Betondecke

22.07.2011


liebe Leute vom Fach (-werk),
nun habe ich mal wieder eine Frage zu...
...meiner Beton-Zwischendecke zwischen Keller und EG. Also, das ist so, dass es einen kleinen unterkellerten Raum gibt, natürlich alles Natursteinmauerwerk. Diese °Betondecke° erscheint mir sehr alt, weil sehr grobe Substanz, auf 12m2 durchzogen von 3 alten Eisenträgern, nach unten wie oben sichtbar.
Der Keller soll nicht isoliert werden.
Aber was mache ich, damit keine Feuchtigkeit/Kälte von unten nach oben durchdringt? (Da war früher ein Holzboden, der völlig durchgefeuchtet, schimmlig und verwurmt war). -ich gehe mal von einer Dampfsperre aus, Schüttung?, dann drüberbetonieren und Estrich, und dann Fliesen?
Hat die neue Betonschicht so viel Gewicht, dass ggf. die Decke abgestützt werden muss oder fixiert sie ggf. zusätzlich?
Zumal dann in die Ecke ein Holzofen kommt?
In der Praxis entstehen die Fragen - danke für Eure Antworten!





Ggf. Gefitas-Folie oder eine verschweisste Bitumenbahn auf die Decke / unter dem Fussboden !??



Fußbodenaufbau



Was soll denn für ein Belag in den Raum?
Wie wird der Raum genutzt?
Welche Aufbauhöhe steht zur Verfügung?
Welche lichte Höhe gibt es im Kellerraum?
Wie wird der Keller genutzt?
Gibt es eine unmittelbare Verbindung zwischen Wohnfläche im EG und Kellerraum?

Viele Grüße



Betondecke



Endbelag Fliesen(vor.s. Granit)
Der Raum war und bleibt Wohnraum
Aufbauhöhe (angepasst) ca. 10cm
Der Kellerraum hat eine °lichte Höhe° von ca. 1,90m
Der Keller soll vorrangig als Vorrats-und Wein-keller genutzt werden
Ja, die unmittelbare Verbindung findet über eine Klappe und steile Treppe statt.



Betondecke



hier noch ein Foto:



Betondecke



hier noch ein Foto:



Fußbodenaufbau



Hallo Line,
mit den 10 cm Aufbauhöhe bekommen Sie bequem einen Estrich aufgebaut:
- Höhenausgleich und Korrosionsschutz der Obergurte mit Zementmörtel und mineralischer Dichtschlämme,
- eventuell als weiterer Höhenausgleich Styrodur,
- Zementestrich ca. 50 mm,
- Fliesenbelag ca. 15 mm.
An die Unterseite der Decke schlage ich eine Dämmung aus unterseitig angeklebten Mineralwolle- Deckenlamellen vor; ca. 50-80 mm dick, Oberfläche zur Herstellung der Luftdichtigkeit verspachtelt. Vorher sollten die freiliegenden Untergurte mit Rostschutz behandelt werden.
Die Tragfähigkeit sollte keine Probleme bereiten, wenn die Träger in Ordnung sind. Unter den Ofen kann als Erhöhung der Durchstanzsicherheit ein Ofenblech o.ä. gelegt werden.

Falls Ihnen das zu schwer erscheint und die Deckenhöhe im Keller dann zu niedrig wird, hier noch eine zweite Variante:
- Abdichtung und Höhenausgleich wie oben,
- Fescoplatten als Höhenausgleich und Dämmung (Kokosfaser)
- Wellpappe als Trennlage,
- ca. 30 mm Gußasphalt,
- Fliesenbelag.
Ich würde die letztere Variante vorziehen, da hier kein Prozesswasser in die Decke eingetragen wird.



hui ui ui



das hört sich aber kompliziert an! Also gar kein Beton mehr?
Und ich stelle es mir schwierig vor die Kellerdecke, die sehr °rau° ist, mit Dämmplatten zu versehen und diese dann noch auszuspachteln...werde mir die vorgeschlagenen Materialien mal ansehen und -fühlen...
danke bis auf Weiteres!



NOCH MAL.



...nun weiss ich, dass dieser °Beton° eigentlich Schlacke ist und wenig tragfähig. Von unten wird das Ganze von Platten getragen, die in die Stahlträger gelegt sind.
Die Schlacke sollte ursprünglich gegen Feuchtigkeit und Kälte von unten dichten.
Nun also keine Folie verwenden, damit die Rest-Feuchtigkeit nach oben abgehen kann. Stahlträger sichern, Matten (Styrodur, Kokos...) als Füllmaterial, Estrich, darüber Flüssigestrich über die ganze Etage zum Egalisieren...die Decke von unten mit 15mm spez. Dämmmaterial bespannen und verspachteln...ist das ok?
Habt vielen Dank! Ihr seid Premium-Klasse...
Gruss



Ergebnis:



Hallo, Spezialisten,

die alte Betondecke wurde durch eine neue, isolierte ersetzt und gleichzeitig die alte Buntsandsteintreppe in den Keller wieder freigelegt.
Alles ist gut!