Ausgleichsschüttung auf "bröseliger Decke"

05.02.2013 Andreas1951



Sehr geehrte Fachleute,

ich muß im EG meinen Flurboden erneuern.
Das Haus ist aus dem Jahre 1951 und die Decke zum beheizten Keller besteht aus Stahlträgern mit m.M.n Bimseinlage?!
Im Keller sieht die Decke bzw. der Putz noch gut aus.
Bei der Demonatage der Dielenbretter ist mir aufgefallen, dass der Estrich zum Teil sehr bröselig und uneben ist.
Ich kann teilweise größere Estrichstücke (die hohl klingen) aufnehmen. Unter dem Estrich kommt dann der im Bild zu sehende Boden zum vorschein. Ich habe das Gefühl, je mehr ich aufsauge desto mehr hohlstellen kommen zum vorschein.

Nun zu meiner Frage.
Ich möchte den Boden gerne neu aufbauen.
Im Bauhaus wurde mir aufgrund der Höhendifferenzen von zum Teil 6cm (auf 8 Metern) + die Ausbruchstellen des Betons eine Mehabit-Schüttung empfohlen.

Macht es Sinn, den verbleibenden Estrich (ca. 15m²) auch noch zu entfernen oder kann man eine Schüttung auch (aufgrund der Aufbauhöhe auf einen derartigen "Bröselboden" bzw. hohl klingenden Erstirch einsetzen.

Bez. des Bodenaufbaus bin ich mir noch unsicher.

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Viele Grüße
Andreas



Deckenaufbau



Wie breit sind die Untergurte der Stahlträger?
Wie dick ist die Decke bzw. wie hoch ist es wischen Deckenunterseite und Oberfläche Dielung?

Viele Grüße



und



über den geplanten Aufbau sollte man sich schon vom System/Material her entschieden haben, bei Details helfen wir gern.



Aufbau



@ Hr. Böttcher
Die Decke ist ca. 12cm Dick.
Die Träger sehen von unten aus wie zwei nebeneinanderliegende L-Träger.
Sobald ich zuhause bin, werde ich die genauen Maße notieren und senden.

@ Olaf
Ich war/bin mir noch etwas unsicher was den Aufbau angeht. Ich denke ich muß zuallererst den Boden begradigen. Die Schüttung wollte ich mit einer Verlegeplatte (OSB) abdecken. Auf die schwimmend verlegten OSB-Platten wollte ich Fermacell-Platten mit integr.Mineralfaserdämmung legen. Darauf dann den Fußbodenbelag (Parkett od. Laminat).

Ich habe eine Gesamtaufbauhöhe von OK Estrich bis UK Zargen von 11,8cm bis ca. 17cm.

Seitlich im Flur war damals eine Kellertreppe verbaut. Nach der Demontage wurde ein Holzbalkenträger mit Querbalken verbaut der ca. 7,5cm über den Estrich herausguckt. An ihm ist auch ein Teil der Kellerdecke befestigt.

Meine Idee ist es, erst einmal auf dieses Niveau von 7,5cm zu kommen und von dort einen Aufbau mit entsprechendem Trittschall herzustellen.
Die Kellergeschosswohnung ist bewohnt und derzeit hört man leider jede Bewegung. Insbesondere die der Kinder...

Zuvor waren Dielenbretter auf Lagerhölzer (Im Bild ist noch ein Stück davon Richtung Wohnzimmer zu erkennen) ohne jeglichen Trittschall verbaut.


Viele Grüße
Andreas



wir



wissen bisher nur Fragmente, aber Trittschal über Kellerdecke erscheint mir wenig sinnvoll.
Und OSB als Zwischenlage - hätte ich ebenso Bedenken.



der Querschnitt



sieht so aus.

Ich habe an Trittschallschutz gedacht, weil unter uns jemand wohnt.

In der Zeichnung ist ein Grundriss des Flures zu sehen.
Was für Angaben kann ich noch liefern?
Bin über jede Hilfe dankbar!



ich



weiß nicht, was Du nicht schreibst:
"Das Haus ist aus dem Jahre 1951 und die Decke zum beheizten Keller besteht aus Stahlträgern mit m.M.n Bimseinlage?!
Im Keller sieht die Decke bzw. der Putz noch gut aus"
Also gibt es eine Kellerwohung ?
Wie wird Dein Raum nachfolgend genutzt (Bad, Flur,Wohnraum) ?



Die



Räume (bewohnte Kellerwohnung direkt unter meinem Flur sowie mein Flur) sollen so bleiben wie sie sind.
Es geht nur um einen neuen Aufbau meines Flurbodens.



Deckenaufbau



Wenn ich weiß welche Profile in der Decke sind weiß ich wie hoch das statisch tragende Material ist. Alles darüber ist gebundene Schüttung, Füllung usw.
Wenn das Bröselzeug Bestandteil der tragenden Decke ist gibt es ein Problem. Das ist zuallererst zu klären!
Mit der Zeichnung kann ich leider nichts anfangen.
Was mich noch stutzig macht ist der gewaltige Höhenunterschied bis zum Fußboden, also die Dicke.
Niemand verschenkt teure Bauhöhe, auch früher nicht. Bis ich nicht genau weiß warum die Decke diesen ungewöhnlichen Aufbau hat kann ich keine Tipps geben wie es weiter geht.
Von den eigentumsrechtlichen Problemen will ich gar nicht erst anfangen, es sei denn das Haus gehört Ihnen. Dann erübrigt sich dieses Problem. Es bleibt noch Brandschutz und Schallschutz der zu klären ist.

