Geschossdecke im Altbau dämmen

11.09.2013 Firmenname Jens



Hallo alle!

Ich habe hier schon viel gelesen, das Thema gab es ja häufiger aber bevor ich zur Tat schreite wollte ich mir noch grobe Fehler austreiben lassen.

Wir haben ein zweistöckiges Backsteinhaus Baujahr 1900 gekauft. Der erste Stock ist nur zur Hälfte ausgebaut. Den ausgebauten vom nichtausgebauten Bereich trennt eine einefache Backsteinwand, im ausgebauten Bereich gibt es eine Holzbalkendecke und Holzwände. Die Decken und Wände sind mit Schilfmatte und Kalkputz verputzt, der hält auch noch größtenteils. Über dem ausgebauten Bereich ist ein Spitzboden. Das Walmdach ist außen niedriger als die Decke, also hat man oben Dachschrägen und leider auch sehr schwer zugänglich Bereiche oben im Dach wo man kaum bis gar nicht reinkriechen kann und noch ungefähr 15 Zentimeter Außenwand zu sehen sind. Darüber schließt das Dach mit Betonpfannen an die von hinten in Dachpappe eingewickelt sind. Bis auf wenige kleine Stellen ist das auch dicht aber an einigen Stellen gibt es kleine Spalte zwischen den Pfannen, wo Pappe fehlt und auch zwischen Dach und Außenmauer.

Hier war gedämmt, oben auf lagen jahrzehnte alte Glas- und Asbestwollematten lose hingeworfen und darunter auf die Holzbalken waren Tannennadeln geschüttet. In die schwer zugänglichen Ecken waren auch Nadeln gestreut und Glasfaserplatten mit riesengroßen Fugen gesteckt. Der Glas- und Asbestwolle haben wir nicht so getraut und die Tannennadeln waren auch größtenteils zu ganz feinem Staub zerfallen der dann durch vorhandene kleine Ritze, Kabellöcher und Schäden im Deckenputz nach unten rieselte.

Jetzt ist auf der Decke vom Dachgeschoss — den Holzbalken — soweit alles abgetragen und gesaugt und wir wollen am besten noch vor diesem Winter eine Dämmschicht anbringen um nicht für Europa zu heizen.

Wegen Feuchtigkeit mache ich mit keine Sorgen, da oben ja der 1,60m hohe Spitzboden für genug Lüftung sorgt und da auch bei den bisherigen sehr starken Regenfällen dieses Jahr sich im Dach nirgendwo Feuchtigkeit sammelte.

Ich wollte auf die Decke eine Wärmeisolation ohne Dampfsperre aufbringen. Das Dach wollte ich nicht dämmen und sollte vielleicht auch bis in die kleinen Zwischenräume frei bleiben, so dass über der Wärmeisolationsschicht die Luft zirkulieren kann.

Um die teilweise ungleichmäßigen Zwischenräume auf der Decke zwischen den Balken fugenfrei dicht zu bekommen wollte ich eine etwas elastische nachgebende Dämmmatte da rein klemmen. Idealerweise in zwei Schichten mit verschobenen Fugen. Wolle wäre in den unzugänglichen Stellen einfacher aber da in kleinen Winkeln wohl von oben nichts raufkommt wird die vielleicht zu fluffig.

Oder kann ich die Dachecken einfach von der Decke bis zum Dach dicht stopfen und die Feuchtigkeit wandert da noch weg? So dis ein mater an die Wand ran?

Brauche ich noch eine windstoppende Schicht zwischen Decke und und Dämmung?

Die Dämmung sollte langlebig, günstig, resourcenschonend und unbelastend sein. Wenn wir mal das Dach neu eindecken sollten wäre es schön wenn man nicht alles wegschmeissen muss. Ich dachte an Hanfmatte und als Windschutz Baupapier. Das ganze läuft unter dem Motto viel Spaß für wenig Geld.

Tschuldigung für die Bleiwüste aber ich hoffe man kann sich ein Bild machen. Ansonsten kann ich ja auch mal ein Bild machen. Über Tips und Korrekturen würde ich mich freuen.

Grüße
Jens



Geschossdecke dämmen



Fotos wäre schon gut.

Wolle - also Schafwolle - würde ich nicht nehmen.

Die angedachte Ablüftung über den Spitzboden funktioniert bei einem Walmdach nicht immer. Dies lässt sich u.U. aber nur vor Ort klären.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de