Stallausbau / Boden - Wand - Decke

19.10.2008



Hallo Zusammen

ich bin hier im Forum, und was das Thema Altbausanierung angeht, neu.

Wir haben uns ein Bauernhaus aus dem Jahre 1920 gekauft, welches wir nun sanieren wollen. Nun stellen sich mir die ersten größeren Probleme. (Irgendwie habe ich das Gefühl, es werden nicht die letzten bleiben ;-( )

Wir wollen den ehemaligen Stall (45cm Bruchsandsteinmauer) zu einem Wohn- und Esszimmer umbauen. Der Vorbesitzer hat den Boden zuerst mit Bauschutt ( Steine, Rabatten etc.) gefüllt und dann mit Beton ausgegossen. Isolierung Fehlanzeige.

Nun meine erste Frage: Gibt es einen Bodenaufbau bis max. 15cm, der eine ausreichende Isolierung gewährleistet und gleichzeitig Fussbodenheizungstauglich ist? Wenn ja, wie sieht dieser aus? Oder ist es sinnvoller, sich die Arbeit zu machen und den ganzen Betonboden ( ca. 50qm ) rauszureissen und den Boden komplett neu aufzubauen?

2. Wir möchten Innen wie Aussen den Sandstein als Sichtmauerwerk erhalten. Ist dies sinnvoll?
Wie sieht es mit Feuchtigkeit in den Wänden aus? Ich kann keine Horizontalsperre im Mauerwerk erkennen.

3. Die Decke besteht aus Stahlträgern, die im Bogen ausgemauert sind. Darüber soll auch Wohnraum entstehen. Trägt so eine Decke einen "normalen" Estrich von 5cm oder gibt das die Statik nicht her?

So, ich denke das reicht fürs Erste. Für die Antworten bedanke ich mich schon mal im Voraus und sicherlich bis demnächst.

Grüße Thomas



Sandsteinhaus



Hallo,

mal sehen, ob ich Ihre Fragen der Reihe nach beantworten kann:

In massiv gibt es einen solchen Bodenaufbau nicht, weil alleine die Betonbodenplatte, richtig ausgeführt, kaum unter 18-20 cm dick wäre.
Die Minimaldicke eines Aufbaues ergibt sich aus der Dicke des Heizestriches, ca. 8 cm und der erforderlichen Dämmstoffdicke darunter: 10 cm in WLG 0,35.
Dazu kommen kapillarbrechende Schicht und Oberboden.
Mit anderen Worten: es geht gar nicht.
Überlegen Sie Alternativen
a) zur Fußbodenheizung
b) zur möglichen Dicke des Gesamtaufbaues !

Ich schlage vor, ein Sandbett einzubringen, Plan abzuziehen, 80 - 100 mm Schaumglasplatten aufzulegen und diese direkt mit Natursteinplatten > 30 mm oder Werksteinplatten zu belegen.
Das paßt von der Höhe erlaubt aber keine FBH.

Zu 2: Innen gehört eine Wärmedämmschicht dran, entweder auch Schaumglas in Platten oder etwas kapillaraktives.

Zu 3: bei der Decke handelt es sich um eine Kappendecke. Je nach Abstand der Träger sollte sie tragfähig sein.
Wichtig für den Zustand: Gibt es auch keine Risse in den Kappen ? Vorzugsweise die Kappen am Deckenrand geben bisweilen nach.

Viel Erfolg !





Hallo

erstmal Danke für die Antwort.

Bei 1. habe ich mich wohl nicht genau ausgedrückt. Mit 15cm Bodenaufbau meinte ich den vorhandenen Betonboden so belassen wie er ist und einen neuen isolierten Bodenaufbau darüber machen, welcher dann wegen der Türen und Decke max. 15cm haben dürfte.

Oder eben alles raus, dann wäre die Höhe des neuen Aufbaus egal.

zu2. Brauche ich die Innenisolierung "nur" zur Dämmung, oder gibt es sonst noch Argumente dafür.

zu3. Die Decke ist von unten und oben verputzt. Im Putz kann ich keine Risse erkennen.
Wie würde man am Besten die Wölbungen füllen, bevor man über die ganze Fläche einen Estrich macht?

Grüße Thomas





Hallo,

auf eine vorhandene Betonbodenplatte können Sie natürlich Schaumglas aufbringen, in Bitumen heiß geklebt, das dichtet dann auch noch ab.

Die Innendämmung aus Schaumglas ist Dämmung und Dampfsperre in einem.
Die Zwickel oberhalb der Träger würde ich mit Leichtbeton, Thermozell 250 füllen und anschließend Estrich aufbringen.

Grüße



Fußbodenaufbau



Hey
wie wäre es mit einem Trockenestrich?
Da gehts auch mit FBH.
mfg
R.H.