Holzbalkendecke zum kalten DG zusätzlich wwärmedämmen ?

23.01.2006



Hallo Forum,
bei dem Gebäude handelt es sich um ein MFH Bj.1937. Wegen statischer Veränderungen ist es notwendig die Decken zum kalten Dachboden zumindest stellenweise zu öffnen (Deckenbalken muss verstärkt werden). Ich beabsichtige nun bei der gelegenheit die Wärmedämmung der Decke zu erhöhen. der derzeitige Aufbau ist wie folgt:
-kalkputz auf rohrgeflecht (ca.1,5cm)
-schalung (ca. 1cm)
~9cm luft
-blindboden (2cm)
-vermutlich dünne Lage aus Lehm (habe 'kleckerhäufchen aus lehm gefunden :-)
-Sand/Schlackefülung (insgesamt die Füllung im Blindboden 7cm)
-etwas luft (~1cm)
-Dielen (25mm)

Die Deckenbalken sind 19cm hoch.

meine frage ist jetzt, ob es sinnvoll ist von UNTEN in den 9cm luftraum noch eine Wärmeisolierung einzubringen. offen wäre die Decke wärend des umbaus onehin. neben der frage des dämmstoffes (schütten geht von unten schlecht) bin ich auch wegen der 'Dampfbremse' etwas verunsichert.

ich würde von unten geeignetes Dämmmaterial einbringen (hat jemand einen tipp?) und eine Dampfbremse von unten dran. zum schluss noch platten (neues rohrgeflecht mit Kalkputz wäre mir lieber, sprengt aber vermutlich das budget und bringt mich in schwierigkeiten mit dem brandschutz). der aufbau wäre dann:

-Platten (ich glaube F60 bräuchte ich nach Bauordnung)
-Lattung (bzw. Trägerprofil für Platten)
-Dampfbremse (folie)
-Dämmmaterial (vrmtl. nicht kaschierte Mineralwolle)(max. 8cm)
-Luft (1cm)
- Blindboden 2cm
-schüttung 7cm
-luft 1cm
-dielung (evtl. ersatz durch 22mm VT100 Platten)

Da es sich bei den Räumen um Küche und Bad handelt, hätte ich ohne dampfbremse die angst vor durchfeuchtung der Decke zum kalten DG wenn ich nur dämmaterial einbringe. etwas tum muss ich aber andererseits auch und eine Dämmung von oben geht ist wegen der konstruktionshöhe eher ungünstig.

Kann mir jemand einen Tipp zur anordnung der Dampfbremse/Dämmmaterial geben oder Erfahrungen mitteilen?

vielen Dank,

Robert Schenkel



Die beschriebene Konstruktion



benötigt eine Dampfbremse mit einem sD-Wert >= 2,6 m, hat dann aber immer noch einen geringen Tauwasseranfall in der Luftschicht und unter der Spanplatte. Das dürfte die Konstruktion vertragen. Der Dämmwert beträgt ca. 0,39 W/m²K < erf. 0,40 und ist damit i.O..
Dämmmaterialien könnten sein: Holzweichfaserplatten, Zellulose, Zelluloseplatten, Flachs, ...



Danke Fred



Vielen dank für die antwort.
Hilft weiter :-)

Viele Grüsse,
Robert





Habe altes Haus an der Decke Lehmgeflecht habe Berechnung mit Mineralfaserplatten gemacht geht nicht Tauwasseranfall zu hoch habe es mit 8 cm perliteschüttung gerechnet geht auf mache ich auch so
der Boden wird als Wäscheboden (kalt) genutzt