Newbie hat Fragen zur Deckenkonstruktion, Fussbodenaufbau und Dämmung der obersten Geschossdecke

27.12.2011



Hi Profs,

mein Name ist Dominik und ich renoviere gerade ein EFH aus ca Mitte der 60er, für mich und meine Familie.

Da ich noch nie mit Holzbalkendecken gearbeitet habe, stellen sich mir auch ein paar Fragen.

Zuerst mal Entschuldigung! bin mir ziemlich sicher das die Fragen schon gestellt und beantwortet wurden. Komme allerdings nicht mit der Suchfunktion zurecht.
Ist nicht so wie ich es aus Foren gewohnt bin:-(
Hoffe ich bekomme trotzdem meine Antworten.

Im Bild seht Ihr den momentanen Aufbau.
Auf den Dielen befanden sich noch 10mm Spanplatten, verschraubt mit den Dielen, darauf Linoleum verklebt.

Schüttung gibts keine!

Und gleich zur ersten Frage:
Keine Schüttung? ist das normal? Statiker meinte: was ist bitteschön schon normal???

ich würde den Raum zwischen den Balken gerne mit Steinwolle füllen. Rockwool Klemmrock in entsprechender Dicke.
erhoffe mir dadurch eine Schalldämmung

Stellt sich die Frage, kann ich die Weichfaserplatten entfernen und die Wolle einfach direkt auf die Spanplatte die die Decke des unteren Geschosses bildet legen?
oder die Weichfaserplatte gegen etwas anderes austauschen?

Den zukünfigen Aufbau stelle ich mir so vor: Steinwolle oder Mineralolle zwischen den Balken, 25mm OSB Platten auf die Balken verschraubt, darauf 20 oder 30 Trockenestrich schwimmend, darauf dann natürlich der Bodenbelag.

Was packe ich am besten zwischen Balken und OSB Platten?
Was am besten zwischen OSB Platten und Estrich?

Habe im Stock darüber den Boden noch nicht geöffnet, gehe aber vom selben Aufbau aus.

Hab mich schon ins Thema Dämmung der obersten Geschossdecke eingelesen. Deswegen tendiere ich zum selben Aufbau wie schon oben erwähnt, allerdings mit Dampfsperre dafür ohne Trockenestrich da nicht bewohnt.
Ausbau erfolgt aber noch sobald ich wieder ein bisschen flüssiger bin.

Dampfsperre aus die kalte Seite, ist das richtig?
Dämmwolle auch auf die kalte Seite oder die Folie dann sozusagen zwichen Balken und Dämmwolle.
Wäre nett wenn mir das einer schematisch aufzeichnen könnte!

Hab im Prinzip noch 1000 Fragen, nur fallen sie mir eben nicht ein:-)

Danke euch für eure Antworten



Newbie hat Fragen zur Deckenkonstruktion, Fussbodenaufbau und Dämmung der obersten Geschossdecke



Hallo Newbie,

ja tausend Fragen, tausend Suchen und trotzdem keine Anworten.

Ich kann dir auch nur berichten wie ich es gemacht habe, denn dein Aufbau ist fast gleich wie meiner.(Bei mir war Schüttung noch drin und darunter Spallierputzdecke)

1. Alles auf gemacht,rausgeholt, Balken begutachtet
2. Holzschutz aufgebracht, ausreichend wirken und trocknen lassen
3. Rockwool Klemmfilz in Balkenstärke rein,seitlich noch befestigt
4. GKP-grün, Spachtel und DekoPutz

Meine Meinung zu Deinem Problem:

1.Spannplatte, Konterlattung, Weichfaserplatten raus, wenn die in gutem Zustand sind kann man die immer noch gebrauchen,Balken begutachten und behandeln
2.Klemmfilz rein und seitlich befestigen
3. Decke wie oben beschrieben herstellen

Meine Fragen zu deiner Situaton:
OSB 25er Platten AUF die Balken,d.h du willst die Dielung entfernen oder drauf lassen?

Meine Meinung zu Dampfbremsen und Sprerren ist eher skeptisch.Es gibt Bereiche da müssen sie her klar aber man gerade alte Holzhäuser auch richtig schön kaputtdämmen. Beispiele gibts genug..
Wenn du das Dach als Wohnraum für dich nutzen willst dann würde ich auf eine Sperre oder Bremse verzichten.

