Deckendämmung Beton innen

29.09.2017



Hallo, am Anbau der 30er jahre wurde eine Betondecke nebst T Trägern erstellt, ca,25qm.
Darüber wiederum eine, wie ein Satteldach, ca 70 cm (Gibel, Mitte) noch eine Decke mit Bitumen beklebt. Da der Dachstuhl am Haupthaus nebean erneuert wurde, wurden als Schleppdach über diese Konstruktion etwas steiler Sparren neu gesetzt.
Also "Dach" überm Dach. Nun soll die Decke gedämmt werden, da sehr kalt.

A: Die "große" Lösung , den gesamten Altbestand (Beton/Träger) raus, darüber das neue Dach dämmen und an der angesetzten Seite der Sparren GKT Leichtbauwände, auch Giebel erstellen. Somit ergibt sich ein höherer Raum mit Dachschräge.

B: Die Decke (230cm Raumhöhe) von innen mit PUR Platten 40-50mm WLG ca.024 mit anzudübeln und dünner Lehmputz.

Die Seitenwände sind aus 36er Feldbranntziegel mit 50 mm Multiporplatten, somit Diffusionsoffen.

Was sollte ich machen? Wegreißen fehlen mir die Arbeitskräfte. Kleine Lösung: Wie genau die Ausbildung/Taupunkt-Feuchtigkeit ?
Danke



Multipor?



oder kann ich von innen auch 50mm Multipor kleben, wie an den 3 Aussenwänden??



Dämmung



Kannsrt du ein Bild von innen und außen machen, ggf noch eine Skizze.
Wo in NRW ist das Gebäude?
Wird das als Wohnraum genutzt?
Wie ist der übrige Wand- und Bodenaufbau?
Wieso wurde erst eine Betondecke und dann noch darüber ein Dach gebaut? und dann noch ein weiteres???

Die Planung scheint mir etwas sonderbar zu sein.

Andreas Teich



richtig herum



Anbei eine Skizze. Dieses Betondach ist auf den Schrägen mit Schweissbahn beklebt, warscheinlich ende der 30er J. erstellt.
Ich vermute eine Verlustschalung unter der schrägen Decke. Die Decken haben Doppel T-Träger. Das Haus hat 36er VZ, von innen mit 50mm Multipor an den Aussenwänden gedämmt.
Ein großer Aufwand wäre diese Betondecken wegzureißen, die neue darüberliegenden Sparren mit Mineralwolle und Folie wie Dachbodenausbau vorzubereiten. Die Idee ist ein Ständerwerk gedämmt zum HH-Dachboden hin, somit hätte ich eine große Deckenschräge und Raumhöhe. Gut Gedämmt.
-Einfache Lösung: Multipor unter die Kinderzimmerdecke oder WLG 024 PUR Dämmplatten mit Fliess, die mit dünnem Lehmputz versehen werden.
Vorteil zu A ist auch, es gibt noch keinen richtigen Zugang zum Dachboden, nur in der Deele ist im 1,OG Scheune ein 70x70cm >Loch in der Wand...
Ich wollte einen Aufgang später in die neue Wand vom Ki Zi zum Dachboden schaffen, mit Wechsel.



Bild..



...vergessen!

Mist, das Bild wird nicht gedreht übernommen!
Entschuldigung!



Ratschläge



Hallo, wer kann mir denn jetzt Helfen oder Ratschläge geben?
Danke



Multipor



Multipor müssen bei Verwendung an der Decke wenn sie gespachtelt und armiert werden mit Dübeln befestigt werden. Ein ziemlicher Aufwand. Ich habe gerade welche im Keller an die Decke geklebt, da geht das ohne wenn sie nicht verputzt werden.

Vielleicht eine andere Idee. Den Betonhohlraum anbohren und mit Schüttung füllen. Aber keine Ahnung was da drin sein soll. Vermodertes oder nicht vermodertes Holz von der möglichen verlorenen Schalung? Eigentlich sollte die Luftschicht auch ein wenig isolieren. Wenn die Fachleute dazu nichts zu sagen haben.

Ich persönlich finde 2,3 Meter schon relativ gering.



