Was macht man zuerst: Fußboden, Decke, Wände??

08.06.2008



Hallo liebe Community..

Ich hab mal ne Frage wie ich bei der Renovierung/ Sanierung vorgehen muss..

Erstmal zum Vorhaben: Wir wollen die Decke auf ca. 2.70 abhängen (2,90 ist und dann doch bissl zu hoch, v.a. wg. Heizkosten).. Dann sollen die Wände mit Lehmputz neu verputzt werden und der Fußboden soll begradigt werden. Der fällt z.Zt. so in die eine Zimmerecke ab..

Gehe ich genau in dieser Reihenfolge vor, oder ist es sinnvoll erst die Wände zu Verputzen und dann die Decke abzuhängen?? Der Boden kommt doch zum Schuss oder? Zumindest wenn ich Dielen auf die Balken packen will.. Oder nicht? Falls doch "nur" Klickparkett reinkommt, macht man dann den Boden auch zum Schluss?

Wäre für ne Antwort echt dankbar! Hab schon versucht bissl was rauszulesen, aber irgendwie scheint mir, kann man das halten wie ein Dachdecker..

Ach ja, wir wollen wahrscheinlich noch mit einer Trockenbauwand ein Kinderzimmer vom WZ abtrennen.. Erst die Wand oder erst der Boden?

1000 Dank für die Hilfe!! Grüße aus der Ostprignitz!!





Hallo

Ich würde erst die Wand verputzen, dann die Decke abhängen (gibt dann keinen unschönen Übergang, wenn man doch mal keine abgehängte Decke mehr will ).
Gleiches gilt für den Übergang Wand/Boden: soweit runter wie möglich putzen, dann den neuen Boden reinlegen.

Normalerweise stellt man erst die Trockenbauwand und führt dann den Boden ran.( Schallschutz!). Falls das Kinderzimmer später zurückgebaut werden soll, weil man dann das Dach, die Scheune etc. ausgebaut hat, würde ich ausnahmsweise die Wand auf den fertigen Boden stellen (Filzstreifen zur Entkopplung drunterlegen, hilft nicht so viel, ist aber besser als nichts.)
Gruß

Dorothée



DAS hatte ich vergessen!



Danke für die Antwort!! Dorothée, du hast genau das ausgesprochen was ich vergessen habe zu fragen.. Die Sache mit dem Kinderzimmer.. Das steht auch noch im Raum: Rückbau wenn die Kids nach oben ziehen sollen.. Solange die klein sind ist ja ein Zimmer für 2 gerade noch ok, aber dann muss es auch mal größer werden, auch wenn es mehr werden ;-) Wir haben schließlich oben nochmal gut 100 qm Ausbaureserve.. Die können und wollen wir aber erstmal gar nicht nutzen, daher auch erstmal keine (richtige) Treppe zum Dachboden (siehe Profil, da hab ich meinen Grundriss).
Im WZ wollen wir wahrscheinlich Dielen legen.. Im Kinderzimmer finde ich die allerdings nicht ganz so prickelnd.. Das ist natürlich dann schwierig wenn ich irgendwann die Wand wieder wegnehme und dann auf einmal nen anderen Boden habe.. Nachkaufen ist da das kleinste Problem.. Nur 2x Arbeit wär ja echt Quatsch.. Und mit dem Schallschutz das stell ich mir gar net soo schlimm vor, da ja die Wand quasi auf einer Diele stehen würde.. Oder?
Und im Flur wollte ich lieber Fliesen.. Da wäre der Übergang dann auch wieder doof..

Hat da jmd. Vorschläge zu?





Zunächst mal zu Ihrem Konzept:
Ob die Räume 2,70 oder 2,90 hoch sind, spielt bei den Heizkosten so ziemlich die allerletzte Rolle. Jedenfalls ist die Maßnahme nicht wirtschaftlich.

Damit hat sich die Hauptfrage erledigt.

Erst Wand oder Boden: Sie können das U-Profil für die Wand mit
Entkoppelungsstreifen unterlegt, direkt auf die Dielen schrauben.

Grüße vom Niederrhein



So hatte ich das noch gar nicht gesehen..



Danke erstmal für die Antwort..

Ist das wirklich so, dass die Maßnahme unwirtschaftlich wäre? Dann müssen wir darüber natürlich nochmal schlafen.. Wir sind immer davon ausgegangen, dass es schon von den Heizkosten her sinnvoll ist die Decke anzuhängen..

Wie sieht es denn mit der Dämmung aus? Wäre es unter diesem Aspekt sinnvoll die Decke abzuhängen und da nen Dämmstoff reinzupacken? Vor allem, weil der Dachboden bisher ungenutzt ist und weder Dach noch Decke gedämmt sind.. Was mach ich da? Dämmung in die Decke, provisorisch auf die Decke oder gleich das Dach neu? Und vor allem: hätte ich dann Probleme mit Schimmel oder so wenn ich z.B. den Zwischenraum zwischen Rigips und Decke dämme? Weil darüber ist der Raum ja ungedämmt..



Decke



Wie sieht denn
a) die Decke selbst aus
b) der Boden dadrüber.

Grüße



Decke und Boden



Die Decke ist eine Lehmdecke.. Also Lehmwickel zwischen die Deckenbalken und von unten verputzt und gestrichen. Oben waren Dielen und Platten drauf, also verschiedenster Kram.. Das haben wir schon runtergenommen.. Teilweise ist auch Beton über der Decke.. Aber ob das so gut ist?! Ich weiß ja nicht.. Stell ich mir nicht so gut vor oder? Ist ja ziemlich schwer denke ich mir.. Und dann noch die Anhängung?

Der Fußboden um den es geht (EG), besteht zur Zeit noch aus Pressspanplatten auf Dielen auf Lagerhölzern auf Sand auf Gewölbekellerdecke.. Im Nebenraum (EZ) sollen ebenfalls neue Dielen verlegt werden, aber hier besteht der Fußboden nur aus Beton.. Ja, da wurde einiges verbaut.. Was halt grad da war..

Und wir müssens nun richten ;-)



Deckendämmung



Die beste und unproblematische Dämmung erfolgt vom Boden her (also von oben). Einfach 20 cm nichtbrennbares Material (z.B. kaschierte Steinwolle) lose auslegen und mit Laufbohlen belegen.

Grüße