Deckenumbau

27.04.2003



Hallo habe ein ca. 100 Jahre altes kleines Bauernhaus. Ich möchte gern die Lehmdecken/Fußböden zum Dach durch eine viel leichtere Holzdielung, Trittschalldämmung und Holdecke ersetzen. Geht so etwas? Welche Fehler kann man vermeiden!?



Holzbalkendecke



Warum sollte der Lehm (vermutlich Lehmwickel) aus der Decke heraus genommen werden? Denken Sie an die gute Luftschalldämmung dieser Decke. Falls der Lehm trotzdem "raus" muss, schlage ich eine seitliche Lattung an den Balken vor, darüber eine Verbretterung mit Nut und Feder (keine fertig lackierte Profilbretter), darauf Lehmsteine oder GFP-Platten (Fermacell) als Gewicht zur Luftschalldämmung. Auf den Balken kann dann mit der Trittschalldämmung beginnen, d.h. auf eine tragende Schalung eine schwimmende Trittschalldämmplatte aus Holzfasern (z.B. Gutex, Pavatex) und darauf den Fussbodenbelag. Ich habe ein solches Projekt, in welches der Lehmeinschub zwischen den Balken teilweise durch Nässe durchgebrochen war,mit dem oben dargestellten Methode renovieren lassen. Dieses Projekt liegt in Stötterlingen (Landkr. Halberstadt). Es handelt sich ebenfalls um ein kleines Fachwerkhaus dass vom Bauherr in eigener Regie renoviert wird. Der Wiederaufbau einer Lehmwickelboden wird in ein anderes Projekt in dieser Region durchgeführt. Es gibt noch andere Methoden, wie z.B. die Staken sichtbar zu lassen und mit Lehm zu beschweren. Dies hängt von der Geschicklichkeit des Ausführenders. Dies sind jedoch Arbeiten die nur in eigener Regie durchgeführt werden können. Auf jedem Fall ist eine gewisse Masse in der Decke wichtig!
Aber vielleicht kann noch jemand anders uns im Forum einen anderen Aufbau beschreiben.
m.f.g.
J.E.Hamesse



Fehler



Welche Fehler wollen Sie denn machen? Was soll im Dach passieren, wozu brauchen Sie eine Trittschalldämmung? Die Frage der Nutzung des Dachraumes ist als Erstes zu klären. Dazu kommt die Frage von Notwendigkeit des Austauschs der Lehmdecken und des Nutzens der Veränderung. Eine einfache Methode der Veränderung des Trittschallschutzes ist die Aufnahme der alten Gehbretter oder Dielen, die Beilegung von Lagerhölzern in die bestehende Schüttung neben die Deckenbalken (hier wird die neue Dielung genagelt) und die Überbrückung von neuer Dielung und altem Balken mittels Kokosstreifen.