Viele Grüße



Flursanierung



In der Praxis :
Fragen Sie mal nach Fermacel-Trockenestrich im
Baustoffhandel.Das braucht man dann nicht meher detailieren.



Maße



Vorab vielen Dank für die bisherigen Antworten.

Ich war soeben im angrenzenden Kellerraum. Bis auf einen Stahlträger (8cm breite) sind alle Stahlträger 10cm breit. Also von unten sieht es so aus, als wären 2 L-Träger nebeneinandergesetzt. Gesamtbreite 20cm. Die Höhe (Unterseite Träger bis OK Estrich) ist 15cm.

Die Zeichnung sollte verdeutlichen wie der Holzträger im Querschnitt in der Decke eingesetzt ist. Die Stahlträger sind nicht eingezeichnet.

Es ist zum Glück mein Haus :-)

PS:
Alle Räume im EG sind so aufgebaut (Holzunterkonstruktion).

V.G.



Decke



Hallo Andreas,
anscheinend ist bei dieser Deckenhöhe das bröselige Zeugs Teil der Druckzone der Decke und nicht nur eine gebundene Schüttung.
Bei 10 cm Untergurtbreite wäre ein U-Profil 20 cm hoch, ein damals üblicher TT- Träger 20 bzw. 24 cm, ein ungleichschenkliger Winkel 15 cm hoch. Nur ein breiter TT- Träger und ein gleichschenkliger Winkel würden in die Deckenhöhe passen.
Das ist allerdings materialtechnischer und statischer Nonsens. Ich kann mir das nur so erklären das entweder kein passender Stahl damals nach dem Krieg zu kriegen war oder aus Kostengründen Altmaterial herhalten musste. Die Bauhöhe war für TT- Profile vorgesehen- deshalb die große Lücke bis zur OFF. Kann auch sein das die Decke Heimarbeit eines Hobbybastlers war um Geld zu sparen.
Deshalb empfehle ich Ihnen sicherheitshalber Kontakt mit einem Statiker aufzunehmen.
Wenn meine Annahme stimmt, sollte man den losen Teil der Decke ausbauen, eine Querbewehrung zur Lastverteilung Verlegen und dann die Druckzone neu betonieren.
Darauf kann dann ein schwimmender Estrich verbaut werden, Höhe ist ja genug da.

Viele Grüße



hmm



Das hört sich nach viel Arbeit an...
Aber es ist wohl der sicherste Weg. Ich werde mich nach einem Statiker umschauen.

Meine Idee eine Schüttung über den gesamten Boden zu verteilen werde ich dann wohl erst einmal Abstand nehmen müssen.

Nur rein informativ für mich. Wenn die im Bild gezeigte Unebenheit nicht bröseln würde, wäre es dann möglich eine Schüttung (ohne Folie) wie beispielsweise Mehabit einfach so darüber zu verbauen?



Auch bei uns...



... sieht es so aus: Decke über Keller bröseliges Zeug. Vorher Balkenlage und Dielen ohne Dämmung. Unser Plan: Dachpappe auslegen, wieder Balkenlage, Schüttung dazwischen zur Dämmung, neue Dielen. Die Balken liegen dann nicht auf der Bröseldecke, sondern auf den Stahlträgern - die Bröseldecke muss doch ergo dann gar nichts tragen (außer sich selbst...). Mach ich hier nen Denkfehler? Werde gespannt weiterlesen...:)



Decke



Wenn die Obergurte der Feldträger oben herausstehen kann man das so machen. Die scheitrechten Kappen sind dann nichttragend, da die Verkehrslast über Dielung und Lagerhölzer direkt in die Träger abgetragen wird.

Viele Grüße



So



in etwa wurde es mir auch von einem Baumarkt-Mitarbeiter gesagt.
Aber ich habe eben auch 3 andere (Baumarkt)-Meinungen bekommen.
Nun soll sich der Statiker erst einmal die Stahlträger anschauen.
Da ich (ich muss sagen ursprünglich) vorhatte hier Raum für Raum die Böden (hauptsächlich aus Gründen des Trittschalls) zu erneuern sollten alle Böden nach Möglichkeit irgendwie einheitlich aufgebaut sein.

PS: Sehen die Stahlträger bei euch auch so aus, als wäre ein L-Träger gespiegelt neben dem anderen?
Ich würde mich nicht wundern wenn der Statiker mir sagen würde es seinen Eisenbahnschienen, da in unserem Garten für alles mögliche Bahnschwellen genutzt wurden. :-)

V.G.



Hier besteht die Möglichkeit



einer sog. Fischbauchdecke.
Diese wird mit Stuss Ziegeldrahtgewebe realisiert.
Die vorgehensweise ist einfach.
Das ganze ist aber von der Beurteilung des Statikers abhängig, was die Tragkraft der Träger anbelangt.
Der aufbau sieht in etwa so aus:
Das Ziegelgewebe wird mit leichter Durchbiegung über die Träger gespannt und an den Wänden dementsprechend befestigt.
Dann wird der Beton eingebaut.
Je nach Trägerabstand erhalten wir dementsprechende Tragkraft Werte. Das Ziegeldrahtgewebe dient als Bewehrung und Schalung zugleich und kommt einer Holzbetonverbunddecke gleich.
Für wietere Fragen in diese Richtung stehen wir selbstverstänlich zur Verfügung.

Grüsse Thomas



Sparbaudecke



nach dem Krieg gab es viele Sparbaulösungen.
Ein Auszug aus dem Buch die Neue Bauanatomie BERLION 1947 von W. Brüning