Hoffe Dir ein wenig geholfen zu haben.

frohes Schaffen



Steinwolle



bringt kaum Schalldämmung. Der Fehler wurde z.b. in Chemnitz auf dem Sonnenberg gemacht, als die Balkenköpfe angeschuht und deshalb die Schüttung über einen gewissen Bereich entfernt wurde. Durch das fehlende Aufgewicht wird die Decke zu leicht, die dann die Schwingungen des Schalls besser weiterträgt - vereinfacht gesagt. Das Thema wurde aber schon oft behandelt - mal die SUCHE oben rechts benutzen, wenn Du Lösungen suchst.
Warum OSB und dann Trockenestrich (Türhöhen ??). Was für einen Belag planst Du ?



die Sache mit dem Schall



Olaf hat Recht.
Nur weil Watte im Ohr das Hörvermögen mindert funktioniert Schalldämmung im Haus nicht nach dem gleichen Prinzip. Der meiste Schall wird über die Bauteile übertragen und leichte oder sogar hohle Baustoffe übertragen den Schall besser als schwere und "volle" Baustoffe - also bring Gewicht in/auf die Decke (früher durch Schüttung zwischen den Balken, heute oftmals durch schwere Platten auf der Decke unter der Dämmung und dem Estrich).





@ Matze77

Dielen sind runter, OSB Platten würde ich dann auf die Balken schrauben.
Balken würde ich nicht behandeln, die sehen aus wie neu.

Du würdest die Spanplatten entfernen? und mit Rigips ersetzen? Warum die grünen? Die Balken haben das Maß 200x100.
Also dann das Dämmmaterial in 200mm Stärke direkt auf die Rigipsplatten legen? OSB drauf und fertig?

@ Olaf

OSB auf die Balken damit ich einen festen geraden Untergrund zum Verlegen der Estrichplatten habe. Laut Statiker versteift sich die Konstruktion auch zusätzlich.
Türhöhe find ich nicht so kritisch, der neue Aufbau wird nur geringfügig höher als der alte.

Belag bin ich noch nicht ganz einig mit meiner Frau, denke es wird ein Parkett.

@ Leptura

Zitat: ...leichte oder sogar hohle Baustoffe übertragen den Schall besser als schwere und "volle" Baustoffe

Dadurch das bisher keine Schüttung vorhanden war kanns doch nur besser werden oder?
Die Decke wird zwar nicht übermäßig schwer aber dafür voll!
Schwerer als der vorherige aufbau auf jeden Fall.
Es geht ja nicht nur um den Schallschutz sondern eben auch um die Wärmedämmung!



Kann mir noch jemand etwas zu Dampfbremse-, Sperre sagen?
Unterm Dach ists ziemlich kalt, keine Unterspannbahnen vorhanden, deswegen bleibt meinem Geldbeutel nur das dämmen der obersten Decke fürs erste

Danke euch
Dominik



weiter



nachdenken !

Warum 2 Lagen ? wäre eine dicke Lage OSB nicht ausreichend
(28 mm oder stärker)?
Was ist in der Etage drunter ? brauchst Du Trittschallschutz - was im EH wohl nicht unbedingt sein muß, außer Ki-Zi über Schlafzimmer.

Dampfbremsen gehören auf die warme Seite einer Dämmung. Ansosnten dringt die Luftfeuchte in das Bauteil ein und kondensiert bei ca 10°C aus. Mauerwerk schafft diese dann baustoffbedingt nach außen, Dämmstoffe und angrenzende Bauteile aus Holz haben aber mit Kondensat Ihr Problem und melden sich dann irendwann durch Schäden.
Fachbeiträge sind dazu hinreichend rechts oben unter "SUCHE" zu finden.

"Dadurch das bisher keine Schüttung vorhanden war kanns doch nur besser werden oder?....
Du wolltest einen Ratschlag zum Schallschutz haben - den hast Du. Wenns um Wäremedämmung geht, dann wäre eine Dämmung nachtürlich sinnvoll - aber was ist drunter!
Es gibt auch Trockenschüttungen, die ein höheres Eigengewicht haben. Für eine korrekte "Bauanleitung" fehlen uns nun mal ein paar Daten.