feuchter Keller - morsche Kellerdecke - was tun? Verputztes Fachwerk - Fotos

15.11.2012



Hallo,

wir interessieren uns für ein Haus bei Eschwege. Heute waren wir wieder dort und haben erstmals den Keller gesehen.
Ein Teil ist gemauertes Gewölbe - da ist alles gut -ein anderer Teil hat starke Deckenbalken mit Lehmdecke. Dort sind die Balken stark angegammelt und Holzteile der Decke zerbröseln in Sägemehl und weißlichen Schimmel, obwohl dieser nicht stark auftritt. Was ist dort zu tun?? Der Geruch ist OK.

Ein anderer Keller unter einem Anbau hat nachträglich eine Betondecke bekommen - wahrscheinlich sah die Decke auch mal so aus wie im Haupthaus. Kann man die Decke im Haupthaus genauso betonieren? Wie geht das??

Ich weiß ich weiß, dazu bedarf es eines Spezialisten, das ist mir schon klar, ich würde nur gerne eine grobe Einschätzung lesen, ein Tip, eine Idee - ich werde nicht aufgrund eines Forumbeitrages die Decke betonieren.

Ausserdem habe ich schon einen Beitrag im Forum geschrieben hinsichtlich des Putzes.

In den vielen Unterlagen steht 1933 bei einem Antrag zu einem Umbau, dass das Haus komplett verputzt werden muss.

Was könnte man denn nun so machen mit so einem Haus? Alles lassen, alles Fachwerk, teilweise Verputzen - was macht Sinn, welche Ideen gibt es??

Fotos von den 2 Kellerdecken, Fotos vom Putz, Foto von der Plastikverkleidung auf der Süd und Ostseite.


Ach nein, leider kann man nur ein Foto hochladen?? Leider keine weiteren Fotos, das Forum bietet mir diese Möglichkeit nciht an.

LG Felix



Betonierter Keller



Hier ein Bild vom anderen Keller mit betonierter Decke.

Wäre solch eine Decke für den Hauptkeller mit der maroden Decke ein Option?

Das ist aber mühsam mit den Fotos - das geht in anderen Foren besser...

Pro Beitrag nur ein Foto...





noch mal die Kellerdecke im Haupthaus -was tun??





Frontansicht mit Plastikverklkeidung. Darunter ist Putz wie am gesamten Haus. Eine Seite lässt gut Luft unter die Plastikverkleidung, bei der anderen Seite steht das Platik fast bis ganz auf den Boden auf. - da ist die Hinterlüftung wahrscheinlich nicht so gut. Das Plastik ist auf einer Lattenkonstruktion.





Noch mal Putz und Platikverkleidung



Moin Felix,



hört sich nach einer 50 000,- + X - Baustelle an, bis du auf heutigem Standard bist......lohnt das in euren Augen, oder gäbe es für das Geld nicht bessere Objekte?

Was genaueres kann dir aber nur jemand vor Ort sagen, hinter der Plastikfassade warten wahrscheinlich auch noch ein paar "Joker"......

Gruss, Boris





Nehmen Sie zum nächsten Ortstermin einen erfahrenen Fachwerkkenner mit. Auch wenn Sie dafür etwas Geld investieren müssen, es ist gut angelegt.
Ohne fachliche Begleitung vor Ort sollten Sie diesen Kauf nicht tätigen. Im Rahmen eines Ortstermins wird das Gebäude u.a. besonders bezüglich konstruktiver Schäden, mangelhaftem Bauunterhalt und bereits vorgenommene Sanierungsmaßnahmen begutachtet. Vielfach sind vermeintlich gut gemeinte Sanierungsmaßnahmen nicht immer sinnvoll und die gewählten Baumaterialien bzw. -ausführungen sind der Gebäudeart und der Baukonstruktion nicht zuträglich. Zugleich kann zwischen notwendigen und sinnvollen, sowie kurz-, mittel- bzw. langfristig zu erwartenden Arbeiten und deren Umfang unterschieden werden.
Viel Erfolg!

Bernd Kibies



Holzbalkendecke Keller



Hallo Felix,
Auf den ersten Blick sieht die Kellerdecke eher typisch aus.
Was Sie da als Brösel sehen ist ja nur der Splint.
Die Stakung ist auch noch gar nicht so schlecht.
Eine Durchbiegung sieht man auch nicht.

