Holzbalkendecke, wie funktioniert ordentliche Wärmedämmung und gleichzeitig Trittschallschutz?




Hallo,

ich brauche einen fachkundigen Rat!

Ich habe ein Haus geerbt, Baujahr etwa 1910 und habe begonnen dieses zu renovieren!

Jetzt zur Frage:
Da man jegliche Schrittegeräusche etc. aus der 1. Etage im Erdgeschoss hört überlege ich die Holzbalkendecke freizulegen und neu aufzubauen.
Wichtig wäre mir nun wie ich den neuen Aufbau fachgerecht hinbekomme.
Im Moment sind von oben Holzdielen auf den Holzbalken vernagelt, von unten ist auf ein Holz-Strohgeflecht aufgeputzt worden. Dazwischen nur ein bisschen Sand!
Ich würde wenn möglich gern soweit es geht natürliche, bzw nachwachsende Dämmstoffe verwenden wollen.

Ich weiß das es darüber viel im Internet gibt, aber von dem was ich bis jetzt gefunden habe, bin ich nicht so sehr überzeugt.

Vielen Dank für eure Antworten
mfG



Deckenaufbau



Eine Wärmedämmung innerhalb eines Hauses ist nicht erforderlich, die Decke liegt zwischen zwei benutzten und damit beheizten Räumen.
Auch Schallschutz spielt innerhalb einer Nutzungseinheit keine große Rolle. Wenn ich oben in meinem Schlafzimmer herumlaufe, kann ich nicht gleichzeitig im Wohnzimmer darunter sitzen und mich darüber aufregen.
Beim Schallschutz ist noch zu klären, ob es hauptsächlich um Trittschall, Körperschall oder um Luftschall geht.
Trittschall sind Lauf- bzw. Klopfgeräusche, die durch harte Absätze beim Laufen entstehen. Die normalerweise im Haus übliche Hausschuhe sind natürlich nicht mit Straßenschuhen oder Pfennigabsätzen vergleichbar. Schon ein weicher Belag kann diese Geräusche drastisch dämpfen.
Körperschall wäre die Übertragung durch flankierende Bauteile wie Heizungsrohre, durchgehende nichttragende Wände usw. von Schwingungen aus fest montierten Lautsprechern, Waschmaschinen und ähnlichen, schwingenden Geräten.
Luftschall wären Gespräche, TV und Radio, die entweder direkt über die Luft übertragen werden (Spalten und Löcher in der Decke) oder Bauteile zum Schwingen anregen.
Dagegen hilft am besten Masse. Der Sand in der Decke ist ein gutes Mittel zur Schalldämmung, also unbedingt drin lassen. Neben einer weichen bzw. entkoppelten Nutzschicht kann man sich auch mit einer entkoppelten Unterhangdecke behelfen.

Viele Grüße



Bodenaufbau



Ich habe mit Holzweichfaserplatten gute Erfahrungen gemacht.
Gibt's alls fertiges System, ist aber teuer. Ich nehm grossformatige Platten mit stumpfer Kante und schneide Sie in
ca. 35 cm breite Streifen.( je nach Stärke des Fertigfussbodens) Beim Verlegen kommt zwischen jede Platte eine Holzleiste. Die Leiste ist 4-5 mm schwächer als die Platten.Beim Verlegen des Fertigfussboden zieht sich die Holz-
leiste beim verschrauben unter den Boden und trennt Ihn vom
Untergrund.