Dampfbremse an Stuckdecke?

24.11.2009



Guten Tag!
Ich möchte die Stuckdecke (Gips, der an einer nicht begehbaren Holzleistenkonstruktion hängt - siehe Bild) über meinem Wohnzimmer von oben isolieren, damit die Heizwärme nicht so direkt in den Dachboden geht, der unbeheizt ist. Später soll dort ein einfacher Dielenboden hineinkommen; den Zwischenraum würde ich wie gesagt gerne dämmen, aber ohne daß dort Wasserdampf kondensiert.
Wie bekomme ich eine Dampfbremse oder -sperre hin? Kann man die Stuckdecke vielleicht einfach mit einem Lack Streichen (anschließend mit normaler Innenfarbe überstreichen), der dann dampfdiffusionsbremsend wirkt?
Hält das lange genug?
Ich sitze in Buenos Aires/Argentinien, die Winter sind hier mindestens 10 bis 15 Grad wärmer als in Deutschland, ich denke, eine Dampfbremse ist angemessen, aber eine Dampfsperre muß vielleicht nicht sein.
Freundliche Grüße und vielen Dank an alle Leser und Antworter.



Moin,



wenn du diffusionsoffen dämmst und Dielen draufmachst kannst du dir die Dampfbremse m.E. sparen. Solange du drunter keine Dampfsauna betreibst, kann die Feuchte nach oben wieder ablüften.
Was hast du denn dort für Dämmstoffe am Markt?

Gruss, Boris



Lackieren



der Stuckdecke dürfte das Todesurteil für diese sein.
Bei Einsatz von Holzfaser-, Hanf- oder Flachsdämmung kann auf eine Dampfbremse verzichtet werden, auch wenn später ein Dielenboden kommt. Problematisch wird´s bei Osb-platten, dann muss die Dämmstoffoberfläche belüftet sein.
MfG
dasMaurer



Dämmstoffe,



nach denen Boris und Maurer fragen, sind hier nur sehr begrenzt verfügbar. Argentinien ist in diesen Dingen, scheint mir, leider noch ca. 3 Jahrzehnte zurück, dementsprechend habe ich bisher nirgends Dämmstoffe aus Flachs, Hanf oder auch Zelluloseflocken gefunden, sondern nur Glaswolle, Styropor u.ä.
Ich dachte, ich könnte dort von oben Styroporkügelchen auf die Decke und die Holzlattenkostruktion schütten, durch die Luftzwischenräume müßte ausreichende Möglichkeit zum Luftaustausch und ggf. auch zum gelegentlichen Abtrockenen eventueller Kondensation gegeben sein. Der Dielenboden als Abschluß ist ja per se diffusionsoffen.
Auch sind die Temperaturunterschiede nicht gigantisch, wenn später einmal das Ziegeldach selbst gedämmt ist und dadurch der Dachboden nicht so stark auskühlt. Trotzdem ist mir nicht ganz wohl bei dem Gedanken, im Winter die warme geheizte Luft mit all ihrer logischerweise gespeicherten Feuchtigkeit ungebremst durch die dünne Gipsschicht nach oben diffundieren zu lassen.
Inwiefern bringt Lackieren den Stuck um (man muß ja nicht millimeterdick auftragen)?
Ich habe beim Recherchieren mal den Satz gefunden: "ANSTREICHBARE DAMPFBREMSEN sind haltbar aber teuer."
(und zwar unter www.fachwerk.de/wissen/daemmung-enev-18398.html). Was das für Produkte/Lacke/Farben/Substanzen sind, habe ich aber nicht herausgekriegt.
Vielen Dank für die Antworten.
Gruß
tüftelmann



Wie sieht's aus



mit Schafwolle, am besten ungewaschen aber möglichst kardiert/gekämmt?

Stroh?

Schilf?

Hanfschäben?

Oder guck mal woraus die traditionell ihre Matratzen machen, vielleicht kriegst du da eine geeignete Mattenware - muss ja nicht EneV-tauglich sein...;-)

Gruss, Boris