Aber wenn Sie die Decke unbedingt erneuern wollen, rate ich Ihnen zu einer Hohlstein-oder Ziegelrippendecke.

viele Grüße



Kellerdecke



Hallo,

"bevor aus der Kellerdecke ein Kellerfußboden wird" nee na diese Decke ist hin. Eine Stützkonstruktion - drauf eine Stahlbetondecke mit Wärmedämmung. Horizontalsperre im aufgehenden Mauerwek nicht vergessen sonst geht die Bewehrung wieder mal auf wie ein Hefeteig.



morsche Decke



Hallo,

danke für die Antworten.

Wir hatten einen Zimmerer Meister dort, der viele Fachwerksanierungen macht.

Er hat eigentlich nur bestätigt, was ich auch schon sagte und dachte:

Zu dem Haus kann man wenig sagen, da es eben verputzt ist. Die Risse und das bisschen Abblättern des Putzes können auf Schäden hinweisen - müssen aber nicht.

Die Plastikverkleidung kann schädlich gewesen sein - muss aber nicht. Die Innenwandverkleidungen kann man nicht sehen. Sie können schädlich gewesen sein - müssen aber nciht.

je nachdem auch wie die Menschen darin gelebt haben und z.B. im Bad mit Feuchtigkeit umgegangen sind.

Allgemein sagte er, dass Fachwerk mehr abkann als vielfach angenommen und gesagt wird.

Zu dem Keller sagte er:
Einer der Blaken, der letzte, muss auf alle Fälle ausgetauscht werden oder daneben ein 2. gesetzt werden. Dann könne man das so lassen wenn man will.

Wenn man es richtig machen will, dann muss die gesamte Decke raus und eine neue betoniert werden.

je nachdem was man eben will - viel Dreck auf einmal oder keinen Dreck - wenig Geld oder oder oder....

Für uns ist klar, dass die Decke als erstes drankäme..

Der rat ein anderes Fachwerkhaus zu kaufen: Sieht es dann dort besser aus?? Der Fachmann sagte, dass alle Reparaturen, die man sich so auf den ersten Blick denken kann und jetzt schon sieht, im Bereich des Möglichen liegen und eher zu seinem "Alltagsgeschäft" gehören. Er hat usn nicht davon abgeraten.

Der Dachstuhl ist gut, das Dach wurde vor 20 Jahren neu eingedeckt, die Scheine sieht gut aus...

LG Felix



Die...



..Frage ist doch, ob die Summe aus
Kaufpreis + Investitionen + Eigenleistung
in einem realen Verhältniss zum Ergebnis steht.

Da wir den Kaufpreis nicht kennen und nicht wissen, was Ihr Euch als Ergebnis vorstellt, kann wohl keiner so pauschal sagen: "Ja, das ist toll" oder "Nein, besser nicht"

Wir haben ein Fachwerkhaus für kleines Geld aus einer Erbengemeinschaft "freigekauft" und fast fertig saniert.
Es hat bisher 3,5 Jahre gedauert. Die Fachwerksanierung war ein paar tsd. EUR billiger als angenommen, dafür andere Sachen teurer.
So eine Holzbalkendecke hatten wir auch, ungefähr 20m². Die haben wir wegen verfaulter Balkenköpfe gegen eine Decke aus Ortbeton ersetzt.
Die Decke hat aber Rückblickend betrachtet eher zu den kleinerern Schwierigkeiten gezählt ;-)

Wenn der Kaufpreis nicht sensationell günstig ist, wären mir in Deinem letzten Beitrag ein paar zu viele "kann sein, muss aber nicht"

Grüße



Moin Felix,



solange du nicht genau weisst was du eigentlich willst, kann dir niemand (auch nicht vor Ort) was konkretes sagen.

Kaufpreis + Kellerdecke erneuern und dann so einziehen wie es ist, ist die einzig sichtbare "Rechnung".

Vom Leben auf der Dauerbaustelle kann ich persönlich nur abraten.

Gruss, Boris

P.S. Unser "gutes Dach" mussten wir trotzdem bis auf die Sparren abdecken und umbauen, um eine zeitgemässe Wärmedämmung zu installieren....