Stahlbetonrippendecke

08.11.2005



Hallo,

habe in Köln eine Wohnung Baujahr 1930 mit einer Stahlbetonrippendecke. Das heisst auf T-Trägern liegen quer Stahlbetonhohldielen. Die T-Träger sind unten mit Jute umwickelt und mit Gipsputz verputzt. Nun bröckelt aber nach 75 Jahren an den Trägern der Gipsputz langsam ab. Auch an den Stellen wo die Stahlbetonhohldielen aufeinanderstoßen bilden sich langsam Risse im Gipsputz.
Meine Fragen:
Wie kann man so was oprdentlich sanieren ?
Hat das jemand schon gemacht ?



Risse in der Decke



Dachog. Längsfugen der Hohldielen auskratzen und mit Kalkputz wieder zuwerfen. Vorher gut die Fugen nässen. Anschließend nachdem der Kalkmörtel angezogen ist bündig reiben. Auch die Flanschunterseiten säubern, Jute (70 Jahre) entfernen. Auch an den, am Flansch anschließenden Deckenbereich etwa 1 cm Putzhöhe abschlagen, beidseitig zum Flansch etwa 10 cm Breite. Der Flansch muß gesäubert und mit Rostschutz- oder Ölfarbe gestrichen werden. Ist diese getrocknet einen Streifen Gaze, wie bei Wärmedämmung in der Breite des freigelegten Deckenstreifens an die Decke bringen. Gaze straff in den Zementmörtel/WDVS-Kleber an der Decke einlegen. Den Mörtel nur Punktweise anbringen und gleich etwas tiefer als die anschließende Deckenfläche abgleichen. Wenn erhärtet ist die Gaze als Putzträger an der Decke. Ganz dünn mit Zementschlempe im Bereich des Trägerflansches die Gaze vorwerfen. Wieder durchtrocknen. Ist dies geschehen, den gesamten Bereich mit Kalkmörtel auswerfen und beiputzen. Mfg ut de Oltmark





entschuldigung
aber warum gipsputz mit kalkputz und Zementmörtel flicken ?
Das dürfte doch noch mehr probleme geben. alles andere mag ja richtig sein aber so ein durcheinander an materialien ist das nicht ein bischen heikel ?



Warum?



Guten Tag. Sie schreiben, daß Stahlbetonhohldielen sich zwischen Stahlträgern befinden. Diese sind mit Jute als Putzträger umwickelt. Nachdem diese entfernt wurde kann ja schlecht der Flansch wieder mit Jute umwickelt werden, oder können Sie das? Es wird also ein Putzträger benötigt, der in der gegebenen Situation anwendbar ist. Meiner Meinung nach eben dieser. Obwohl die Unterflansche der Träger mit Rostachutz behandelt wurden, sollten diese vor agressiven Kalk oder Gipsbewurf geschützt werden. Darum erst Zementbewurf. Auch Zement schützt vor Rost. Die Stoßfugen der Hohldielen vorher mit Kalkputz auswerfen sollten deshalb, weil große Materialdicken durch Kalkmörtel besser verarbeitbar sind, die Rißgefahr ist geringer. Übrigens, ob Zement,Gips oder eben Kalk überall ist Kalk. Also ich würde es so machen. Mfg ut de Oltmark