Deckenaufbau



Das so wenig Vorschläge kommen liegt an Ihrer Schilderung und an der Zeichnung.
Da stimmt was mit dem Aufbau nicht.
Ehe nicht die Ausgangslage sicher definiert ist ergibt es keinen Sinn über einen wahrscheinlich fiktiven Aufbau zu spekulieren.
So wie Sie es beschrieben und skizziert haben würde keiner bauen.



Dachdämmung



Wenn tatsächlich auch das flachgeneigte, blau gestrichelte Satteldach aus Beton wäre ist das eine ziemlich abstruse Konstruktion.

Das könnte zumindest mit Zellulose ausgeblasen werden wenn einige ca 80-100 mm Löcher hineingebohrt werden.

Da dabei trotzdem Wärmebrücken besonders an der äußeren Wand-/Dachecke bleiben würde ich hier von innen eine etwa 50 mm dicke und 30-50 cm breite Dämmplatte an die Decke kleben- wegen besserem Dämmwert ggf zB auch eine PUR/PIR-Platte.

Die senkrechte, gestrichelte, rot durchgekreuzte Wand sollte nicht ohne neu erstellte Stützkonstruktion entfernt werden, falls sie die Sparren unterstützt. Auf den Fußpunkt dieser Wand würde ich auch noch auf das Betondach Dämmung aufbringen, die ansonsten hier auch eine Wärmebrücke besteht.

Andreas Teich



Skizze



Hallo Herr Böttcher,
klarbaut keiner so. Der Anbau links, Küche KiZi mit den beiden Decken (blau gestrichelt) war der Ist Zustand der 30er. Die Gibelwand ist aus 24wer Ziegeln. Auf den Schrägen ist Bitumen /Schweissbahn. Da wir bei Starkregen immer in der rechten Kehle Undichtigkeiten / zu klein ausgeführte Rinne Wasser in den Innenwänden hatten, war die einfachste Lösung bei Erneuerung des Dachstuhls Haupthaus auch ein Schleppdach anzusetzen, welches über das Alte verläuft. Somit ist der Anbau und die alte Aussenwand HH. Trocken. Der Dachboden ist offen. Im Winter ist es oben sehr kalt, deshalb die 2 Lösungen. alten Schmodder wegreissen oder nur Innendämmung.
LG Jörg
Danke



Dachaufbau



Warum zum Teufel sollte jemand so dämlich sein ein Dach in dieser Art zu bauen?
Selbst Sie als Laie erkennen den Nonsens.
Diese Frage ist es die mich davon abhält Vorschläge zu machen.
Ich traue dem genannten Aufbau nicht.



Dachaufbau



Fragen wir mal andersrum:
Gibt es Anzeichen von Zerstörung an der Deckenunterseite, wie sich durch dunklere Farbe abzeichnende Träger, Putzabplatzungen im Auflagerbereich, Schimmel in den Ecken, abmehlenden Putz, sich lösende Putzschollen?



Dach überm Dach



Schäden: Ja, starker Rost an den Trägern mit Abplatzungen, drücken den Putz ab, deshalb wurde Dachlatten/GKT als einfachste Lösung druntergenagelt.
Echt! Das alte Dach ist noch drunter, ich habe lediglich 20cm Steinwollmatten auf das alte Teerdach gelegt.



Detail



Decke nah.Feuchtigkeitsschäden beim erten Bild an der Aussenseite.



alte Decke



Teerdecke /oben neues Schleppdach. Rechts Altbau Decke gedämmt.



Detail Dach



Neues Dach , darunter die alte "Rinne" mit Teer überklebt. Der Bereich (o.K. alte Aussenmauer) muss auch noch gedämmt werden.
Dieser Dachboden ist unbeheitz, -5°C im Winter ist normal.

Ist es jetzt klarer? Es wurde das alte Beton/Teerdach mit neuem Dach des Haupthauses überspannt. Jetzt ist es dicht, aber Mäuse mögen dies alte Aschenbetondach und gehen in die Ausbuchtungen der ehemaligen Sparren in den bröseligen Zwischenraum der alten Decke, sodass ich oben im KiZi auf die GKT Decke Mäusefallen stellen musste...



