schiefe Decke abhängen ohne Hohlräume?

01.09.2011



Hallo liebes Forum,

Bauen macht ja Spaß, aber dieses Überlegen immer, wie ich die Konstruktion richtig aufbaue, sind doch manchmal ziemlich zermürbent.
Deshalb meine Frage:

Möchte ein Dachbodenzimmer von innen dämmen. Das Zimmer ist im OG, mit zwei Fenstern im Giebel (massiv, ein Stein stärke), die restlichen 3 Wände sind Fachwerk und stehen "frei" auf dem unbeheizten, offenem (nur Dachziegel) Boden. Größe ca. 4x5 m.

geplante Konstruktion Wände:
Lehmoberputz, Putzträgerplatte 60mm (Holzweichfaser), Lehmunterputz (zum Ausgleich), Fachwerk

Das Problem ist die Decke. Die hängt in der mitte gut 10 cm durch.
Der jetzige Aufbau:
Kalkputz an Schilfmatten, Bretterschalung an den Deckenbalken, in der Mitte der Deckenbalken sind Leisten angeflanscht, wodrauf Bretter liegen, auf den Brettern ist ca. 5 cm Lehm.

Könnte mir bitte jemand Tips geben, wie ich die Decke sinvoller weise gerade Bekomme, ohne alles zu entfernen.

Was mir bis jetzt durch den Kopf ging:

Putz und Schilfmatten entfernen, Decke mit "Dachlatten" abhängen (ausgleichen), Hohlräume mit flexibler Holfaserdämmung auffüllen, Putztägerplatten an die Latten schrauben. Aber was ist das für ein Gefummel und Gepuzzel.

Könnte ich auch die Decke abhängen, dann z.B. eine OSB-Platte anschrauben und darauf meine Putztägerplatten.
Dann wäre ja ein Hohlraum zwischen OSB und den Schalbrettern. Wäre der Hohlraum ungünstig?

Für Anregungen und Ideen wäre ich sehr dankbar.

Grüße
Christoph





wäre es nicht einfacher (und angebrachter) die innenliegenden Zimmer Wände von außen und die Decke von oben zu dämmen?

Dass so eine alte Decke ein wenig durchhängt, würde ich als Charaktereigenschaft sehen und nicht aufwändig beheben.

Gruß

Götz



Danke für den Hinweis,



stören würd mich die "schiefe" Decke nicht, aber soweit ich weiß, ist es bauphysikalisch ungünstig, mal eine Wand von außen zu dämmen und andere von innen.
Die Giebelwand ist auch nur von innen zu dämmen, ist ja außen die Fasade.

Grüße
Christoph





Noch was eingefallen,

von außen dämmen ist einfach garnicht möglich, da ich dann mit der Dämmung auf jeweils einem Fenster stoße, welche neben dem Zimmer im Giebel sitzen.

Grüße
Christoph





das stimmt wohl, dass bei einer 'gemischten' Dämmung in den Ecken Probleme entstehen können, weil die Wand eine Kältebrücke ist.
Wenn's aber eine FW-Wand ist, die an eine massive Giebel Wand anstösst, kann man vielleicht irgendeine trickreiche Geschichte in der Ausfachung des jeweils ersten Faches vornehmen, die die beiden Elemente wärmetechnich von einander entkoppelt. Da sind aber sicher die Dämmprofis gefragt.

Ich hatte angenommen, dass der ganze Giebel gedämmt werden soll, da hätte man eine Art Giebelbehang machen können. Das müsste allerdings auch von Seiten des Dachübertandes passen.

Gruß Götz





Ja, so habe ich das auch verstanden, dass dann die Ecken problematisch sein können.

Also eine Ausendämmung kommt für mich nicht in frage!

Um jetzt nicht zu weit ab zu schweifen, ist mir die Eingangsfrage am wichtigsten.

"Ist ein Hohlraum über der abgehängten Decke problematisch"?
Wenn ja, welche alternativen konstruktionen gibt es noch?

Grüße
Christoph