Decke nach unten versetzen

10.12.2005



Hallo,
ich muss von voenherein sagen, das ich keine Ahnung von Statik und soweiter habe. Mein Mann und ich haben ein Einfamilien Haus erworben und wollen es jetzt umbauen. Unser Problem ist, das wir eine Raumhöhe von 3,30 m haben und das Dach nur eine Höhe von 1,80 m (Raummitte). Nun überlegt er, da es nicht möglich ist ein Spitzdach draus zumachen (Baugenehmigung), die Decke nach unten zu versetzen, das heißt einen neuen Ringanker etwa 50 cm tiefer zu setzen, darauf neue Balken einziehen, und fertig, sagt er, ist das wirklich so einfach? Was muss beachtet werden? Gibt es nicht auch andere Möglichkeiten?

Besten Dank für Ihre Antworten.

Freundliche Grüße

Jenny



So einfach ist es sicher nicht,



und auch eine solche Massnahme erfordert in einigen Bundesländern eine Baugenehmigung mindestens aber die Baubegleitung durch einen Statiker. Aber nur die Notwendigkeit eines Bauantrages sollte nicht ausschlaggebend für eine Entscheidung sein.



Decke versetzen



Das ist zwar für das Forum eine interessante Frage, aber beantworten kann sie Dir nur ein Statiker oder Architekt, der sich das Objekt ansehen muss. Alles andere wären Schnellschüsse die einen nur verwirren.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Decke tieferlegen



Dachog. Eine Laienmeinung ist, daß ein Ringanker für alles gut ist. Er dient aber nur der Aussteifung des Gebäudes, so das es nicht zusammenfällt, Der Aussteifung dienen aber auch Querwände und die Decken. Es muß also sichergestellt sein, daß bei der Demontage der alten Decke und der Bauphase das Gebäude genügend ausgesteift ist. Unterhalb der alten Decke in den Außenwänden Auflager für die neuen Deckenbalken schaffen. Dabei in einer Außenwand durchgende Löcher brechen, da ja die neuen Deckenbalken von Außen durchgeschoben werden müssen. Nach dem Einziehen der neuen Deckenbalken, diese fest in den Auflagern verankern und Abbrettern. So wirkt diese Balkenlage mit ihrem provisorisch aufgebrachten Belag schon als aussteifendes Element und kann zugleich als Arbeitsbühne für die nachfolgenden Arbeiten genutz werden. Nun kann mit dem eigentlichen Deckenabbruch begonnen werden. Aber auch hier soll man vorsichtig vorgehen. Zumeist sind die Dachverbände in einzelne Abteilungen eingeteilt. Diese werden von den sogenannten Bindern abgeteilt. Die Konstruktionshölzer dieser Binder sind fast immer mit den Deckenbalken über Zapfen und anderen Zimmermannsverindungen verbunden. Hier ja nicht selbstständig drann rühren bis das ein Fachmann in Augenschein genommen hat. Diese Besichtigung muß natürlich schon vor dem ganzen Vorhaben passieren. Ich will hier keine Selbstbauanleitung geben, sondern nur darlegen wie man so was macht oder machen könnte. Zur Vertiefung des Dargelegten besorgen Sie sich also einen Fachmann. Mfg ut de Oltmark