dünner aufziehen können, weil die Montageschienen zusätzlich einige mm auftragen und das Rohr in den wenigsten Fällen so exakt installiert werden kann, dass es nicht doch irgendwo etwas weiter absteht.
Lehmbauplatten sind grundsätzlich nicht dafür gedacht dick verputzt, sprich arg durchfeuchtet zu werden. Ihr müsstet diese Lehmpackung in vielen einzelnen Lagen auftragen und diese jedesmal durchtrocknen lassen, bevor die nächste drauf kommt. Fragt lieber den Hersteller der Lehmbauplatten, ob und wie ihr das machen könnt!!!



Heizlastberechnung



"Für zielführende Überlegungen wäre zunächst die Raumheizlast zu ermitteln und die Kreisaulegung zu bestimmen. Für die Normtemperatur von 24 Grad Celsius in Bädern wird 25 Prozent mehr Heizleistung benötigt. Die Oberflächentemperatur der Bodenfläche darf maximal 33 Grad Celsius betragen.
Das müsste so geplant und (korrekt) ausgelegt worden sein. Das sollte zunächst recherchiert werden. "
Heizlastberechnung hat stattgefunden. Aber erst nach Fertigstellung. Dabei ist trotzdem von den ganzen geplanten Sachen ausgegangen wurden, auch von Dingen die so nicht mehr geplant waren. zB war ursprünglich ein zusätzlicher Badheizkörper mit am HKV geplant. Der wird es definitiv nicht werden. Als Alternative zur zusätzlichen Deckenheizung steht ein Elektroheizkörper zur Debatte.
In der Berechnung ist das Bad mit 0,9 und die Zusatzheizung mit 0,7l/min eingeplant. Aktuell läuft die FBH mit 2,2l/min. Die Schläuche sind im Haus überall die gleichen mit fast überall gleichen Abständen. Also die geführten l pro Kreis sidn sehr ähnlich. Im Bad ist aber halt nur ein Kreis und in den meisten anderen Räumen 2. Das hätte man sicher besser planen können, in dem die anderen Räume größere Abstände erhalten. Aber ist jetzt halt so geworden. Und auch da hätte ich den Vorlauf wohl ordentlich hoch drehen müssen. Für mich ist die Lösung einfach mehr Heizfläche im Bad zu suchen.
Raumheizlast sind 449. Die angegebenen 24Grad schaffen wir aber nicht (bei 23Grad ist Schluss) bei 35Grad VL. Und eigentlich will ich den Vorlauf noch 1-3Grad runter nehmen um in den anderen Räumen mehr Durchfluss einstellen zu können. Dafür brauch ich aber halt auch mehr Heizfläche im Bad.
Kurz: Klar würde das auch so gehen, dann aber alle anderen Räume fast ohne Durchfluss und 35/37Grad Vorlauf, wass wir nicht wollen. Die Heizfläche ist einfach zu klein im Bad.



Aufbau


Aufbau

"An eine an der Decke hängenden Lehmbauplatte nochmal mind. 25 - 30 mm Lehmputz zu hängen halte ich für sehr gewagt. Selbst bei 12er Rohr werdet ihr den Putz kaum dünner aufziehen können, weil die Montageschienen zusätzlich einige mm auftragen und das Rohr in den wenigsten Fällen so exakt installiert werden kann, dass es nicht doch irgendwo etwas weiter absteht.
Lehmbauplatten sind grundsätzlich nicht dafür gedacht dick verputzt, sprich arg durchfeuchtet zu werden. Ihr müsstet diese Lehmpackung in vielen einzelnen Lagen auftragen und diese jedesmal durchtrocknen lassen, bevor die nächste drauf kommt. Fragt lieber den Hersteller der Lehmbauplatten, ob und wie ihr das machen könnt!!! "
Auf deem Bild ist die Konstruktion gut zu sehen. Jeder LehmPlatte ist mit 18Schrauben an 6 Holzlatten die mit 18 Schrauben am Beton hängen.
die Platten haben "keinen Hersteller". Die hab ich bei Kleinanzeigen preiswert bekommen. Es ist 22mm Lehm in Beidseitiger Armierung. Sie sind 60x120. Das macht ein gewicht von etwa 30kg. Selbst wenn sich die Dicker verdreifachen sollte sind wir bei 90kg an 18Schrauben. Da mache ich mir eigentlich noch keine Sorgen.
Ich hatte eigentlich gehofft ohne Montageschienen zu arbeiten und die Schläuche direkt einzuarbeiten in dem ich in mindestens 2, wahrscheinlich 3 Schichten arbeite. Gemacht habe ich das aber noch nicht. Dazwischen kann ich aber genug Zeit zum durchtrocknen einplanen!
Das ganze mache ich aber nur, wenn ich erwarten kann, dass ich damit die effektive Heizfläche im Bad sinnvoll vergrößere. Alternativ würde die Außenwand auch zur Wandheizung taugen. Da dort das Fenster ist, bekomme ich da aber nicht so viel Fläche zusammen.





