mein wasserbett und das alte haus :)

08.05.2005


hallo,

wir sind vor ein paar monaten in ein haus von ca. 1900 gezogen. Haben wie in jeder Wohnung unser Wasserbett aufgestellt und dann war erst mal gut :)
Durch Zufall bin ich immer wieder auf Diskussionen über die Tragfähigkeit der Decken in so alten Häusern gestossen...

Die Decke schwingt in der ganzen Wohnung (2.0G). Das Haus ist aus ca 45 cm dickem Backstein. Raumhöhe ca. 4m, es steht in Mannheim. Unser Bett steht an einer Aussenwandecke (ca. 800kg auf etwas weniger als 4qm). Was mir Sorgen macht: Die Böden sind in der ganzen Wohnung schief, Gefälle zur Raummitte hin. Hier wurde ziemlich stümperhaft Laminat verlegt, also sieht man auch nicht was drunter ist. Daten über das Haus gibts keine???
Klar ist ein voller Bücherschrank schwerer uä., aber trotzdem ist das Gefühl nicht so doll :(

Wir sind Studenten und haben nicht wirklich das Geld für einen Statiker, aber ein Loch im Fussboden kann auch nicht das Ziel sein. Kann die Decke jetzt auch nach Monaten einfach 'keine Lust mehr auf uns haben' und ohne Vorwanung alles 10 Meter tiefer befördern, kann das Bauamt der Stadt vielleicht mit Infos/Plänen helfen, was kostet so eine Statikerberechnung (ohne Pläne, ohne Einsichtsmöglichkeit in den Boden) und wo finden wir einen mit Erfahrung???

Viele Fragen - habt ihr eine Antwort? :)

Tami



Auch Statiker sind keine Hellseher



Ohne die Konstruktion einsehen zu können, wird auch ein Statiker keine ernsthaften Aussagen zur Tragfähigkeit einer Decke treffen können. Im Allgemeinen können Verkehrslasten von 150 kg/m² (evtl. auch 200kg/m²) problemlos von bestehenden Deckenkonstruktionen aufgenommen werden. Eine Überprüfung im konkreten Fall erscheint aber sinnvoll, vor allem könnte die schiefe Decke Indiz für eine Unterdimensionierung bzw. Schäden an den Balken sein. Bevor die Decke jedoch bricht, werden wohl erst die Verformungen zunehmen.



Nachtrag



Heutige Ansprüche sollten immer mit den erworbenenen Immobilien im Vorab abgestimmt werden.
Auch im Massivbaubereich wird die Aufstellung von Wasserbetten arg unterschätz, denn auch da gibt es Grenzen, denn es handelt sich dabei bei einigen Größen um Tonnen, die man in die Wohnraunruhezone bewegt bzw. integriert.
Nach unsren ersten augenscheinlichen Aussagen, würden wir die "gesundheitsorientierte Vergnügungszone" in den Erdgeschoßbereich vberlegen, um die wenigsten Bauprobleme heraufzubeschwören.

MfG aus der Oberlausitz Udo & Jens