Dämmung oberste Geschoßdecke

08.10.2012



Liebes Forum!

Ich habe vor kurzem einen Vierkanthof Baujahr ca. 1900 erstanden. Als eine der ersten Maßnahmen möchte ich die oberste Geschoßdecke dämmen. Es sind einerseits Holzbalkendecken (Tramdecken) andererseits Dübbelbaumdecken vorhanden. Das Holz ist nicht mehr in einwandfreiem Zustand (Holzwurm) habe aber von mehreren "Fachleuten" bestätigt bekommen, dass das kein Problem sei (ist halt bei einem alten Haus so)! Dachboden wird nicht ausgebaut, man sieht von innen die Dachziegel.

Aufbau Tramdecke (von innen):
- Kalk- oder Gipsputz
- Putzträger (vermute Schilf)
- Holzbretter (ca. 2 - 2,5cm)
- Holzbalken (ca. 23cm)
- zwischen den Holzbalken dürfte etwas Schüttung sein (30mm)
- Holzbretter (ca. 2 - 3cm)
- eventuell Plastikfolie???
- Estrich (ca. 2 - 3cm)
teilweise ist noch eine Holzdecke abgehängt

Aufbau Dübbelbaumdecke (von innen):
- Kalk- oder Gipsputz
- Putzträger (vermute Schilf)
- Holzbalken (ca. 20cm, ev. weniger)
- Sandschüttung, max. 3cm

Ich denke an eine Zelluloseeinblasung / offene Aufblasung mit nachträglicher begehbarer Platte - die Dämmschicht könnte schon so 35cm betragen.

Nun zu meinen Fragen:

- bei der Tramdecke, sollte man hier IN und AUF der Decke dämmen? - eventuelle Probleme mit Taupunkt? Wenn nicht in der Decke isoliert wird, kann es zu Kältebrücken am Mauerwerksanschluß führen?

- ist eine Dampfbremse erforderlich?

- welche oberste begehbare Schicht (diffusionsoffen) sollte man verwenden?

- die gesamte Konstruktion sollte nicht zu schwer werden!

Vielen Dank!



Ist wirklich Zellulose...



... gewünscht und soll der FB vollflächig begehbar sein, wird eine Unterkonstruktion Hausnummer 200mm unumgänglich, 350mm erscheint nicht wirtschaftlich... als Tragschicht wäre dann Rauhspund oder OSB denkbar... ansonsten ginge wohl noch Perlite&Co. mit einem wie auch immer gearteten Trockenestrich...

Gehen denn die Dachbereiche ineinander über oder sind das getrennte Gebäudeteile (es geht jetzt darum, eine Ebene zu schaffen)?

Den Estrich würde ich entfernen, dann hat es sich mit der Folie auch erledigt...

Eine Dampfsperre oben wirst Du nicht brauchen... die würde eher unten Sinn machen, aber das würde ich nicht anfassen wollen...

MfG,
sh





Danke für die Antwort!

Ich bin deswegen auf Zellulose gekommen, da ja ein Feuchteabtransport erfolgen soll (damit die Holzdecken nicht ständig feucht sind). Die Dämmstärke ergibt sich an den meisten Stellen konstruktiv, ist aber mit 350 mm sicher der höchste Wert (teilweise vielleicht nur 250 mm).

Die Dachbereiche gehen ineinander über, eine Stufe ist aber kein Problem, da der Dachboden nicht genutzt wird. Ich stelle auch keine besonderen Anforderung an eventuelles Schwingen der begehbaren Fläche (man sollte halt nur nicht durchbrechen). Gibt es diffusionsoffene, begehbare Platten oder sollte ich eher Nut-Federbretter nehmen? OSB ist ja nicht diffusionsoffen.

Perlite wäre auch ok, aber welchen Trockenestrich soll man da verwenden? Außerdem 200 - 300 mm Perlite, das geht ganz schön ins Geld!

LG
Ernest