Sanierung und Aufbau Holzbalkendecke bei DG-Ausbau

22.02.2007


Hallo,

ich plane derzeit einen Ausbau eines Dachgeschosses in einem ca. 1930 gebauten Haus. Aufgrund von in den 60ger Jahren eingebrachten Holzschutzmitteln wollen wir den Fußbodenaufbau neu machen und das „behandelte Zeug“ zwischen den Balken entfernen. Die Balkendecke zum derzeit kalten DG ist wie folgt aufgebaut (von unten nach oben): Putz auf Strohträger, Deckenbalken mit Stakung und Bauschutt, Rauhspund. Stakung, Schüttung und Rauhspund werden entsorgt und anschließend die Deckenbalken mit einem Sperranstrich 3-seitig maskiert. Anschließend soll der Zwischenbalkenbereich wieder befüllt werden, die Deckenbalken mit Trittschallstreifen versehen und eine Lage MSB-Platten 22mm verschraubt werden. Darüber kommt dann Laminat oder Fliesen (Bad). Schallschutzanforderungen bestehen keine, da das DG zur darunterliegenden Wohnung zugeschlagen wird.
Nun meine Fragen:
Wie sollte die Füllung zwischen den Deckenbalken aussehen, wenn ich keine Möglichkeit einer Dampfsperre unterhalb der Decke habe? Ist eine Dampfsperre überhaupt nötig? Kann ich den Zwischenraum der Deckenbalken mit Schalldämmplatten oder z.B. Perliten vollfüllen oder besteht irgendwo die Gefahr von Feuchtigkeitsbildung, da die Decke nicht richtig „atmen“ kann. Aus Gewichtsgründen wollte ich auf eine schwere Schüttung verzichten.

Da zwar das komplette Dach gedämmt, aber nicht jeder Dachbereich beheizt wird, bin ich hinsichtlich der Fragestellung bzgl. Feuchtigskeitsschäden in der Holzbalkendecke etwas unsicher und dankbar für jeden geeigneten Rat oder Hinweis.

Gruß,
Ralph



Deckensanierung



Guten Tag Herr Menke,

so wie Sie die Maßnahme beschreiben, fürchte ich, daß in kurzer Zeit die Balken auf Ihren Kopf fallen werden. Grund ist der, daß sie allseitige "Maskierung" mit einem Abdichtungsmittel nicht überleben werden.
Der Rest scheint in Ordnung zu sein. Eine Dampfsperre brauchen Sie zwischen ähnlich genutzten Räumen nicht, wohl aber auf der warmen Seite, wenn z.B. unten ein Feuchtraum und oben ein meistens kühler Raum ist. Schädlich sind auch Latex-Teppichrücken (z.B. bei IKEA-Kokosfaser).
Den Zischenraum würde ich nicht vollständig füllen, sondern einen Fehlboden einbauen. Perlite ist in Ordnung, aber erwarten Sie nicht allzuviel vom Schallschutz !

Grüße



zu Deckensanierung



Guten Tag Herr Beckmann,

vielen Dank für Ihre Antwort. Bezüglich der Maskierung habe ich bisher kein großes Problem gesehen, da das gewählte System keinen lackähnlichen Charakter hat, keine Filmbildung an der Oberfläche verursacht und somit die Dampfdurchlässigkeit des Holzes erhalten bleibt. Somit hielt ich diese Variante bisher für unkritisch, zumal mir diese Möglichkeit auch durch ein beauftragtes Institut als Sanierungsmaßnahme benannt wurde. Gibt's denn sonstige und vertretbare Alternativen? Problemstoff ist Lindan, deren Konzentration zwar unterhalb der Grenzwerte für Wohnbereiche liegt, wir dennoch hier ein Restrisiko ausschließen und somit sanieren wollen.

Für die Verfüllung des Zwischenraumes habe ich Perlite bisher als zweite Wahl angesehen. Kann ich stattdessen auch auf Dämmplatten aus Mineralwolle o.ä. zurückgreifen?

Gruß,
Ralph



Decke



Ich kenne mich mit der Lindan-Sanierung nicht aus, wundere mich aber, daß dampfdurchlässige Behandlung Lindan abhalten soll. Da halte ich eine kritische Überprüfung sowohl des Institutes als auch der Aussage für angebracht.

Wenn es also eine Lasur ist, ist nichts dagegen einzuwenden, außer meinen leisen Zweifeln, o sie überhaupt etwas bewirkt, außer Ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
In schalltechnischer Hinsicht sind Dämmplatten okay, sie bedämpfen den Zwischenraum und verhindern Resonanzen, außerdem schlucken Sie durch Absorption ein wenig Schall.
Allerdings fehlt nach wie vor die notwendige Masse.
Wie erwähnt: keine Wunder erwarten.

Grüße



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Holger Rupprecht