Wie mit neuer Holzbalkendecke weiter vorgehen

04.11.2009 joerjen



Hallo Leute,

ich weiß noch nicht so recht, welche Geschoßdecke es in meinem Haus werden soll. Diese Decke ist wirklich nur als Decke gedacht, also auch nicht begehbar.

Wenn ich nun von einer Holzbalkendecke ausgehe, was würdet ihr mir empfehlen, damit ich eine gute Wärmedämmung und Wärmespeicherung erhalte. Weiterhin würde ich die Unterseite, also die zukünftige Sichtseite gern mit Kalk oder Lehm Verputzen (was wäre geeigneter)?

Vielleicht habt ihr einige Anregungen für mich.





"ich weiß noch nicht so recht, welche Geschoßdecke es in meinem Haus werden soll"

???

Ich würde das doch vor allfälliger Eröffnung einer Baustelle mal herausfinden wollen.

Wenns ein Dachboden wird, mach die Decke immerhin so stark, dass man zur Not dort etwas stapeln kann. Braucht man immer, und der Mehraufwand ist nicht der Rede wert. Nachträglich verstärken geht nicht so gut.
Lass die Decke von unten Natur, und dämme oben drauf.
Wärmespeicherung sollten besser Wände und tragende Bauteile übernehmen; soll die Deckenmasse eine nennswerte Wirkung diesbezüglich erreichen, braucht es eine schwere und entsprechend aufwendige Konstruktion.



deine Texte



sind nicht gerade eindeutig.

Ist Die Decke schon vorhanden oder soll sie neu eingezogen werden. Was willst Du überhaupt. Vielleicht kannst Du Dein Problem besser und klarer beschrieben!
Foto ??



Moin Jörg,



wenn du's eh noch nicht weisst, dann lass sie doch weg und bau dir eine Privatkathedrale....;-)

Erstmal musst du klären, ob du einen stabilen Boden zur waagrechten Aussteifung brauchst, also Architekten oder Statiker befragen.
Wenn klar ist was konstruktiv gebraucht wird, können wir dir hier Tipps für die Ausführung geben.

Gruss, Boris





Hallo...

also hier noch einige Randbedingungen. Das Haus ist noch nicht entkernt. Im Obergeschoß muß die jetzige Betondecke runter, weil die Räume etwas erhöht werden müssen. Folglicherweise muß auf diese Etage eine Abdeckung, also Decke. Es gibt ja viele verschiedene Varianten, eine Decke auszuführen, wobei die Holzdecke vielleicht den Vorteil hätte, dass ich günstig Holz beziehen kann. Die Decke braucht nicht begehbar ausgeführt werden, da der darüber liegende "Boden" zum Pappdach (3 Lagen Pappe auf 24mm Rauhspund) nur etwa 50-60cm Platz hat.
Aufgrund der Spannweite (rechte Gebäudeseite 6m, linke Gebäudeseite 7m) werde ich die Decke mittig Stützen müssen, bzw. am Tragbalken des Daches "anhängen" müssen.

Mir ging es erstmal überhaupt darum...wenn ich eine Holzdecke verwende, wie sieht der entsprechende Aufbau aus, wenn man Wärmespeicherung und Wärmedämmung damit umsetzen möchte, und zudem noch etwas "atmendes" haben möchte. Ist das so mit Holz überhaupt einigermaßen günstig machbar, oder sollte es doch lieber eine Filigranbetondecke oder ähnliches mit gutem Speichervermögen werden.



Moin Jörg,



was spricht denn dagegen das Dach vernünftig zu dämmen und wenigstens einen Teil der Decke wegzulassen?

Das Raumgefühl ist unschlagbar und bei vernünftiger Dämmung auch heiztechnisch zu vertreten.

Betondecke macht hier m.E. keinen Sinn. Die Holzbalkendecke könntest du in den Zwischenräumen ausflocken: guter Hitze-, Schall-, und Wärmeschutz.

Gruss, Boris

P.S. Ans Dach "dranhängen" hört sich nicht so genial an.....





Danke Boris,

auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Ich hätte dann aber eine mittlere Deckenhöhe von etwa 3.5m und das setzt voraus, dass wirklich alle Ecken winddicht sind, sonst zieht es in der Bude wie Hechtsuppe.

Womit sollte man denn zwischen den Dachbalken dämmen? Bin nicht so ein Mineralwollefreund - gibt es da ähnliche Sachen, die aber mit Feuchtigkeit zurechtkommen und nicht utopisch teuer sind? Oder kann man direkt zwischen den Balken auch ausflocken?

Und dann? Die Dachbalken nach unten hin mit Rauhspund verkleiden und darauf dann ein schickes helles "Sichtholz"?



Moin Jörg,



guckst du mal da:

climacell.de

isofloc.de

(spart mir viel tipperei - soll jetzt keine Schleichwerbung sein, hab nix davon)

;-) Boris

P.S.: Wenn du's offen lässt, vergiss die Schaukelhaken nicht!



hallo Jörg



"also hier noch einige Randbedingungen. Das Haus ist noch nicht entkernt. Im Obergeschoß muß die jetzige Betondecke runter, weil die Räume etwas erhöht werden müssen" - das klingt nach größeren Umbaumaßnahmen mit Eingriff in die Statik. So könnte die Betondecke eine Scheibenfunktion hanen und in sich den Ringanker integrieren. Also nicht hier auf mögliche Umnbauvorschläge sicher verlassen - wobei Gestaltungsvorschläge immer gut sind - sondern einen Planer hinzuziehen. - das wäre mein abschließender Vorschlag. Deine Entscheidung - Deine Verantwortung. Viel Erfolg wünscht Dir Olaf aus Sachsen!





Der Umbau wird nicht ohne Statiker ablaufen, jedoch möchte ich schon vorher verschiedene Möglichkeiten überdenken.

Danke schonmal für die Antworten





Sooo....die Dame des Hauses wünscht keine so hohe offene Decke...die kleinen Krabbeltiere erreicht sie sonst nicht.

Also...wenn ich nun eine Balkendecke einziehe, wie würde dann ein vernünftiger Deckenaufbau aussehen?

von oben nach unten:

24mm Rauhspund
Deckenbalken
Rieselschutz über und zwischen den Balken und dann mit Isofloc oder ähnlichem verfüllen
24mm Rauspund
Heraklithplatten
Kalkputz

Oder würdet ihr mir eher zu einer Filigranbetondecke raten? Was sind die Nachteile einer Holzbalkendecke? Habe ich, bedingt durch die 2x24mm Rauhspund, ein gewisses Speichervermögen bzw. bekomme ich die Balkendecke im Sommer auch dazu, die Wärme draußen zu lassen, oder ist die Betondecke da deutlich besser?