Hydraulisch müsste es eigentlich funktionieren. Ihr müsst einen Abgleich machen. Bei den gegenwärtigen Außentemperaturen ( 6 bis 9 Grad Celsius) haben wir maximal 30 Prozent Heizlast, wenn ihr jetzt bei 35 Grad Vorlauf ist das zuviel.

Wie ist den die Raumgröße und die Rohrlänge bzw. Verlegeabstand? Mehr Kreise nur wenn Rohrlänge bzw. angestrebter Differenzdruck überschritten, das dürfte hier nicht das Problem sein.

m = Q
---------------------------- kg / h
1 , 1 6 3 × ( J V - J R )


449 W
---------------------------- = 77 kg / h = 1,3 kg / min
1,163 Wh Kg K x (34-29)



Ergänzungen



zur Heizlast/Heizung: Die WP ist Rücklaufgeführt. Ich bin da noch sehr am experimentieren. Aktuell habe ich sie wie folgt eingestellt: Festwert RL: 27° und Hysterese 2,5° (ist hier eine wirkliche Hysterese also wirklich +-) mit einer Absenkung früherAbend-2Uhr Nachts und Vormittag-12Uhr. Die Idee dahinter: Ich weiß, dass große Temperaturunterschiede in einem kfw55 Haus nicht möglich sind. Trotzdem würde ich gerne die Heizung "zur richtigen Zeit laufen lassen". Sie springt also aktuell also nur 2 mal am Tag an (2Uhr und 12Uhr) und läuft dann jeweils für etwa 3-4h. Sie läuft an keinem Tag mehr als 8h (auch bei Minusgraden). Bedeutet, dass da noch viel Spielraum ist und wir fernab der maximalen Heizlast sind. Konkret bedeutet dass für mich, dass wir mit der 8kw Pumpe eigentlich fast doppelt zu groß "kalkuliert wurden" und uns eine 4kw Pumpe wohl auch gut gereicht hätte. Die würde jetzt wohl so 12h und bei Minusgraden halt mal bis zu 20h laufen. Das führt dazu, dass wir mit etwa 3h Zeitversatz (also ab 5Uhr früh - Aufstehzeit - und 15Uhr MIttags) für etwa 3-4h das Temperatur Maximum in den Zimmern haben und dann die Temperatur bis zum neuen anspringen etwa 0,3-0,5Grad absinkt. Das bedeutet aber auch, dass ich eigentlich Rücklaufgesteuert von 25-maximal2,5Grad auf 27+2,5Grad also analog 26°RL mit 3,5Hysterese arbeite - mit dem Unterschied, dass ich zeitlich steuere wann die heißesten Zeiten sind.
Ich könnte natürlich auch 26°RL und eine kleinere Hysterese einstellen. Würde aber dazu führen, dass die WP mehr als zweimal anspringt und dafür nur kürzer läuft. Das will ich gerne verhindern. wobei auch 4* 1,5-2h in Ordnung wären. Ich könnte das natürlich trotzdem Zeitlich versuchen mit Absenkung etwas zu steuern, bin aber aktuell sehr zufrieden.
Statt einem hydraulischen Abgleich habe ich einen thermischen Abgleich durchgeführt. Mehr Heizlast bekomme ich ins Bad aktuell nicht rein, da maximaler Durchfluss. Es sei denn ich lasse die Heizung häufiger und/oder länger laufen. Alle anderen Räume habe ich dann soweit abgeregelt, dass es ausreichend warm ist. Das führt dazu, dass es in vielen Zimmern nur noch sehr wenig Durchfluss gibt und trotzdem schon 21-22Grad - also zu warm - ist. Noch weiter abregeln will ich ungern, da kleine Räume quasi schon aus sind.

