Decke

10.12.2013 Peter



Halllo liebe Heimwerkergemeinde,

ich hatte den Thread schon einmal erstellt vor ein paar Wochen - leider bei dem Datensupergau verloren gegengen...

Hier also noch einmal mein Anliegen:

Wir sind seit kurzem stolze Besitzer eines Altbaus von 1937, der einen Flachdachanbau von 1970 daran hat.
Wir haben also zu tun... ;)

Zur Situation:
Der Flachdachanbau hat eine Ytongtecke, also 5m-lange Steine, je viell. 1/2 m breit.
Vorher war eine Holzvertäfelung dran, die wir aber abgerissen haben, da wir die Elektrik neu gemacht haben.
Dabei haben wir Schwammbefall (Brauner Kellerschwamm) festgestellt. Dieser wurde durch einen Fachmann vom Holzschutz begutachtet - er scheint aber nur begrenzt an der Decke vorhanden und nicht auf das Haupthaus übergegengen zu sein... puha! Ursache scheint ein Wasserschaden in der Vergangenheit gewesen zu sein, der nach den Erzählungen der Vorbesitzer behoben sein soll. Seit Wochen beobachten wir aber die Decke und man sieht keine Feuchtigkeit... und wir haben Regen in Kiel! ;)

Anzuratene Verfahrensweise der Meinung des Fachmanns nach: abkratzen, dann mit Wasserstoffperloxid absprühen und dann die Decke verputzen, um ggf. noch übrig gebliebene Schwammreste einzuschließen - das haben wir gemacht.

Ursprünglich wollten wir die Decke mit Profilhölzern verkleiden, das Gerüst hing dafür auch schon - nur dann haben wir den Schwamm entdeckt... :( - jetzt ist wieder allles ab und entsorgt.
Holz dort oben sei also nicht ratsam, da Reste des Schwamms immer noch wieder kommen könnten und es ein Flachdach ist und Eindringen von Wasser immer eher leichter möglich sein soll, hab ich mir sagen lassen, was Pize ja gut wachsen lässt -> Holz + Wasser + Schwamm = BÖSE! ;)
Also kein Holz an der Decke... schade!


Die Decke ist im Wohnzimmer und in der Küche, insgesamt ca. 40m².
Die schwarze Farbe an der Deckenunterseite ist übrigens keim Schimmel/Schwamm. Das soll die Farbe vom Oberdach sein, die irgendwie durchgesickert sein soll beim Bau, sagten uns Handwerker hier vor Ort.
Oberhalb des Daches ist übrigens Teerpappe mir irgendwelchen komischen Lüftungsdingern die etwas in die Höhe schauen. Ob irgendetwas zwischen Teerpappe und Ytong ist, weiß ich nicht.

Ich hatte im letzten Thread schon gefragt, ob und wie man das Verputzen könnte und habe viel wertvolle Tipps bekommen.
-> Esenz: Kannn MAN verputzen, ICH sollte es als Laie aber lassen. Ich habe nämlich gerade mal etwas Erfahrung gesammelt beim Putzen einiger Wände.

Neben Putzen gab es nöch Möglichkeiten mit
1. Unterkonstruktion + Regipsplatten
2. Isotec Deckenlamellen

Ersteres wurde uns von unserem Fachmann vor Ort abgeraten - allerdings ging der von HolzUK aus... mittlerweile weiß ich, es gibt auch EisenUK.

Ich tendiere mittlerweile aber zu den Deckenlamellen - der Isolationseffekt ist sicherlich auch nicht schlecht für ein Flachdach.
Ich habe im Internet schon viel herumgesucht... allerdings bekomme ich einige Fragen nicht beantwortet:
- welche von denen sollte ich bei mir nehmen? DF? DL? Universal? Ich steig da nicht durch. :(
- welche Dicke ist sinnvoll?
- wir möcthten auf das Raumklima achten und möchten giftige Materialien vermeiden. Sind diese Deckenlamellen dann sinnvoll? BlauenEngel habe ich entdecken können, aber nichts Genaues. Glas- und Steinwolle habe ich gefunden als Inhaltsstoff, mehr aber nicht. Sind die unbedenklich?
- welchen Kleber benutze ich? In der Beschreibung finde ich einen Verweis auf SaintGobainWeber, allerdings auch allg. die Möglichkeit, Klebemörtel auf Zementbasis zu nutzen. Auch hier Bezug auf Raumklima ung Nichtgiftigkeit. Ist das ok?
- Und was ist der Unterschied zw. Deckenplatten und - lamellen? Die Platten sind glaube ich feste Quader, oder? Und die LAmellen? Sind die "wabbelig"?

Sorry für die vielen Fragen... aber sie haben sich so angestaut. :)

LG,
Peter





Das ist nicht ganz einfach und umfassend zu beantworten. Man müsste schon den tatsächlichen Deckenaufbau kennen.

Die Schwammreste in solch einer Konstruktion einschließen zu wollen ist kaum möglich. Wahrscheinlich hatte Schwammbefall mehrere Ursachen. Zum einen scheint da tatsächlich mal etwas undicht gewesen zu sein, zum anderen ist hier auch mit einem Kondensatschaden zu rechnen. Ytong ist relativ dampfdurchlässig, die oben liegende Bitumenbahnen eher nicht. Der Sachverhalt mit den "Lüftungsdingern" wäre interessant. Vielleicht ist es ja möglich mal ein Bild einzustellen und ggf. mal in die "Lüftungsdinger" hineinzuschauen (-fotografieren) um festzustellen was sich unter der Abdichtungsbahn verbirgt.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer