Nach Sanierung Schimmel im Bad

17.11.2009



Hallo,

vor einen knappen viertel jahr haben wir unser Bad renoviert (Baujahr 72), d.h. neue 2fach verglaste
Fenster eingebaut und auch sonst das ganze Bad kernsaniert.
Fliesen runter, Fliesenmörtel runter, dünnere Außenwandteile mit Styropor isoliert, neu Verputzen lassen und neu gefliesst.
Oben drüber ist ein nicht isolierter Speicher, eine ca. 20cm dicke Betondecke, welche ich gerade dabei bin mit Steinwollplatten auszulegen.

Eine in Planung befindliche Feuchtraumpanelen-Decke ist noch nicht realisiert. Die dafür vorgesehene Holzverlattung ist an der Decke schon verschraubt.
Leider habe ich die letzte Woche feststellen müssen, dass an den Deckenrändern, speziell an der Außenwandseite, grüne Schimmelflecken zu sehen sind. Der hat sich schön zwischen/hinter die Holzverlattung gesetzt.
Zugegeben war unser Lüftungsverhalten durch unwissenheit nicht optimal. Morgens bei geschlossener Tür und Fenster war ein 4cm breiter Kondenswasserrand am Fenster zu sehen.
Anscheinend auch an der Decke, welche verputzt ist (wurde nicht geändert).
Unter den Bodenfliessen wurde auch mit einer Ausgleichsmasse gearbeitet, um die

Fußbodenheizung einzubetten. Hier ist schon noch einiges an Wasser drinne!
Testweise hatte ich einen Bautrockner im Einsatz, welcher aber in 2 Tagen und Nächten nur 2 Liter gesaugt hat.

Ich denke ich muß den Schimmel in erster Linie entfernen und dafür sorgen, dass er sich nicht weiter ausbreitet. Die Maßnahme Dachisolation (oberste Geschoßdecke) sollte doch hier einiges bringen.
Doch wie bekommen ich zuverlässig den Schimmel weg??
Tips von Bekannten reichen von "Schimmelentferner in Bauhaus kaufen" bis "den Schimmel mit Styroporplatten (an die Decke Kleben und die Fugen mit Sanitärsilikon ausfüllen) einschließen".

Vielleicht hat jemand nen guten Rat für mich wie ich hier vorgehen soll??

Schon mal vielen Dank im Voraus
Gruß
Thomas



meine meinung ist ...



kondensat entsteht wenn warme luft auf kalte Oberflächen trifft. dabei kühlt sich die warme luft ab und die rel. Feuchte steigt. in ihrem fall steigt die rel. feuchte scheinbar an der decke auf 100% denn es kondensiert. um schimmelfrei zu bauen sollte also die innenoberflächentemperatur immer über der taupunkttemperatur liegen (ist abhängig von der raumtemperatur und der rel. feuchte) und die rel. feuchte sollte 70% langfristig nicht übersteigen.

problem wird sein dass die luftwechselrate zu gering ist (neue dichtere fenster), demzufolge ist die rel. feuchte zu hoch und die oberflächentemperaturen entsprechen der taupunkttemperatur.

ich empfehle heizen, stoßlüften, heizen, stoßlüften ......... um die im raum vorhandene Feuchtigkeit abzutransportieren und die decke dämmen. dann sollten alle kriterien für schimmelfreies bauen erfüllt sein.

natürlich kann es auch andere ursachen ahebn z.b. diffusionshemmende styropor (dämmung) auf der aussenseite etc. aber selbst das sollte man mit "häufigem Lüften hinbekommen. es gibt auch feuchtegesteuerte lüfter. die werden eingebaut und "lüften" solange bis die eingestellte rel. feuchte erreicht ist. ideal für lüftungsmuffel.

lg an_nag



Wie



wäre es denn mit der Verwendung von Baustoffen die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben?

Wer soll das denn bezahlen, " ich empfehle heizen, stoßlüften, heizen, stoßlüften " ???

Wo soll denn die Feuchtigkeit hin wenn alle Flächen versiegelt sind?

Grüße





mit heizen, stoßlüften ist eigentlich gemeint: 2h stunden heizen und dann 3-5min lüften aber richtig --> wie es einschlägige fachliteratur empfiehlt. denn aufgeheizte warme luft kann mehr feuchtigkeit aufnehmen als kalte. St0ßlüften heist aber nciht das fenster anschrägen, sondern richtig auf und dadurch dass man nur 3-5 min lüftet ist auch gewährleistet dass die speichermassen nicht zu stark auskühlen. das passiert häufig, die menschen schrägen das fenster an, der Sturz wird zu kühl (gerade im winter) und da haben sie schon das nächste kondensat im haus.
wie oft man einen raum lüften sollte, kommt darauf an wie viele menschen, tiere und pflanzen sich in diesem befinden. eine vollbesetzten konferenzraum sollte man häufiger lüften als einen leeren.
irgendwie muss ja die feuchtigkeit aus dem raum und da keine rede von einer zentralen zu und abluftanlage ist muss das wohl oder übel über das fenster geschehen. ich rede nicht davon zu heizen und den lieben langen tag das fenster offen stehen zu lassen.

feuchteregulierende baustoffe sind immer gut für die behaglichkeit und das Klima allgemein, aber ich weiss nicht in wie fern man Lehm etc im bad nutzen kann. dazu kommt noch der ästethische aspekt. was diese baustoffe angeht habe ich keine erfahrung. aber ich weis dass auch bei räumen in denen feuchteregulierende baustoffe benutzt wurden, gelüftet werden muss um z.b. co2 abzutransportieren im übrigen auch 3-5min.

außerdem wird es glaub ich teurer die neuen fliesen von der Wand zu holen und gegen feuchtereg. stoffe auszutauschen als sich ein richtiges lüftungs- und heizverhalten anzugewöhnen.

lg.

ps: decke immer probieren auf der kälteren seite zu dämmen, nur in den nötigsten fällen von innen



Der Schimmel ist grad das Hauptproblem...



