Betonwaende und -decken heute. Wohlfühlklima in der Wohnung für morgen. Welche Wärmedämmung an Innenwänden und Decken?




Hallo Fachwerk-Forum Community.
Ihre Hilfe ist freundlicherweise erbeten:
Da soll zukünftig eine kleinere 50 M2 Einliegerwohnung aus dem "Betonjahr 1972" ausschliesslich innen wärmeisoliert und folglich zu einem angenhme Wohnraumklima umgestaltet werden.
Gerade bezüglich Wärmeschutz und Klimaplatten bietet das Internet unendliche viele, ja verwirrende Informationen. Lehmputze, -steine, Calziumsilikat- holzgebundene- und andere plattenförmige Werkstoffe der unterschiedlichesten Hersteller machen die Entscheidung zum richtigen Material und Anwendung sehr schwer.
Für praxisbezogene Erfahrungen wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Wie oben bereits genannt, handelt es sich heute um reine, einfach verputzte Betonwände und Decken, mit dem bekannten "Kälte- und Zuggefühl" für die Bewohner der Räume. Über der Wohnung befindet sich direkt das im übrigen kaum isolierte Pfannendach. Insofern wird ebenfalls ein Unter-Decken-Wärmeschutz nötig sein. Kann an den Decken Material bis 30-40mm eingesetzt werden, so sind Materialstärken der Schutzmassnahmen an den Wänden in den ohnehin kleineren Räumen so minimal wie möglich zu bevorzugen.
Für Ihre Empfehlungen und Erfahrungen bedanke ich mit vorab und verbleibe mit freundlichen Grüssen,
Gerd Gesell





Hallo Gerd,
ich würde einen Kalkgebundenen Klimaleichtputz 40mm an den Wänden anbringen. Für eine vernünftige Deckenisolierung scheinen mir die 40mm Gesamtaufbau etwas zu wenig, zumal wohl hier die meiste Wärme verloren geht.

Gruß Jens



Dämmung



Sehr geehrter Herr Gesell,
am meisten Energie wird Ihnen im Deckenbereich verloren gehen. Hier wäre eine Dämmung über der Decke gewiss sinnvoller, da hier mehr Material eingebracht werden kann als unterliegend.
Der vorgeschlagene Klimaleichtputz ist wirklich keine schlechte Sache, wird aber eher zur Klimaverbesserung denn zur wirklich lohnend-messbaren Energieeinsparung führen.
Unbedingt sollte bei einem Einbau einer oben liegenden Dämmung aber auf eine mögliche Taupunkt-Verschiebung im wandangrenzenden Deckenbereich achten => unbedingt vor Ort fachkundig beraten lassen, denn kein Haus ist wirklich gleich.

Mit freundlichen Grüßen aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer