Deckenaufbau Kellerdecke, komplett erneuern


Deckenaufbau Kellerdecke, komplett erneuern

Hallo zusammen,

Frage: Welcher Deckenaufbau ist sinnvoll?

wir haben ein Fachwerkhaus von 1792 gekauft. Das Haus ist voll unterkellert, der Keller ist aus Bruchstein gemauert, der Boden ist Erde und es gibt kleine Fensterchen zum Belüften.
Die ursprüngliche Decke aus Holz und Lehm ist inzwischen verschimmelt (wir vermuten, beschleunigt durch Wassereinbruch durch eines der Fenster sowie aufgeklebten Plastikfußboden Erdgeschoss).
Die gesamte Decke soll nun durch eine Zimmerei erneuert werden. Das Haus steht nicht unter Denkmalschutz und wir wollen es sinnvoll und preiswert machen.

Welche Möglichkeit(en) gibt es, was ist vielleicht abzuwägen (Feuchtigkeit, Dämmung, ...)?



Abraten



Ich würde davon abraten, wieder mit Holz zu arbeiten, da es ein sehr kritisches Bauteil ist. Betondecke, Ziegeleinhangdecke, da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hier im Forum auch häufig besprochen worden. Bei den derzeitigen Holzpreisen ist evtl. die Holzbalkendecke nicht mal mehr die günstigste Variante.



Das Haus



steht nicht unter Denkmalschutz? Sind Sie sich da sicher? Ehrlich gesagt, kann ich mir das kaum vorstellen. Wir hatten hier schon Fälle, wo Neueigentümer genau davon ausgingen, ohne sich beim Denkmalamt ausreichend erkundigt zu haben....sowas kann nach hinten losgehen. Der Denkmalschutz muss dem Vorbesitzer nicht bekannt gewesen sein,- auch steht er - entgegen anderslautenden Gerüchten - nicht im Grundbuch o.ä.



Betondecke / Ziegeleinhangdecke



... werde ich mich schlau machen, vielen Dank!



Denkmalschutz..



... habe soeben mit der zuständigen Stelle telefoniert, es steht tatsächlich unter Denkmalschutz!
Da wäre ich nicht drauf gekommen, VIELEN DANK!



na das



war dann ja grad noch mal...unrechtzeitig. Gekauft habt Ihr aber schon? Falls ja: NICHTS machen im Haus, ohne entsprechende denkmalschutzrechtliche Genehmigung einzuholen! WICHTIG. Sonst kann es empfindliche Strafen geben!

Überlegt - je nach Budget - allein oder mit Architekt/Bauplaner was Ihr alles machen wollt/müsst und stellt dann bei der unteren Denkmalschutzbehörde zusammen mit der schriftlichen Beschreibung, was und WIE Ihr es machen wollt, einen Antrag auf denkmalschutzrechtliche Genehmigung. Möglichst flott,- weil die Genehmigung durchaus einige Monate bis halbes Jahr dauern kann. Vorher darf nicht mit Arbeiten begonnen werden!
Sonst: keine Angst vorm Denkmalschutz: die meisten MA sind recht nett, wenn man sich verständig und kompromissbereit zeigt!
:-)



Gerade noch rechtzeitig...



Gerade noch rechtzeitig. "Gekauft" habe ich es mündlich vom Eigentümer, und natürlich stehe ich normalerweise zu meinem Wort, aber er hat mir auch versichert, dass das Haus nicht denkmalgeschützt ist. Notarvertrag hatten wir noch nicht, bis dahin wäre es dann wohl aufgefallen (trotzdem nochmal DANKE für den Hinweis an dieser Stelle!!)
Ich werde mich weiter damit auseinandersetzen. Auch wenn ich das Haus natürlich grundsätzlich erhalten würde, gefällt mir trotzdem der Gedanke nicht, dass ich nicht frei entscheiden kann. Habe mit dem zuständigen Denkmalpfleger telefoniert, er ist nicht bereit, vor dem Kauf einen Termin mit mir zu machen...



Was das gegebene



"Wort" angeht, brauchst Du Dir juristisch keine Gedanken zu machen: gekauft ist erst mit Notar und Vertrag. Insofern hast Du Zeit genug, alles nochmal zu überdenken bzw einen Rückzieher zu machen.

Natürlich hast Du Recht: ganz frei in seinen Entscheidungen ist man nicht, mit Denkmalschutz. Andererseits hat man durchaus Vorteile: mögl ENEV-Befreiung (jetzt heißt sie irgendwie anders...), evtl Fördergelder zur Sanierung, usw.

Den größten Vorteil sehe ich persönlich beim Thema: Dämmung und Heizung. Beides enorme Kostenfaktoren bei Häusern ohne Denkmalschutz.

Letztlich muss man sich aber mit dem Denkmalschutz identifizieren, sonst hat es, glaube ich, eher keinen Zweck.



Danke..



... für die Tipps, Vor- und Nachteile.

Es ist für mich letztendlich eine Kostenfrage.
Gerne hätte ich dieses Haus am Leben erhalten, aber ich befürchte, dass mein Budget nicht reicht für alles, das aus Denkmalschutz-Sicht wünschenswert ist. Und es ist niemandem geholfen, wenn es irgendwann durchs Eternit regnet, weil das Budget am Ende nicht fürs wünschenswerte Naturschieferdach gereicht hat...
Vielen Dank nochmal!



Falls du....



... doch noch zum dem Entschluss kommst trotz Denkmalschutz das Haus zu kaufen, schaue dir vorher auch noch die Schwelle des Fachwerks genau (!!!) an. Ich kann mir vorstellen, dass bei dem geringen Dachüberstand, dem niedrigen Sockel und dem schon auf dem einen Bild erkennbaren Allgemeinzustand der Fassade die Schwelle den einen oder anderen massiven Schaden hat. Was den Kaufpreis auch "beeinflussen" sollte....



Schwellenbalken



Danke!
Den Schwellenbalken hätten wir komplett austauschen müssen.
Der Zimmerer hatte bereits für Schwellenbalken, weitere kleinere Reparaturen an Balken sowie die Kellerdecke mit ca. 50.000 gerechnet.