Max. Belastung Decke in einem 130m² Raum

08.03.2007



Hallo*,

ohne nähere Angaben über die Bauart zu machen (s. Baujahr des Hauses) interessiert mich folgendes: wir haben vor eine Fete mit ~100 Leuten zu feiern. Das Haus wurde 1820 erbaut und der Raum ist das Dachgeschoss im 4 Stockwerk (so wie ein Stockwerk drunter in der Wohnung, jedoch dies mal außen vor).

Wir gehen davon aus das sich rund 60-70 Leute immer gleichzeitig über einen Abend lang in dem 130m² großen Raum aufhalten werden. Optisch ist das Haus noch einwandfrei in schuss, Lage in der Stadtmitte einer Großstadt.

Utopisch oder machbar?

Danke ;)



Max. Belastung der Decke



Hallo Oliver,
Decken wurden auch schon 1820 mit ausreichender Tragfähigkeit, das sind Verkehrslasten zwischen 150 und 200 kg/m², gebaut.
Bei einer Decke zum Dachgeschoß, also einem nicht für Wohnzwecke geplanten Raum, kann die Konstruktion für geringere Belastungen ausgelegt sein.
Stell Dich einfach mal in die Mitte des (leeren)Raumes und wippe mit den Knien, bis Du die Resonanzfrquenz der Decke raus hast. Eine Amplitude bis 2 cm bei größeren Spannweiten um 6 m ist in Ordnung. Wenn sich die Decke schon bei einem halben Hahn (ich weiß nicht, wie schwer Du bist!) aufschaukelt, na ja...
Aber da Holz ein intelligenter Baustoff ist, werdet Ihr Überlastungen schon lange vorher spüren. Die Decken biegen sich durch, schwingen und fangen an zu knistern, die Hausbocklarven seilen sich ins untere Stockwerk ab. Dann solltet Ihr zuerst alle Politiker rausschmeißen.

Viele Grüße
Georg



Max. Belastung der Decke [forum 67354]



Hallo Georg,

vielen Dank für Deinen tollen Beitrag! Sinuskurven sind zwar keines meiner Steckenpferde, aber das werde ich schon hinbekommen - auch wenn ich knapp 110kg auf die Waage bring ;)

Selbst wenn nicht jeder Besucher der Party über meine Statur verfügt hatte ich Bedenken - das Haus ist alt, der Dachboden nicht für Wohnzwecke ausgelegt und als Speicher für Getrede etc. musste er auch nie dienen.

Vielen Dank und Grüße aus Schwaben!



Holzbalkendecke



Georg Böttcher schreibt:"Aber da Holz ein intelligenter Baustoff ist, werdet Ihr Überlastungen schon lange vorher spüren. Die Decken biegen sich durch, schwingen und fangen an zu knistern, die Hausbocklarven seilen sich ins untere Stockwerk ab"... Mir ist mal ein Fichtebalken (Querschnitt 17/17) unter den Füßen weggekracht, dann gings aber schnurstracks 4m in die Tiefe! Und wir standen nur zu Zweit darüber.Da knistert nix und kündigt sich auch nix an. Das Knackt und ab geht die Post... Nur zur info, Ich währe bei so vielen Menschen sehr vorsichtig. Lass doch die Decke mal von einem Statiker/Zimmermann in deiner Nähe begutachten.
Viele Grüße