Da ich grundlegend mit der aktuellen Temperatur im Bad (fast) zufrieden bin, es hat hier zu den Spitzenzeiten 23-23,5Grad und sinkt auf 22,5-23Grad, geht es nur um Überleguzngen zur Steigerung der JAZ bzw. Produktivität der Pumpe. Und dazu würde ich gerne den Rücklauf etwas kälter stellen ohne Heizlast im Bad zu verlieren. Deswegen sehe ich als Möglichkeit nur die Heizlast im Bad erhöhen/erhalten durch eine zusätzliche E-Heizung oder durch mehr Durchfluss in form von mehr Heizschlauch.





Ohne hydraulischen Abgleich macht ein thermischer Abgleich (Einstellung bzw. Optimierung der Heizkurve) keinen Sinn. Gerade wenn du niedrige Systemtemperaturen willst, was für einen wirtschaftlichen Betrieb notwendig ist.

Leistung ist Arbeit mal Zeit! Bei langen Heizpausen reduziert sich auch die Leistung die ins Gebäude integriert werden kann. Lieber Vorlauf runter und Laufzeit erhöhen.

Auch ist die Raumlufttemperatur bei Flächenheizung nur ein mittelbarer Maßstab um die Energiebilanz zu prüfen, da ein Großteil der Wärmemenge als Wärmestrahlung (= Quantenphysik nicht Thermodynamik) abgegeben wird. Diese elektromagnetische Strahlung bringt dann Atome bzw. Moleküle zur schnelleren Schwingung. Diese Bewegungsenergie definieren wir physikalisch als Temperatur.

Wärmestrahlung erwärmt demzufolge gewichtigere Materialien besser (Dichte von Luft (20 °C) 1,2 kg / m3; Dichte Mensch 1020 kg / m3; Dichte mineralische Baustoffe 1700 - 2000 kg / m3)

Die Heizleistung ergibt sich aus Oberflächentemperaturen bzw. deren Differenzen.

Auslegung von Heizflächen für Fussbodenheizungen stellt diesen Zusammenhang zwischen Heizleistung und Fussboden-Übertemperatur heraus.

Im Auslegungsfall braucht man bei 23 Grad Celsius Raumluftemperatur um die. 28 Grad Celsius Bodentemperatur um die Heizleistung von 45 Watt / qm abzurufen. Du kannst theoretisch mit dem Vorlauf runter!

Kreisauslegung ? Heizzeit !



