Holzdecke mit Lehmschicht im Kaltdachbereich dämmen ?

24.08.2009



Hallo !

Wir sind für Tipps dankbar - wir drehen uns schon vor lauter (widersprüchlichen) Informationen im Kreis ! Wir sanieren dzt. ein 120 Jahre altes Bauernhaus mit Lehmwänden erfolgreich mit vielen aus diesem Forum genannten Möglichkeiten. Das EG wird künftig bewohnt, darüber liegt der Dachboden mit Kaltdach, der nicht ausgebaut aber begehbar bleiben soll. Die sehr gut erhaltene Geschoßdecke war ursprünglich aufgebaut:
Tapeten, Gipskartonplatten, Lehmputz, Schilf, Holzbalkendecke, oben auf im Dachbereich 20 cm Lehm mit Kiesel gemischt. Bis auf die Holzbalkendecke mit Lehmschüttung haben wir alle Bestandteile entfernt.(nicht zuletzt auch wegen der geringen Höhe zuvor) die Decke wurde sandgestrahlt - ein wirklich wunderbares Ergebnis ! Daher soll das Holz nun auch sichtbar bleiben. Nun stellt sich aber die Frage, reicht zwecks Wärmedämmung und Schallschutz die vorhandene Lehmschicht im Dachbereich aus oder sollen wir oberhalb des Lehms zusätzlich dämmen. Wenn ja wie und mit welchen Materialien lässt sich die Dämmung (wenn möglich auch noch kostengünstig) verwirklichen auch aus dem Gesichtspunkt heraus, dass der Aufbau pro m2 nicht zu schwer wird, da der Lehm ja schon seinen Teil dazu beiträgt? Wir wollen jedenfalls keine Dampfbremsen od. - sperren einbauen.

Und wie ließe sich die sandgestrahlte Holzdecke am Besten behandeln - ich denke hier an Bienenwachs oder Öl !? Oder ??

Vielen Dank für hoffentlich zahlreiche Ideen und schöne Grüße aus dem Weinviertel/Österreich





mach doch die Lehmdecke bzw. den Dachboden mit Lehm glatt und bring darauf eine Dämmschüttung aus, die genug druckfest ist, dass sie mit darauf verlegten Brettern mit Nut und Feder (Rauhspund) begehbar wird. Das kann Korkschrot, Vermiculit, oder sonst etwas sein (im Fachhandel nachfragen). Keine wasserdampfdiffusionshemmenden Stoffe wie Polystyrol verwenden!
Schallschutz ist egal, wenn obendran normalerweise keiner ist.



Dämmung



Hallo

Eine weitere Möglichkeit währe, auf die Decke Lattung mit Distanzhölzern zu verlegen, dazwischen Hanfplatten Verlegen und oben drauf zum Begehen eine Sparschalung aus Fichte oder Kieferbretter zu verlegen. Aber vorsicht, keine OSB, auch wenn die schneller zu verlegen sind...sie kondensieren an der Unterseite und dann schimmelt die Dämmung.

Den Lehm würde ich als Schallschutz in der Decke lassen...


Andreas



Danke für die Anregungen an Jens und Andreas !!



die Hanfplattendämmung kommt mir sehr gelegen, ich hatte Bedenken, wegen dem zuätzlichen Gewicht der Lattung und Hölzer, wenn ich es jedoch anders herum betrachte, was vorher an Gewicht an der Unterseite (Rigips, Putz) montiert war, dann dürfte dieser Aufbau von oben kein Problem sein. Ein anderer Gedanke von mir war, an den Rändern des Dachbodens eine Lattung vorzunehmen und eine Dämmschüttung vollflächig einzubringen und darüber ein Vlies od ähnliches zu befestigen (an der Randlattung antackern)- Nachteil wäre aber der schwammig zu begehende Boden...... Danke für die Tipps..... und liebe Grüße

Michaela