Welchen Fussbodenaufbau auf Beton/Holzbalkendecke?

08.01.2004


Hallo,

ich habe folgendes Problem, und zwar habe ich ein etwa 80 Jahre altes Bauernhaus gekauft, das nicht Denkmalgeschützt ist. Das Haus ist nicht unterkellert, als Wohnraum dient das Erdgeschoss und der 1 Stock. Im 1 Stock haben wir aus einem kleinen Wohnzimmer und 1 Schlafzimmer die Wand rausgemacht um ein großes Wohnzimmer zu machen. Nun ist das Haus vor etwa 25 Jahren komplett umgebaut worden, d.h Aussenwände wurden erneuert (wegen Salpeterbildung durch den damaligen Stall und des Urins) und alte Holzbalkendecken wurden rausgemacht und durch Hohlkammerbeton (hoffe das ist der richtige Ausdruck)ersetzt. Ich habe nun auf beiden Etagen eine Geschosshöhe von 2,14m. Im Erdgeschoss ist ein Betonboden auf den wir Kork legen möchten. Im Sockwerk darüber ist ein Dielenboden mit etwa 35mm starken Holzdielen direkt auf eine Unterkostruktion vernagelt. Da dieser Holzdielenboden stellenweise uneben ist und wie verückt knarrt, wollen wir in entfernen und erneuern. Nun wurde aber nicht überall eine Betondecke eingezogen, sondern in einem Raum (das damalige kleine Wohnzimmer)ist nach wie vor die alte Holzbalkendecke drin geblieben (Grund hiefür ist mir unbekannt). In diesem Raum liegen die Holzdielen auch direkt auf den Balken auf (ohne Unterkostruktion). Welche Möglichkeit habe ich nun um einen stabilen Boden reinzumachen und später auch Kork darauf zu verlegen?

Ich dachte daran, das ich bei den Räumen, bei denen der Betonboden als Untergrund ist eine neue Unterlattung mache, um auf die Höhe der Holzbalkendecke zu kommen und dann mit 25mm starken Spanplatten (Bodenverlegeplatten) einen sauberen im Wasser laufenden Boden draufmache. Ich dachte auch daran, den Boden schwimmend reinzumachen und nur an den Kanten zu verleimen. Mir ist es bewusst, das ich nicht viel Schalldämmung dazwischen machen kann, ich möchte halt wenigstens die 2,14m Raumhöhe nachher behalten.

Ich hoffe ich konnte mich für jedermann verständlich ausdrücken und hoffe, das Ihr mir Tips habt ob mein Vorhaben gelingen kann oder nicht.

Für rege Teilnahme bedanke ich mich im vorraus.
Gruß
Ralf



Wegen der Decke...



Hallo, Ralf!

Wegen der Deckenkonstruktion folgender Ratschlag: Da die Decke an sich schwer genug sein sollte (Ausfachung???), um einen Schallschutz nach unten zu bieten, bleibt lediglich eine knarr-freier Aufbau nach oben übrig.
Dazu auf Balkenbreite geschnittenen Nadelfilz auftackern, dann Querlattung aufSCHRAUBEN. Nägel verziehen sich leicht. Darauf am besten die OSB-Platten, wenns nicht sichtbar sein soll, aufschrauben. OSB ist wesentlich belastungsfähiger als Spanplatte (kriegste schon bei 15 mm Dicke nicht gebrochen) und kann auch gleich als Sichtbelag verarbeitet werden. Bei Sichtbelag auf die "Körnung" achten, hatte selbst schon mal drei unterschiedliche Körnungen von einer Palette, sieht blöd aus.

Tja, ansonsten soweit alles Gute und viel Spaß, Glück, Geduld, etc... *grins*


Und schöne Grüße aus McPomm.

Arne
*Gott würdelt nicht. Und wenn, dann Kippe.*





Danke mal für die schnelle Antwort, zwischen den Balken ist mit Beton ausgeschüttet, also Schallschutz ist gewährleistet. Wäre es nicht ratsam die ISB Platten ohne zu verschrauben zu verlegen? ich dachte das man sie am Stoss einfach nur verleimt somit die ganze Sache schwimmend zu halten, was denkt Ihr darüber?



Balkenabstand



Hängt immer davon ab! Bei eine ca. lichten Weite von ab 70 cm würde ich eine querverlegte Holzlattung (Sparschalung) auflegen, aber nicht mit der Unterkonstruktion verbinden (Schallübertragung!) und darauf eine trittfeste Holzweichfaserplatte zur integrierten Aufnahme eine Holzdielung. Oder bei dem DHD-Dosersystem sofort schwimmend auf die Balkenkonstruktion verlegen, vorausgesetzt es ist bis zur Oberkante bündig aufgefüllt! Grüße vom LehmWerk-team