ich habe viele Fragezeichen im Kopf



vielen Dank auf jeden Fall für deien aktive Beantwortung meienr Unklarhieten. Gerne werde ich dann auch nochmal intensiver darauf eingehen. Aber auf die Schnelle:
"Lieber Vorlauf runter und Laufzeit erhöhen"
Das verstehe ich nicht. bzw kann ich das am vorhandenen System ja nicht beeinflussen?! Das System ist fertig und läuft. Ich könnte natürlich nach 0,5Jahren Komponenten austauschen aber das halte ich nicht für Nachhaltig. Ja, man hätte Sachen anders planen können aber das ist halt jetzt erstmal zu spät.
Mit jeder Stunde Laufzeit des Verdichters wird etwa 8kW Heizleistung erzeugt. Die Zwangsläufig irgendwo hin muss/geht. Es hängt ein 600l Schichtenspeicher dran, was aber im Vergleich zu 220qm Estrich mit FBH fast zu vernachlässigen ist. Es gibt keine Möglichkeit die Heizleistung des Verdichters pro Zeiteinheit zu reduzieren?!
Ich kann natürlich den Vorlauf runter nehmen. Das kann ich aber nicht direkt. Ich muss dann die Hysterese und/oder den Rücklauf kleiner einstellen. Bei gleicher Heizlast ins Haus wird das aber an der Laufzeit des Verdichters nicht viel ändern - maximal im niedrigen Prozent Umfang wie sich halt der COP verändert (oder habe ich hier einen Denkfehler?)
Wenn ich die Laufzeit (des Verdichters) verlängere wird sich zwangsläufig auch der Vorlauf erhöhen (je nach Mischerverhältnis wird ja erwärmtes Wasser parallel dem Heizkreis zugeführt).
Aber nochmal kurz: Die Laufzeit des Verdichters zu verlängern führt im gleichen System bei dem die Heizleistung des Verdichters gleich bleibt ja zwangsläufig zu einer Erhöhung der Heizleistung des Systems (erstmal egal wie ich das dann verteile).
Alternativen um den VL zu reduzieren sind niedrigerer RL und/oder Hysterese. Je nach geneuer Einstellung bedeutet dass ja, dass ich dann wahrscheinlich häufigere Startzeiten aber dafür kürzere Laufzeiten habe. Die Summer der Zeiten bleibt bei gleicher Heizleistung ins Haus gleich?!
Vielleicht verstehen wir uns auch falsch: wenn ich sage, der VL heizt bis auf 35 Grad bedeutet dass, dass die WP bei RL=VL=22,5-23Grad startet für 3-4h zu Verdichten, bis der RL bei 29,5°ist. Der VL ist in dem Moment bei etwa 35°. Dann schaltet die Pumpe ab und die VL Temperatur sinkt innerhalb der nächsten halben Stunde schon wieder auf etwa 28° und der RL auf etwa 27,5° -> und dann wälzt die Heizungspumpe das Wasser für etwa 8h so um bis es wieder bei etwa 23° ist. Dazwischen nutzt es den kleienn Tropfen auf den heizen Stein aus dem Schichtenspeicher um die Temperatur so lange wie möglich über 27 bzw in den Absenkzeiten über 25 Grad zu halten.



hydraulischer Abgleich



Da der hydraulische Abgleich im Bad mit einem Heizkörper gerechnet wurde den es nicht gibt kann ich ja nur dort den Durchfluss der FBH maximieren. Wenn ich dann die anderen Ventile laut hydraulischem Abgleich einstelle wird es halt im Bad immer noch nicht warm genug (es fehlt halt auch bei maximalem Durchfluss der zusätzliche Heizkörper), in allen anderen Räumen wird es aber so warm wie vereinbart.
Um dann die Temperatur im Bad zu erreichen kann ich nur eine zusätzliche Heizleistung dort einbringen oder insgesamt die Heizleistung der Wärmepumpe anheben. Dann wird es aber zeitgleich in allen anderen Räumen auch wärmer. Die muss ich also dann per thermischem Abgleich abregeln. Genau das habe ich getan. Das funktioniert auch super toll AUßER, dass ich der Meinung bin die Wärmepumpe könnte effizienter laufen wenn ich alle Räume nach hydraulischem Abgleich einstelle, dann aber die Wärmepumpe soweit runter regele, dass es nicht zu warm wird aber halt vorher schon weiß, dass ich die Heizleistung die ich ins Bad bringe irgendwie erhöhen muss. Das würde wohl die Speicherfunktion des Estrichs erhöhen und die des Schichtspeichers noch mehr vernachlässigen.



der übliche neubau/auslegungswahnsinn ;)



dazu ne fixe WP mit ordentlich sicherheitszuschlag.
dauert wohl noch ein paar jahre, bis die branche flächendeckend bei niedrigenergie angekommen ist ;)

du versuchst also auf kosten des komforts taktreduzierend zu fahren.
prinzipiell ok.
die unterdeckung im bad ist leider immer noch standart, hätte aber vorab besser geplant werden können.
vermutlich hast du nun saubere thermische kurzschlüsse. meint: der rücklauf wird unnütz hoch zurück kommen und die RTs passen trotzdem nicht.