Was die Dämmung nach oben betrifftt habe ich ja schon ne Lösung im Ansatz! Ich verlege 2 x 8cm Steinwollplatten auf dem ganzen speicher. Da sollte doch die kalte Decke und somit das Kondensat an der Decke mit erledigt sein...?!

Seit Entdeckung des Schimmels ist auch das Lüftungsverhalten anders, mehrmaliges Stoßlüften am Tag und dazwischen heizen ist angesagt, irgendwie muss die Feutigkeit ja raus. Und nachts ist die Tür nen Spalt offen...da muss mein Geldbeutel und ich eben durch den Winter...Wenn das Wasser raus ist wird das ganze eh ein wenig lockerer. Wir müssen das Lüftungsverhalten im ganzen Haus überdenken, hier wurden alle Fenster ausgetauscht!

Mein Problem ist wie gesagt der vorhandene Schimmel!!!
Wie krieg ich das Zeug los - ein für alle Mal???
Abkratzen?
Mit Alkohol abwischen??
Dann mit irgendwas versiegeln???
Wer hat Rat????

Danke an Eure Unterstützung....
Gruß
Tom



Der Schimmel ist grad das Hauptproblem...



Was die Dämmung nach oben betrifftt habe ich ja schon ne Lösung im Ansatz! Ich verlege 2 x 8cm Steinwollplatten auf dem ganzen speicher. Da sollte doch die kalte Decke und somit das Kondensat an der Decke mit erledigt sein...?!

Seit Entdeckung des Schimmels ist auch das Lüftungsverhalten anders, mehrmaliges Stoßlüften am Tag und dazwischen heizen ist angesagt, irgendwie muss die Feutigkeit ja raus. Und nachts ist die Tür nen Spalt offen...da muss mein Geldbeutel und ich eben durch den Winter...Wenn das Wasser raus ist wird das ganze eh ein wenig lockerer. Wir müssen das Lüftungsverhalten im ganzen Haus überdenken, hier wurden alle Fenster ausgetauscht!

Mein Problem ist wie gesagt der vorhandene Schimmel!!!
Wie krieg ich das Zeug los - ein für alle Mal???
Abkratzen?
Mit Alkohol abwischen??
Dann mit irgendwas versiegeln???
Wer hat Rat????

Danke an Eure Unterstützung....
Gruß
Tom





also für immer wird man den schimmel nicht weg bekommen. er ist mehr oder weniger überall, er wartet nur auf das richtige milieu und das ist feuchtigkeit. was die chemische keule angeht habe ich keinen rat bzw. keine erfahrung

lg



Das Hauptproblem sind die dichten Fenster im Gegensatz zu den vielen ...



Wärmebrücken bei Wand und Decke. Das Styropor bei den dünneren Stellen an der Außenwadn (Heizkörpernische?) ist ein klassischer Schuss in den Ofen - dahinter wird es garantiert schimmeln.

Die Isolation auf der Betondecke im Dachboden löst nicht das Problem, da die Betondecke auf der Außenmauer aufliegt und dort die Wärme abgeht.

Es braucht hier Beratung vor Ort mit jemanden, der Dir kein Dämmmaterial verkaufen will.

Schimmel mit 5% Sodalösung reinigen - aber konstruktiv muss etwas geschehen. Nicht die Auswirkungen behandeln, sonder die Ursache.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Schimmelbekämpfung



Hallo

wie man Schimmel am Besten bekämpft lesen Sie im Schimmelpilzleitfaden des Umweltbundesamtes nach (Link: http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2199.pdf)
Für die befallenen Flächen rate ich die Lattung zu entfernen, den Putz in diesen Bereich zu entfernen und diese dann mit 10%iger Wasserstoffperoxidlösung mind. 2. mal zu behandeln. Dies ist unbedingt nötig um die Schimmelsporen möglichst komplett abzutöten, damit dieser nicht in der abgehängten Decke weiterwächst. Sorgen Sie bei der Ausführung der abgehängten Decke auch, dass die Randfugen abgedichtet werden.
Freundliche Grüße

Engelhardt



Schimmelbekämpfung



Hallo

wie man Schimmel am Besten bekämpft lesen Sie im Schimmelpilzleitfaden des Umweltbundesamtes nach (Link: http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2199.pdf)
Für die befallenen Flächen rate ich die Lattung zu entfernen, den Putz in diesen Bereich zu entfernen und diese dann mit 10%iger Wasserstoffperoxidlösung mind. 2. mal zu behandeln. Dies ist unbedingt nötig um die Schimmelsporen möglichst komplett abzutöten, damit dieser nicht in der abgehängten Decke weiterwächst. Sorgen Sie bei der Ausführung der abgehängten Decke auch, dass die Randfugen abgedichtet werden.
Freundliche Grüße

Engelhardt