Deckendämmung

29.03.2016 PH



Um die Energiekosten zu senken wollen die oberste Decke unseres 2geschossigen FwH dämmen. Der Aufbau soll begehbar sein. Der Dachboden dient als Lagerraum.
Das Haus ist ca. 350 Jahre alt und die Decke befindet sich offensichtlich im Originalzustand. Der Estrich ist nicht eben, d.h. er ist großflächig verzogen. Er hat auch mehrere Risse.
Die Dachböden in anderen Häuser hier in der Gegend haben ähnliche Böden.
Die Decke besteht aus Eichebalken mit dazwischen gesetzten Lehmstaken.
Die Höhe unter dem Spannriegel beträgt ca. 1,80 m, so dass der Fußbodenaufbau möglichst gering sein soll.
Eine Perliteschüttung müsste 180 mm dick sein um die EnEV-Vorgaben zu erreichen.
Bei PUR wären es nur 80 mm.
Spricht etwas gegen die Verwendung von PUR?
Vielen Dank für Informationen, Anregungen und Kritiken.

Paul Hippenstiel



Deckendämmung



Wenn mit PUR gedämmt wird, muss auf die Unterseite eine Dampfsperre.
Das wird sich i.d.R. bei einem FwH nicht realisieren lassen.
Bei Verzicht der Dampfsperre müsste sichergestellt sein, dass die eindiffundierende Feuchtigkeit auch wieder abtrocknen kann.
Kann man berechnen, aber...
Dauerhaft in der Kontruktion verbleibende Feuchte hat schwerwiegende Schäden zur Folge.
Daher empfehle ich eine Holzfaserdämmung. Etwa 150 mm dürften reichen. Selbst bei PUR muss man sich unter den Spannriegeln bücken. Die Sparren dürften ja mindesten 20 bis 25 cm höher liegen. Bei der Verwendung als Abstellraum sollte das ja kein Problem sein.



Deckendämmung



Danke für die Info, werde darüber nachdenken.
Zat sonst niemand ein Argument dafür oder dagegen. Ich bin für jede Info dankbar.



Weitere Argumente



Herr Esztermann ist Energieberater und Sachverständiger. Sein Beitrag umreißt die Problematik umfassend, manchmal gibt es eben nur eine machbare, relativ fehlertolerante Variante.
Im Übrigen zu Ihrem letzten Beitrag: Alle, die hier antworten, machen das ehrenamtlich. Da hat man u.U. nicht gleich am nächsten Tag Zeit zu antworten. Das hat nichts mit der Fachkompetenz hier im Forum zu tun. Und es gibt auch keinen Anspruch auf eine Antwort.



Oberste Geschoßdecke dämmen



Bei Dämmung mit plattenförmigen Dämmstoffen müssen zuerst Unebenheiten soweit ausgeglichen werden, dass die Platten vollflächig aufliegen.

Auf die Dachgeschoßdecke kann dann eine Dampfbremse ausgelegt werden und darauf PUR-Platten.
Es gibt welche, die als Gehbelag mit einer OSB- oder Gipsfaserschicht versehen sind.

Aus ökologischen Gründen und auch wegen wesentlich besserem Schall- und Hitzeschutz, Diffusionsvermögen würde ich eher Holzfaserplatten verwenden.
ZB von Steico gibt es welche, die schon mit einer druckstabilen Gehschicht ausgestattet sind.

Andreas Teich



Deckendämmung



"Auf die Dachgeschoßdecke kann dann eine Dampfbremse ausgelegt werden und darauf PUR-Platten.
Es gibt welche, die als Gehbelag mit einer OSB- oder Gipsfaserschicht versehen sind."
Dazu habe ich mal 'ne Frage:
Ist das ein vorgezogener Aprilscherz oder glaubst du wirklich dass das funktioniert?
PUR-Platten sind per se eine Dampfsperre. Wozu da noch eine Dampfbremse?
Und wo soll die Feuchtigkeit hin, die in die Decke diffundiert?
Die Decke besteht aus Eiche und Lehm, darüber ist ein Estrich.
Da geht nur eine diffusionsoffene Dämmung ohne jede Sperre oder Bremse.
Dein Vorschlag lässt sich nur realisieren wenn die Decke komplett neu gemacht wird. Das bei einem 350 Jahre alten Haus?