Decke Abhängen für Schallschutz

22.08.2008



Hallo an alle Fachfrauen und Fachmänner.

Ja bitte jetzt nicht gleich den Kopf abreißen wenn Ihr (ich hoffe mal ich darf hier duzen?) das Thema lest. Es geht um das gute alte Thema Holzdecke abhängen zwecks Schallschutz. Ich hab nun so viel gelesen und nun widerspricht das sich alles. Das Forum hier kam mir am professionellsten vor. Darum hier noch mal die Frage.


Das Problem:
Lauter Obermieter, Getrampel, Bassbox auf Fußboden, Gespräche eher nicht so zu hören, das Problem ist wohl eher der Körperschall/Trittschall (hoffe das sehe ich richtig) ?

Die Vision + die Gegebenheiten:
Nun möchte ich, im Zuge der Renovierung meiner Stube, eine Zwischendecke zur Minderung der Lärmbelästigung einziehen. Platz nach Oben ist genug (rund 3m) und die Breite des Raumes beträgt etwa 4m und 6m lang.

Die erste Idee:
Meine erste Idee war eigentlich eine, komplett von der eigentlichen Decke getrennte, Zwischendecke ein zu bauen. Also mittels dicker Balken die über die 4m Strecke an die Wände befestigt werden. Darauf dann 2x Gipsfaserplatten + Strukturputz oder ähnliches. Evtl. in den entstehenden Zwischenraum noch Dämmwolle mit hoher Eigendichte???

Keine gute Idee?
Jetzt habe ich aber des öfteren gelesen, dass es keine gute Idee ist die Zwischendecke an der Wand zu befestigen weil über diese der Trittschall von oben ebenfalls übertragen wird. Ist das so? Erreicht man tatsächlich mit der herkömmlichen Methode (Befestigung mittels Metall oder Holz Tragegerüst an der Decke) mehr Schallschutzwirkung?

Freu mich auf paar Tipps. Und bitte nicht anmeckern wenn ich das Thema schon wieder aufgreife. Daaaaanke…

Gruß Lars



nach Ihrer Beschreibung ist wohl der fehlende Trittschallschutz



wohl das Hauptproblem. Sie sagen, daß laute Gespräche nicht zu hören sind, also besteht kein Körperschallschutzproblem. Das vhd. Schallproblem läßt sich durch Abhängen der Decke so nicht lösen. Dazu müßten die Dielen abgenommen werden und ein Trittschallfilz unter Lagerholz (Lagerbrett)aufgelegt werden.



Schall durch Decke



Guten Tag,

Im Prinzip ist das richtig, man kann trotzdem was machen:
1. Den Obermieter davon überzeugen, daß es einen unvergleichlich brillianteren Sound gibt, wenn man die Boxen auf Tennisbälle stellt.
2. Eine abgehängte Decke aus mindestens 2 x 12,5 mm GK nach Werksvorschrift auf Federschienen abhängen und zu den Wänden hin eine sg. Schattenfuge lassen.
3. Die Decke durch lose eingelegtes Dämmmaterial aus Naturfasern gegen stehende Wellen bedämpfen
4. die Wände des Zwischenraumes mit Eierkartons bekleben

Dann hätten Sie getan, was man als Mieter so tun kann, der rest wäre in der Tat ein besserer Trittschallschutz von oben.

Grüße



Hallo



Erst mal vielen Dank für die raschen Antworten. Trittschallschutz von oben wäre ganz klar die beste Lösung. Ist aber finanziell vorerst nicht möglich. Daher der Versuch im Zuge der eh anstehenden Renovierung der unteren Räume so viel Schallschutz wie möglich zu erreichen.

Also habe ich das richtig verstanden, dass die Variante mit einer komplett unabhängigen Decke die von Wand zu Wand gespannt wird eher schlecht ist? (Dran könnten dann ja wieder die GK Platten federnd befestigt werden)

Eine doppelt beplankte mit Federschienen abgehangene Decke ist besser (dazwischen Dämmaterial)?


Danke schon mal im Voraus... Gruß Lars





Richtig



habe metallkonstruktion von ehemaliger zwischendecke



Hi!
Wir haben vor etwa einem Monat die Zwischendecke in unserer Erdgeschosswohnung abgebaut, es handelte sich um eine Aufhaengung an der Decke (Holzdecke) an der Gipsplatten aufgehaengt waren. Das ganze hat uns eine Menge Platz nach oben gebracht, aber leider hoert uns jetzt der Nachbar von oben :-). Wenn du aber die Zwischendeckenkonstruktion (fuer 5,80x4,80 also etwa 30m²) haben willst, dann schreib mir ne mail *christoph@brueckenschlaeger.de*, Standort Berlin.
gruss,
christoph