Belastbarkeit Boden




Guten Tag...
Ich hoffe ich bin hier bei euch im Forum richtig...
Meine Frage betrifft die Bodenbelastbarkeit einer Geschossdecke (Balkenlage)
Und zwar würd ich gern eine Raum in Raum Konstruktion zwecks Schalldämmung in einem bestehenden Raum in einem Wiener Altbau im 3. Stock errichten...d.h. im Orginalraum befindet sich ein 2.Raum mit größtmöglichen Abmessungen (5cm Luft), welcher keine starre Verbindung mit der Orginalbausubstanz besitzt

Nach meiner bisherigen Planungen wird der alte massive Dielenboden entfernt, der Bodenaufbau erfolgt aus 10,5cm Trittschall und darauf schwimmend und ganzflächig aufliegend 4 Lagen Spanplatte... (müsste meiner meinung nach die Wandlast gut verteilen ohne das sich z.B. der Boden in der Raummitte aufbiegt)...
Das gesammtgewicht beträgt ca 1 tonne
Der Wandaufbau erfolgt aus u-Profilen

Der Wandaufbau besteht aus U-profilen mit 8cm Klemmfilz dazwischen un dist mit einer Lage 19mm Spanplatte und 2Lagen Rigips beplkankt
Das Gesammtgewicht des Wandaufbaus beträgt 2 bis 2,5 tonne

Die Decke ist von der Orginaldecke mit einem Fedeprinzip von der Orginaldecke abgehängt... Das Gewicht von ca 1 Tonne belastet also nicht den Boden des Stockwerks

So und nun mal die wichtigen größen:

Raummasse 4,5m x 5m (die Balkenlage verläuft in Richtung der 5m und liegt auf tragenden Wänden (60cm dick auf); in der kurzen Flucht beindet sich eine aussenwand (60cm) und eine Trennwand (15cm)...im Stock darunter sind die Mauern entsprechend gleich...
Die frei schwimmende Bobenfläche beträgt ca 22qm
der Wandaufbau (Profil 7,5cm breit) befindet sich mit 5cm Luft vor den jeweiligen Wänden dert Orginalsubstanz...

Also: 3,5t Belastung auf 22qm ergibt ca eine Belastung von 160kg/qm durch die Raum in Raum Konstruktion (Aufnahmekabine)... wobei die Belastungen am Rand etwas höher liegen werden, was sich meiner meinung nach mit der unmittelbaren Nähe zu tragenden Wänden ausgleicht

Es kommen keine zusätzlichen schweren Einbauten hinzu...

So ich hoffe mal ihr könnt mir da irgendwie weiterhelfen...
Es ist mir schon klar das die für die Statik wichtige Größen (Dimensionierung der Balkenlage, sowie mittlerer Abstand zw. den Balken) fehlen... Aber nichts desto trotz wird es hoffentlich auch bei Altbauten (Wiener Stadthaus um die Jhdt.wende) irgendwelche Richtlinien geben

bei zu hoher belastung kann ich die ganze Konstruktion auch leichter machen..,. aber das hier wär meine Wunschvorrstellung einer Schalldämmung... bzw, ist es möglich die Balkenlage eventl. für höhere Belastungen aufzudoppeln?

Fragen über Fragen

Danke für die Mühe

Max Dahm



Holzweichfaserinnenschale



Wie wäre denn der Gedanke hinsichtlich mit Holzweichfaserinnschalen?
Diese dann u.U. mit sogenannten Schwingblechen an Decken und Wänden befestigt. Anbieter unter EMFA-Schwingelemente nachschauen.
Der Bodenaufbau könnte ebenfalls mit Holzweichfaserelementen und einer trittfesten Pellito-Schüttung ausgeführt werden.

Grüße Udo



Gibt es in Wien keine Statiker?



Diese Frage in einem Forum zu beantworten ist schon sehr schwer. Nur um die Größemnnordnung einmal verständlich zu machen:
160 kg/m² ist schon mehr, wie die normale Verkehrslast auf einer Betondecke.
Sicherlich ist es günstig, dass die neuen Wände in der Nähe der vorhandenen tragenden Wände stehen, aber ohne Angaben zur vorhandenen Decke ist es nicht möglich Angaben über eine zusätzlich Belastung durch neue Wände zu machen. Diese dürfen nicht auf die Verkehrslast angerechnet werden. Daher muss überprüft werden, ob die vorhandene Decke noch Reserven im Bereich "ständige Lasten" zu bieten hat.