verabschiede dich von den 24C im Bad. 23 z.b. reichen auch.
oder dämme die innenwände vom bad zusätzlich.
WH und DH kannst du perfekt mit FBH kombinieren.
allerdings hat Karl-Heinz schon recht, die lehmbauplatten könnten die durchfeuchtung mit spontaner liebesbekundung erwidern und dich umarmen wollen... von oben.

macht vielleicht sinn diese durch holzfaserplatte oder heraklith zu ersetzen , oder die rohre besser noch direkt an die betondecke zu hängen und zu verputzen. dann wird der beton auch noch aktiviert und speichert mehr Energie zwischen. (wie eine teil-bka)
denn WH und DH auf dämmung ist eher flink als träge wie tonnen an estrich. da brauchst du dann eher zeitlich konstante temperierung.

egal wie, je mehr heizfläche im bad zusammen kommt, desto tiefer kommst du mit den systemtemps.(falls kein anderer problemraum vorhanden ist - siehe raumweise heizlastberechnung)

lass die maschine mehr takte machen. bei ner fixed sind sind 12 takte/tag auch ok. in der übergangszeit auch mehr. moderne verdichter machen 100000 starts mit. die sollten halt nicht in 5 jahren zusammenkommen.

taktangst wird bald auch behandelbar sein ;D

um es mal ketzerisch auszudrücken: je eher die hin ist, desto eher kannst du eine passende einbauen, die besser auch modulierend ist.

bis dahin bist du eigentlich auf dem richtigen weg.
mess mal die rückläufe der einzelnen kreise. da sollte am besten nur wenig differieren ( abgesehen von z.b. SZ)
alles was zu warm zurück kommt, treibt die VL hoch und benötigt mehr heizfläche.



Lehmbauplatten dick verputzen, die Zweite



Einer der Schwachpunkte bei unter der Decke montierten Lehmbauplatten (LBP) sind die verwendeten Schrauben. LPB-Hersteller empfehlen oder bieten Schrauben mit etwas größeren Köpfen an, defacto sind das längere Möbelrückwandschrauben, ähnlich den aus dem Holzbau bekannten Tellerkopfschrauben nur eben mit kleinerem Tellerkopf. Solange die LPB trocken und fest sind halten dieses Schrauben. Werden die Platten aber zu feucht und somit zu weich, reißen die Schrauben durch die Platten durch. Erst recht, wenn sie beim Anschrauben schon durch die Gewebearmierung der Platten durch gezogen wurden.
Eine Option wäre vielleicht statt deren metallene Dämmstoffteller (z. B. Fischer HV36) zu verwenden, um eine größere Auflage-/Andruckfläche zu erhalten.
Eine andere Option wäre vielleicht die Klippschienen der Heizschlangen so zu montieren, dass sie durch die LBP durch, an/in die Dachlatten geschraubt werden, damit das Gewicht der Heizschlangen und dem Lehmputz der an/hinter/zwischen den Heizschlangen klebt an den Latten und nicht den Platten hängt. Den dicken Putz muss man aber trotzdem und auf alle Fälle in mehreren dünnen Lagen aufziehen, die zwischendrin immer völlig durchgetrocknet (trocken geheizt) sein sollten. Dabei lieber etwas länger warten, damit auch die durchfeuchteten LBP selbst auch austrocknen können.
An Deckenbereichen an denen keine Heizschlangen montiert sind, könnte man statt dickem Putz ein zweite Lage LBP zum Auffüttern drunter schrauben. Evtl. zusätzlich mit einer dünnen Schicht Lehmkleber dazwischen, der a) die beiden Plattenlagen zusätzlich miteinander verklebt (und somit aussteift) und b) um mit dieser Kleberschicht noch etwas an Höhe/Dicke auszugleichen.
Gewähr übernehme ich allerdings für dieses Gedankenspiel keine. Aber: Versuch macht kluch... ;-)

Was mir völlig schleierhaft ist, ist, wie du die Heizschlangen "direkt einarbeiten in mindestens 2, wahrscheinlich 3 Schichten" willst.....????..... Irgendwie musst du die doch an der Decke anbringen bevor du sie einputzt. Mit in die Latten geschraubtem Lochband? Und das unter der Decke? Viel Spaß....ich befürchte das wird nix. Dann würde ich eher einen Infrarotstrahler empfehlen, der bei Bedarf eingeschaltet wird.



