Deckendämmung mit Isofloc unter großen Fugen

21.01.2009



Guten Morgen,

wir möchten unsere uralte Holzdecke mit Isofloc dämmen lassen. Wegen der Schalldämmung zusätzlich mit einer Kokosmatte, in der Hoffnung, demnächst nicht mehr jedes Gespräch mithören zu müssen ;- )

Nun grenzt das eingeblasene Material ja an den Fußboden an. Und der ist richtig alt und hat hier und da größere Fugen. Soll heißen, staubsaugt man dann eventuell Isofloc raus :- )
Was ist für solche Fälle vorgesehen? Eine Folie drüber erscheint mir irgendwie falsch.

Zudem gibt es sehr wenige von Isofloc selbst aufgeführte Fachunternehmen.
Wie sieht es mit anderen Handwerkern aus, die sich laut Profil auf Isofloc spezialisiert haben? Muss ich jetzt davon ausgehen, dass die alle schlecht sind und ich im Falle des Falles Ärger habe oder sparen diese sich nur das Absolvieren der "Ausbildung", die vermutlich ziemlich viel kostet?



PS:



Natürlich vielen Dank für eventuelle Antworten!



Schalldämmung



Interessieren würde mich auch die Erfahrung bezüglich Schalldämmung, wenn man Isofloc/Kokos einbringt. Ist diese wirklich nennenswert?
Unsere Holzdecke ist der "übliche" Aufbau mit einer Zwischendecke, insgesamt beide Decken ca. 50 cm Höhe.

Wir möchten nun das bestmögliche an Schallschutz und Dämmung herausholen, was aber auch noch bezahlbar ist.



Dämmen von Zwischendecke...



Wenn die Zellulose eingeblasen wird, dann dürfen nach oben keine Fugen vorhanden sein. Es braucht also eine Auskleidung mit Rieselschutzpapier, bzw. -vlies.

Es gibt noch weitere Anbieter von Zelluloseflocken. Einfach mal mit Zellulosedämmung oder Einblasdämmung auf die Region hin googeln, da kommt genug an Angeboten.

Das mit der Kokosmatte erscheint mir nicht viel zu bringen. Bitte mal die 50cm Schichtdicke genau beschreiben. Habt Ihr eine abgehängte Decke? - das wäre ja Möglichkeit, wenn die Schalldämmung nur von unten her geschehen kann.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Wieso von unten?



Nein, von oben ... Also wir wohnen unten, oben ist der besagte Holzboden, unter dessen Bohlen die Balken sind, irgendwo dazwischen ist einmal eine Zwischendecke eingezogen worden, so dass die einfache Höhe ca. 20 cm beträgt. So ungefähr ...
Ein Vlies erscheint mir logischer als Folie, danke.



Wie Frank Lipfert schon fragt



bitte einmal den gesamten Aufbau der Decke angeben, z.B. von oben nach unten.
Wie groß ist der Hohlraum zwischen Dielen und Zwischendecke? Ist mit zwischendecke der Einschub evtl. mit Lehmschüttung, Asche oder anderen Materialien gemeint?
Wohin soll die Kokosmatte?



Aufbau



Dielenbohlen auf Balken aufliegend, Hohlraum - kein Lehm, keine Asche o.ä., nur ab und an Müll von Handwerkern (klasse), einfachere Holzdielen (dünner, schmaler), darunter ein "Gitter" aus Metall als Auflagefläche. Na, so ungefähr. Hohlraum zw. den Holzdecken ca. 20-25 cm, ich dachte, die Kokosmatte als Unterlage für die Einblasdämmung. Wobei ich auch nicht weiß, ob so etwas geht?





Hallo Frau Braun,

ein Rieselschutz (Vlies oder Papier) sollte schon sein um auch das Eindringen von Schmutz zu verhindern. Hierzu müssen dann wohl die Dielen ab ...

Je größer die eingebrachte Masse, desto besser der Schallschutz. Zellulose ist da schon besser als andere Kandidaten.
Wenn ich den beschriebenen Deckenaufbau richtig verstehe besteht zur Zeit kein Schallschutz und der Hohlraum dürfte sogar einen schönen Trommeleffekt entstehen lassen.
Die Verwendung der Kokosmatte erschließt sich mir nicht.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Wenn Zellulose gewünscht ist...



... dann einfach einen Einbläser kommen lassen. Diesen nach glaubhaften Referenzen aussuchen. Der schaut sich das an und sieht auch ob das Einblasen geht und welche Voraussetzungen er dazu evtl. noch schaffen muss.

Ja, Ihr wohnt unten und die Decke ist oben. Ich gehe halt davon aus, dass der Einbläser nicht vom Dielenboden aus einblasen kann, sondern die Arbeit von Euren Räumen aus erledigen muss.

Nach der Beschreibung sehe ich in der Verarbeitung ein paar Probleme - aber das muss man vor Ort klären.

Grüße

Frank