Dämmung einer alten Decke zum nicht gedämmten Dachboden

25.11.2005



Hallo!
In unserem vor kurzen erworbenen Haus wollen wir die Decke zum Dachboden dämmen. Baujahr des Hauses: 1930
Die Decke wir durch Holzbalken getragen und ist wie folgt aufgebaut (von u. nach o.): Verputzte Strohmatten/ Bretter von unten an Balken genagelt/ 10 - 12 cm Luftraum/ wieder Bretter, die auf an die Innenseiten der Balken genagelte Latten aufliegen/ auf diesen Brettern ca. 3-4 cm Lehm/ 1-2 cm Sand/als Lauffläche auf die Balken genagelte Dielenbretter.

Ich wollte die Decke von oben durch auflegen von kaschierter Mineralwolle zwischen neu aufgebrachte Holzbalken ganzflächig dämmen. Der Boden soill nicht ausgebaut werden.

Da ich nur an 2 Stellen den Deckenaufbau geprüft habe, befürchte ich, dass der bestehende Luftraum in der Decke mir den Erfolg der geplanten Maßnahme zu nichte macht, weil die Wärme durch ihn in das umgebende Mauerwerk flüchtet oder eventuell irgendwie eine Zirkulation besteht, die die Wärme abführt.

Welche Erfahrungen gibt es in diesem Zusammenhang, bzw. durch welche Maßnahmen kann ich prüfen, ob der bestehende Luftraum wirklich isolierend wirkt.



OSB + Isofloc



hab ich bei mir mit einer Perlit Schüttung (gut fürs Gewicht) und OSB-Platten 22mm flächig mit Ausgleichslattung realisiert.
Dämmwirkung 1a, trotz offener Seiten!
Alles selber machbar und noch dazu einen super begehbaren Speicher.



OSB + Isofloc



Das ist ja interessant. Sie haben also einfach auf eine identische Decke die beschriebene Dämmung aufgebracht? Haben Sie kontrolliert, ob der Luftraum in der Decke nach den Seiten hin geschlossen ist? Oder wie muß ich das lesen: "Trotz offener Seiten" Für mich ist im Moment nicht vorstellbar, dass die Dämmung zu 100% wirkt, wenn sie praktisch komplett "unterlüftet" ist.
MfG
Clemens



nein nicht kpl. unterlüftet



an den seiten habe ich zum schluss , wo es ging Glaswolle reingestopft.
komplett luftdicht 100% abschotten (z.B. PU-Schaum) wollte ich auch nicht. Fachwerkhaus ist ja kein plastikbeutel.
schliesslich isoliert ja das perlit hauptsächlich.



Also doch Seiten abdichten



Vielen Dank für Ihre Hinweise. Es ist also doch wichtig, die Seiten abzudichten. Ihre Erfahrungen sind mir schon eine große Hilfe. Danke!
Ein wenig hatte ich ja erhofft, dass sich jemand zu Wort meldet, der sagen kann, ob es Mess- oder Kontrollverfahren gibt, die eine Aussage über eine eventuelle Unterlüftung treffen können. Aber das ist wohl vermutlich zu aufwendig. Ob wohl letztendlich nur eine Wärmebildkamera Aufschluß über eventuelle Schwachstellen gibt?