Dampfsperre unter die Holzbalkendecke im Bad

02.02.2006



Hallo an alle,

wir bauen zur Zeit eine Wohnung in einem 1962 errichteten Haus aus. Das Haus ist mit Hohlblocksteinen gebaut und die oberste Decke ist eine Holzbalkendecke mit Schlacke-Füllung.
Die auszubauende Wohnung ist im 2. OG, darüber ist das bereits ausgebaute Dachgeschoss. Beim Ausbau des Dachgeschosses in den 80er Jahren wurde zur Isolierung
ein Fertigestrich bestehend aus Rigips und Styropor
auf die Decke aufgelegt.
Nun stellt sich uns die Frage, wie der Deckenaufbau im 2. OG hin zum DG speziell in der Küche und im Bad sein muss, da oben auf der Decke ja bereits Styropor liegt und wir Feuchteschäden durch Tauwasserbildung vermeiden möchten. Bis jetzt ist die Holzbalkendecke noch in einwandfreiem Zustand.

Es soll eine Holzdecke im Bad und in der Küche eingebaut werden. Meines Erachtens muss unter die Holzdecke eine Dampfsperre eingebaut werden. Liege ich da richtig?
Wie sieht es mit den restlichen Räumen aus, muss hier dann auch eine Dampfsperre eingebaut werden?

Den genauen Deckenaufbau könnt ihr dem beigefügten Bild entnehmen.

Ich bedanke mich schon im voraus für Eure Hilfe.





Hallo

wenn im DG auch geheizt wird benötigen Sie keine Dampfsperre oder -bremse. Diese wird nur zwischen Räumen mit unterschiedlichen Temperaturniveaus benötigt.

Grüße

Jochen Engelhardt



Was passiert aber dann bauphysikalisch?



erstmal vielen Dank für die Antwort.

Ok, aber gerade in den beschriebenen Räumen hat die Luft doch einen hohen Feuchtegehalt. Schlägt sich diese Feuchte
nicht u. a. in der Decke nieder.
Ich habe die Bedenken, dass hier Langzeitschäden an den Balken entstehen, da oben mit Styropor doch abgesperrt ist.
Wie würde die Lösung für diesen Fall aussehen, bzw. sind meine Bedenken unbegründet?

Mir geht es darum, dass die Situation für mich plausibel und nachvollziehbar. Kann mir das jemand bei diesem
Deckenaufbau physikalisch erklären?
Ich möchte auch verstehen "warum"?

Vielen Dank und Gruß aus dem Odenwald



Die Bedenken



sind nicht ganz von der Hand zu weisen. Da von oben leider mit den falschen Materialien gearbeitet wurde (liegt der Zementestrich wirklich auf der Schlacke?), muss mit Kondensat im Bereich der Balkenauflager gerechnet werden. Ich kenne Fälle, wo das bis zur kompletten Zerstörung der Balkenauflager geführt hat, vor allem, wenn der darüber befindliche Raum nicht konsequent gut geheizt wurde. Ob eine Dampfbremse das Problem allerdings lösen kann? Wenn, dann überhaupt nur eine Variable, damit die Feuchtigkeit nach unten wieder austrocknen kann.
Wie sehen die Balkenauflager aus? Häufig kann hier von außen kalte Luft in die Balkenlage eindringen.



Keine konsequente Beheizung des Dachgeschosses



Hallo und Danke,

also das Dachgeschoss wird nicht permanent voll geheizt.
Der Zementestrich liegt wirklich direkt auf der Schlacke,
jedoch zwischen dem Zementestrich und den Balken liegt eine Teerpappe. Die Holzbalken der Decke liegen außen auf einem Ringanker.
Nachdem ich nochmal wegen einer "variablen Dampfbremse" im Internet recherchiert habe, scheint das wirklich eine sinnvolle Lösung für diesen Fall zu sein.

Gibt es noch andere Meinungen dazu, die plausibel und auch
physikalisch zu erklären sind?

Danke und viele Grüße