Dampf - Bremse oder Sperre in Baddecke?

09.05.2011



Hallo Fachwerk-Community,

nachdem ich nun schon sehr viel hier im Forum gelesen habe, bin ich mir immer noch nicht sicher wie ich die Decke im Bad dämmen soll?
Es handelt sich um ein Gästebad im EG welches aber momentan als Hauptbad genutzt wird, da das eigentliche Bad noch im Aufbau ist. Über dem Bad im OG ist der Hauswirtschaftsraum (WM,Trockner und meist kalt, selten beheizt).
Der momentane Deckenaufbau ist von OG nach EG:

-Fliesen
-Estrich
-Dachpappe über die Balken (damit der Estrich wohl nicht durchlaufen sollte)
-zwischen den Balken ist ein Fehlboden (wenn es so heißt; auf diesem liegt auch die Dachpappe)
-Mineralwolle von unten zwischen den Balken
-Bohlen/Bretter unter den Balken, welche die Mineralwolle halten und einen "einfachen, undichten" Abschluss bilden

Nun fehlt noch der Abschluss nach unten, sprich Folie und abgehängte Decke mit Einbaustrahlern. Welche Folienart ist hier zu empfehlen? Bremse oder Sperre?
Nach meinem Verständniss wäre eine Sperre am besten, da die Wärme nach oben hin abnimmt, somit der Wasserdampf im Gebälk kondensiert und nach oben wegen der Betondecke+ Fliesen nicht weg kann.

Vielleicht noch ein paar Infos zum Haus/Bad:
Wir haben die Massivbau-Villa (50er Vollziegel, Teilunterkellert, Balkendecke zum OG+DG) vor kurzem gekauft. Das besagte Bad wurde, vom Vorbesitzer, vor ca. 2 Jahren neu renoviert. Nachdem ein Teil der Bodenfliesen lose war, wollte ich diese wieder neu kleben, hab aber feststellen müssen, dass diese schon mit Silikon notgeklebt waren. Nach lösen der benachbarten Fliesen bin ich dann im Spanplattenboden "eingesunken". Alles Nass und Verschimmelt. Hinter allen Rigipswänden und der Decke war alles voll mit schwarzem Schimmel. Zwischen den Gipswänden fehlte die Dämmung und die Dampfsperre. Grusig, grusig.
Wir haben dann alles rausgerissen (incl. Putz). Dann wurde neu mit Kalkzementputz verputz, Estrich (da Unterkellert) mit FBH verlegt. Halbhoch (möglichst wenig) verfliest. Das Bad hat nicht ganz 4m², beinhaltet WC, Waschbecken, Dusche. Es ist ein Eckzimmer mit ein wenig Abendsonne.

Wenn dies noch zu wenig Infos sind, immer her mit den Fragen!

bayrische Grüße
Ulli



B



Die Antwort (übrigens der Name einer abgefahrenen südafrikanischen HipHop Combo) lautet b: Dampfsperre!!!

Das ist die mit der alukaschierung auf der einen Seite!!!



Feuchtevariable Dampfbremse



Vielleicht wäre eine feuchtevariable Dampfbremse etwas? Bspw. Isover Vario KM oder proclima Intello. Würde ich mir aber von einem Fachmann berechnen lassen.



Diese Antworten hab ich befürchtet ;-) ...



Dampfbremse müstte ja mind. sd>100 haben. Nachdem ich nun schon Tagelang im I-Net nach der perfekten Antwort suche hab ich grad noch folgende Interessante Seite gefunden.

http://www.heiz-tipp.de/ratgeber-879-dampfsperre.html

Hier raus die Passage:
"Eher nicht zu empfehlen sind Innendämmungen (ohne Dampfsperre) mit Dampfbremse bei sehr harten, nichtkapillarleitfähigen und diffusionsdichten Außenwandmaterialien, wie

-sehr schweren Natursteinen,
-wasserdichtem Beton und
-glasierten bzw. gesinterten Klinkern.
Hier sollte eine Dampfsperre (Pe-Folie, Alu-Folie)eingesetzt werden, die sehr sorgfältig verlegt werden muss (lückenlos dicht)."

Bei mir würde dann der Teil "-wasserdichtem Beton und" zutreffen. Nachdem ich die obere Decke (Fussboden) nicht selbst erstellt hab aber beim Umbau die Dachpappe und den Beton (der durch die ritzen geflossen ist) sehen konnte und oben noch Fliesen verlegt sind, würde ich dies mal als Wasserdicht deklarieren. Vielleicht könnten ja noch ein paar meine Theorie als richtig oder falsch bestätigen. Würde ungemein helfen/beruhigen.

Grüße an die Gemeinschaft
Ulli