Flachdach



Den Aufbau des alten Daches sehe ich auf den Bildern nicht, ich kann nur vermuten das dieses ominöse zweite Betondach ein Gefälleestrich auf einer gebundenen Dämmschüttung ist.
Ich empfehle Ihnen eine Innendämmung der Decke und der Außenwände.
Vorher den alten, losen Putz vor allem an den Untergurten entfernen.
Dann entrosten, Rostschutzgrundierung und dann neu mit Zement- und Kalkzementputz den Putz ausgleichen.
Als Deckendämmung empfehle ich Ihnen Rigitherm 40 mm, an den Wänden 20 mm.
Die Platten an der Decke zusätzlich verdübeln. Das Ankleben sollte im Buttering- Floating Verfahren erfolgen.



eine Möglichkeit



Hallo Herr Böttcher,
danke für das gestrige Gespräch und die Zeit, die Sie sich mal wieder genommen haben.

Dies ist auch eine Lösung. Da die Aussenwände (eine fehlt noch, Ostseitig) mit Multipor 50mm versehen sind, dachte ich ja auch an die 50mm Multipor, bei meinem damaligen Ek. von ca 11€/QM ist das nicht teuer, und ich könnte nach Abschlagen des losen Putzes und der Trägerbehandlung die Platten vollflächig aufkleben.

Andererseits gibt es sicher auch ähnliche Produkte wie Rigips, die Verbundplatten kostengünstiger anbieten.
Aus der Beschreibung lese ich heraus, die Platte werden auf Stoß geklebt eine homogene Dampfbremse ergeben. Vorteil ist die Plattengröße und ich kann nach Tiefgrundbehandlung einfaches Weis streichen, muss die Multipor nicht mit Lehm verspachteln. Andererseits haben wir ordentich Lehmputz verbaut, eine Wandheizung ist darin eingeschlossen.

Die Multipor 50mm haben einen Wert von 0,040, die Verbundplatten mit 40mm 0,032-0,035. Das hält sich die Waage.
Morgen mal im Baumarkt gucken, muss da eh hin, "20% auf Alles", also auch für nur 25qm...



Deckendämmung



Bei bröseligem Untergrund würde ich doch lieber Latten andübeln und Dämmplatten dazwischen einlegen, ggf noch eine Dampfbremse darunter und dann Fermacellplatten oder eine sonstige Verkleidung montieren - wenn's nicht eh schon zu niedrig ist.
Lose eingelegte und verschraubte Materialien lassen sich zumindest wiederverwerten, da das wohl ohnehin nicht die Dauerlösung sein kann.

Alternativ wie schon geschrieben nur zumindest einen 30-50 cm breiten Dämmstreifen umlaufend am Rand-im Bereich der Wärmebrücken- an der Decke befestigen.

Gegen Mäuse ist es günstiger, die Mineralwolle zu entfernen und alles mit Zellulose auszublasen oder Perlite oä Schüttmaterial aufzubringen.

Als Dauerlösung die Betondecke und das Betondach abreißen,
das neue Dach vernünftig dämmen/verkleiden und zB in halber Höhe rechts eine Empore einziehen bzw den Treppenaufgang zum Hauptdach rechts vorsehen.

Ohnehin zuerst den Bestand genau untersuchen, wie stark sind die Träger geschädigt, wie sind die Betonstärken und -qualität, wie ist der Auflagerpunkt an der Außenwand bei dem neuen Dach etc.

Bei einem Abriß würde ich zur Aussteifung zumindest einige Holzbalken an Stelle der Stahlträger Verlegen und diese mit der Außen- und Innenwand verbinden. Eine Fußpfette unter den Sparren des neuen Daches scheint zumindest der Skizze nach nicht zu existieren.

Andreas Teich



Dampfbremse



Hallo,

die Entscheidung ist gefallen, kompletten losen Putz abschlagen, Tiefengrund zur Festigung drauf, Träger grob entrosten, Grundierung drauf, Latten mit Konterlattung , 40mm Mineralwollplatten, Dampfbremsfolie und 12,5er GKT/ Tiefengrund drauf.

Sicherlich ist es ein merkwürdiger Aufbau, aber damals hatte man einfach so drauflos gebaut vor dem Krieg. Wenn wer von der Stadt kam, wurde er verdroschen. (Erzählten die Nachbarn). Später kommt der Betonschxxx eh runter, wenn dafür Zeit ist.

Danke Jörg