Dämmung der Decke

15.02.2007



Hallo, wir wollen die Decken im EG dämmen. Hierzu haben wir bereits den alten Lehmboden von oben entfernt. Der Aufbau ist wie folgt. Teilweise eine abgehängte Holzdecke, dann eine verputzte Decke mit darüber liegenden Holzbalken. Dazwischen wollen wir 16 mm Mineralwolle legen und mit Ölpapier abdecken. Anschließend mit Stahlträgern und Hourdis-Deckenplatten eine Betondecke erstellen. Gibt es hierbei Probleme mit Feuchtigkeit? Das EG ist beheizt, das DG jedoch nicht. Das Haus ist ca. 100 Jahre alt.



Dämmung der Decke



Zu Eurer Frage nach Feuchtigkeitsproblemen:
Ja, Ihr kriegt Kondenswasser in die Bauteile, da eine Dampfsperre bzw. Dampfbremse fehlt.
Was mir völlig unklar ist- die Entfernung der Deckenfüllung und der geplante Deckenaufbau. Gibt es einen zwingenden Grund für die Massivdecke zum unbeheizten Boden, wenn ja, welchen?

Viele Grüße
georg



Die Bauordnung



verlangt, das bei Eingriffen in die Statik ein Statiker hinzuzuziehen ist. Aber warum Stahlträger, Betondecke ... und was sollen die Hourdisplatten (Tonplatten) in diesem Zusammenhang. Was soll durch diese Massnahme überhaupt erreicht werden?
Wenn ich das ganze richtig verstanden habe, dann liegt die Dämmung nachher an der Warmseite. hier ist mit Kondensat zu rechnen. Funktioniert also nicht so ohne weiteres. Eine Diffusionsberechnung ist erforderlich und auch für die Dämmung sind Grenzwerte einzuhalten.



Decke dämmen



Hallo Marco,

ich halte das alles für ziemlichen Unsinn, der nur Geld kostet. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, korrigieren Sie mich, wenn nicht, bleibt im OG alles beim Alten: keine Heizung keine Nutzung.
Dann hätte die Füllung aus Lehm auch drin bleiben können.
Hängen Sie statt der 16 mm Dämmung 16 bis 20 cm rein und die Welt ist vorläufig in Ordnung. Kein Kondensat, weil im Prinzip Kaltdach, keine Dampfsperre.
Oben reicht Rauhspund. Das gesparte Geld kann man später irgendwann in die Trittschalldämmung stecken.

Grüße vom Niederrhein



Dämmung der Decke



Der Grund für die Massivdecke ist der, dass man später schwimmenden Estrich aufbringt um somit neuen Wohnraum zu schaffen. Vorerst dient das DG jedoch nur als Abstellplatz. Bei uns wurde das Regenwasser beim Sturm vor ein paar Wochen durch die Ziegel gedrückt, dadurch ist die Lehmdecke aufgeweicht und in die unteren Zimmer kam das Wasser von den Wänden. Die Holzleisten für die Lehmdecke zwischen den Balken sind teilweise schon morsch. Wir werden 16 cm Dämmung einbringen, hatte leider mm geschrieben, Sorry war mein Fehler. Ist es besser erst eine Folie auszulegen und dann die Dämmung zwischen die Holzbalken stecken?



Ich denke



es würde Sinn machen, einen fachmann vor Ort dazuzuholen. Es macht jedenfalls keinen Sinn Undichtigkeiten im Dach durch eine Betondecke aufzufangen. Man sollte sich die frage stellen, ob ein schwimmender Estrich im Dachgeschoss Sinn macht und man kann davon ausgehen, dass die beschriebene Konstruktion auch mit Folie vermutlich nicht funktionieren wird.
Grundsätzlich sei noch erwähnt, dass hier auf jeden Fall ein Statiker an die Baustelle muss. In aller Regel sollten die Statiker auch in der Lage sein die Bauphysik zu klären.