Deckenheizung



Ich hätte da auch starke Bedenken, dass die Decke hält. Mag sein, dass es funktioniert aber ausprobieren wollte ich es nicht. Sollte der Lehm runterkommen, ist die große Sauerei da.

Ich würde versuchen, die Lehmbauplatten irgendwie nochmal runter zu holen. Dann eine Deckenheizung in Wärmeleitprofilen montieren und anschließend wieder mit Lehmbauplatten verkleiden. Das ist vermutlich der geringstmögliche Aufwand und Ihr habt eine verlässlich stabile Decke. Hier zwei Links, wie es bei uns ausgesehen hat:
https://www.hausen8.de/artikel/deckenheizung-klimaprofile
https://www.hausen8.de/artikel/deckenheizung-heizrohre

Viele Grüße
Tilman



Klemmschienen in der Betondecke befestigen?



Ich hab lange nichts mehr vermeldet, da ich das Thema Baddecke erstmal hinten angestellt habe. Grundlegend funktioniert ja alles. Die Idee den Deckenaufbau nochmal komplett neu zu machen hab ich im Kopf. Ebenso, dass ich es erstmal mit einer Infrarotheizung versuchen werde. Dann könnte ich wohl die Vorlauftemperatur etwas senken und vor allem in der Übergangszeit die ganze Heizung früher abschalten und trotzdem ein warmes Bad nutzen.

Trotzdem nochmal zur Decke: Die Aufbauhöhe ist mir ja nicht so wichtig. Klar könnte ich die alte Decke runter holen. Aber ich könnte diese Klippschienen der Heizungsrohre dorch sicher auch durch die Lehmdecke, durch die Luftschicht/Holzleisten direkt in den Beton verankern. Da würde ich die derzeitige Decke gleich noch nachträglich befestigen durch die Klippschienen und die zusätzliche Schicht von etwa 3cm Dicke mit Rohren und Überputz sollte doch auch halten, oder?
Dann würde die Frage bleiben wie schlimm es ist, dass Zwischen Betondecke und Heizung nur eine Schicht Luft ist. Keine Dämmung. Aber wie gesagt: überm Beton ist nochmal Dämmung und eien FBH. Der Wärmeeintrag geht also auf jeden Fall nicht verloren.



Re: Klemmschienen



Grundsätzlich könntest du schon die Montageschienen durch die Deckenbeplankung im Deckenbeton verdübeln. Bedenke nur dass du Unmengen von Löcher bohren musst. Da wirst du das eine oder andere Armierungseisen "treffen"...... ;-)
Um die Anzahl der Bohrungen zu minimieren, verwende am Besten die "Rohrfix"-Schienen der Fa. Roth. Die sind in einem Stück 2,50 m lang und die verwindungssteifsten die mir bisher untergekommen sind. Die hängen nicht so schnell durch wie die aus 25 od. 50 cm langen, zusammengesteckten "Billigheimer", die im Baumarkt oder vielen Onlineshops angeboten werden. D. h., man kann den Abstand der Befestigungspunkte bei den Rohrfix-Schienen größer halten. Eine Abbildung und Typenliste findest du unter https://www.roth-werke.de/de/files/TI_FHS_Wand-Heiz-_und_Kuehlsysteme.pdf, auf Seite 7.

Bohre nicht durch die Lehmbauplatten mit eingeschaltetem Schlag! Das "zerfetzt" die Rückseite der Platten unkontrollierbar. Verwende keine Lehmbauplatten die mit Jute ummantelt sind. Die Jutefasern können sich um den Bohrer wickeln!

Ein leerer Hohlraum über der abgehängten Decke ist in dem Fall kein Problem, da das darüber liegende Geschoss auch beheizt ist und eindiffundierte Feuchtigkeit ja auch nach unten wieder raus kann, wenn die Luftfeuchtigkeit im Bad wieder niedriger ist.

Gruß,
KH