Deckenbalken, Architekten, Dachstuhl

09.12.2013 grillpit



Hallo,
wir möchten ein altes (Bauern-)Haus mit folgenden Eckdaten instand setzten:
- Baujahr ca. 1750,
- Maße: 15x12m
- Keller (Gewölbe teilweise)
- Erdgeschoss (entkernt, nur eine tragende Wand)
- Dachgeschoss (Dach 45°, innenliegender Dachstuhl)

Die Freilegung und die Bestandsaufnahme haben ergeben, dass die Bausubstanz in gutem Zustand ist. Die Trockenlegung des Kellers, sowie die Sanierung des Mauerwerks stellt kein Problem dar. Wenige Deckenbalken wurden vor 60 Jahren abgeschnitten bzw. sind an den Köpfen faul. Diese müssen verlängert werden. Der Dachstuhl kann ebenfalls mit wenig Aufwand instand gesetzt werden.
Zurzeit sind wir in der weiteren Planungsphase und benötigen einen Architekten sowie Statiker für einige Aufgaben:
Architekt: Grundrissplanung im EG und DG (Technik und Keller bleiben unberührt), Aufriss an zwei Fassaden zur Klärung/Skizze der Fensterlage (Dachflächenfenster und Außenwandfenster), Lage und Größe der Treppen
Statiker: Begutachtung der Statik, Lage und Stärke von Stahlunterzügen zur Verstärkung der Decke, Sparrenwechsel bei Dachflächenfenstern, Verlängerung von Deckenbalken.

Einen Grundrissentwurf haben wir bereits erstellt bzw, ergibt sich aus der Geometrie. Die Gestaltung von Außenfassade und speziellen Details stimmen wir mit dem Denkmalschutz ab, der Architekt hat keinen Einfluss darauf.
Wir sind uns im klaren, dass die gesamte Baumaßnahme über 200T€ in Anspruch nehmen wird, dass wir viel Eigenleistung erbringen werden etc.
Gibt es von eurer Seite Tipps, wie wir das Honorar mit dem Architekten/Statiker aushandeln können, welche Leitungsphasen benötigt werden etc. Gehen wir stur nach der HOAI und den anrechenbaren Kosten, so sprengt das unseren Finanzrahmen...
Für Hilfe und Tipps sind wir dankbar.



Wenn Sie ...



... bereits alle relevanten bauerechtlichen, baukonstruktiven, bauphysikalischen, gestalterischen und finanziellen Fragen geklärt haben, brauchen Sie eigentlich gar keinen Architekten mehr. Er würde vielmehr Ihre stringente Vorgehensweise eher stören. Und, seien wir doch mal ehrlich: Architekten sind überbezahlt, genauso wie Rechtsanwälte, Zahnärzte und all die anderen herumschlawinernden Freiberufler, die damit ihre teuren Volvos finanzieren.

Also, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, würde ich einen engagierten Architekten aus Polen suchen. Die arbeiten (... vielleicht....) für einen Bruchtei des dt. Honorars und müssen sich wahrscheinlich auch nicht an diese skandalöse HOAI halten, die jeden Bauherren in den Ruin treibt. Auch die osteuropäische Statik hält genau so gut wie die deutsche und auch die Stahlträger aus dem Ausland können vielleicht gleich mit bestellt werden. Auch Fenster aus Polen werden sehr gerne genommen, ganz zu schweigen von den hervorragenden polnischen Handwerkern.

Also, ich sehe da ein enormes Einsparpotential für Sie, wenn Sie ein wenig unkonventionell und risikofreudig sind.

Herzlichst ....



Also



ich halte es für wichtig einen Planer und Handwerker zu beauftragen die mit so was Erfahrung haben und Referenzen vorweisen können.

Wie mein Vorredner schon sagte sind die unkonventionellen Lösungen häufig die günstigeren.

Reparieren ist oft günstiger als austauschen!

Grüße