Holzbalken oder Betonkellerdecke ?

21.11.2009



Hallo alle zusammen.
Habe mal ne kleine frage die mir aber schon seid wochen große sorgen macht. Ich weiß nicht genau ob ich eine Kellerdecke aus Beton oder eine Balkendecke wo die zwischenräume mit Schilfrohr und Lehm ausgefüllt werden. Auf den Fotos seht ihr die gegebenheiten. Der Keller ist nicht ganz trocken aber auch nicht so nass das das wasser an der Wand runterläuft. Ich hatte die alte kellerdecke rausgerissen da ein drittel aus Gewölbedecke gemacht wurde der zweite drittel aus beton ohne Eisen und das letzte drittel aus lehmverschlag. Also ich hatte mir jetzt so überlegt das ich Balken von wand zu wand lege und die zwischenräume mit schilfrohrplatten und lehm ausfülle und dann zu guter letzt dann Dielenbretter auflege. Was meint ihr so dazu? Bitte gibt mir doch ein paar gute radschläge. Danke im voraus.





Wenn Du optimalen Trittschallschutz brauchst, ist eine Betondecke am besten.
Wenn Du Balken nimmst, sollten sie aus einem Holz wie Eiche oder Lärche sein.
Eine weitere Konstruktionsmöglichkeit wäre, die Balken so zu bebeilen, dass sie auf der Unterseite breiter sind als oben, die Balken mit etwa 30 cm Abstand von Kante zu Kante einzubauen und die Zwischenräume dann mit Leichtbeton auszufüllen. Es ist etwas aufwendig zum Einbauen, weil man eine Schalung braucht. Bei uns waren die Kellerdecken so, allerdings wurde statt des Leichtbetons einer Mischung aus Kies und Luftkalkmörtel verwendet. Lärchenbalken waren nach 170 Jahren noch in Ordnung, Fichte oder Tanne war trockenfaul. Diese Decken werden sehr stabil.



warum



bei der Kellerdecke auf Schallschutz achten ???

Die Frage ist u.a., was Du Dir zutraust. Betondecke bedeutet Schalung, Holzbalkendecke die bekannten Probleme. Alternativ gibt es Beton und Ziegeldecken, die aus Träger und Füllkörper bestehen und mit Aufbeton versehen werden. Da brauchs du nur Stützen und keine Schalung - bestens geeignet im Altbau. Aber etwas teurer als reine Betondecke. Aber auch höher.
Betondecke ist gut für erfahrene Bauhandwerker mit Schalung und Stützen vom Chef als Eigenleistung, aber auch die Trägerdecke ist ohne fachliche Anleitung nicht fehlerfrei einzubauen.



Ich würde versuchen,



rauszukriegen, wie es ursprünglich gebaut war und es dann genauso machen.

Und das mit der Baustütze auf der Wackelwand...das Konstrukt schreit nach zwei unerfahrenen übermotivierten Bauhelfern aus dem Bekanntenkreis, der eine "macht was dran fest" und der andere steht da, wo das Ding dann aus gefühlten 2 Metern Höhe runterkracht...Gesundheit ;-)

Gruß...J.





Ich würde da die Vor- und nachteile abwägen und dann entscheiden.

Die Betonkonstruktion hat neben dem „Nachteil“ der Schalung, Stützen kann man bei jedem Baumaschinen Verleiher mieten, weit mehr Vorteile als die Holzbalkenkonstruktion.
Die geringere Aufbauhöhe, die Deckendämmung kann gleich mit eingebaut werden,
kürzere Bauzeit, der bessere Trittschall, überflüssiger Holzschutz.
Ich würde wohl eine Betondecke vorziehen.
Eine Statik sollte aber erstellt werden.

Ach ja, die nasse Trennwand würde ich auch noch rausreißen



Auf die



Holzbalkendecke könntest du wiederum direkt deine Dielen schrauben und hast keine Trocknungszeiten, bei Fliesen wirst du mit Estrich natürlich glücklicher, mit FB-Heizung auch....

Trittschallschutz is ja hier eher Nebensache, wichtiger sind zwei Kellerfenster zum Querlüften (Ich seh' halt nur eins auf dem Foto).

@ O.Struve: Wenn auf der Trennwand schon ein Spriess steht, könnte es nicht sein, dass sie evtl. noch zur Lastabtragung gebraucht wird?

Gruss, Boris



Moin,



schöner Thread, wie kann man denn einfach so aufs Geradewohl die komplette Kellerdecke rausreissen?
Decken sind aussteifende Bauteile, gerade im Bereich des Kellers wo Erdruck ansteht haben sie soeben die Knicklänge verdoppelt.
Ringanker, Fertigteildecke mit Bimselementen, da wird noch ein bisschen Stahl benötig und dann ist das mit gerringem Aufwand erledigt, eine Massivdecke wird nicht viel billiger und Sie haben sehr viel mehr Arbeit



Holzbalken oder Betonkellerdecke



Ihr habt mir schon gut weitergeholfen. Im keller sind insgesamt 3 Fenster und 1 Kelleraußentür zum lüften. Ich denke das sollte ausreichen zum lüften. Bei der Kellerdecke aus beton hole ich mir doch sehr viel Feuchtigkeit ins haus was ich durch eine Holzbalkendecke nicht passieren würde. Ihr habt von Trittschall geredet! Ich glaube der ist wirklich außen vor weil ich glaube das es den Kellergeist nicht stört wie laut es ist :-). Okay dann muß ich mal schauen was ich mache. Ich denke die holzbalkendecke wird es werden.

Gruß



Neue Decke



Egal wie achte darauf, das Du eine horizontale Sperrschicht berücksichtigst. Sonst schiebt Dir der Kellergeist ;-) die Feuchte wieder ins Erdgeschoß.



Holzbalken oder Betonkellerdecke



Wenn ich doch aber die zwischenräume zwischen den Balken mit schilfrohrplatten und lehm ausfülle und dann die balken von unten mit lehm verputze sind die balken doch gegen feuchtigkeit geschützt. Oder liege ich da verkehrt?

Gruß



Horizontalsperre



Ich meine unterhalb der Balken oder bessergesagt alles was auf der Zwischenwand und Sockelwänden neu zum liegen kommt. Aufsteigende Feuchtigkeit durch kapilarwirkung

Gruß zurück





@Boris Webler

„Wenn auf der Trennwand schon ein Spriess steht, könnte es nicht sein, dass sie evtl. noch zur Lastabtragung gebraucht wird?“
Kann sein, kann aber sowohl, über eine neu,… trockene Trennwand, als auch über eine Massiven Betondecke erreicht werden. Dazu die Statik.
Man kann die natürlich auch drinne lassen und später über eine Trockenlegung nachdenken.

Ich gehe aber mal davon aus, das dieses Rohr alles andere als eine statische Funktion hat.


@Tischler
„Wenn ich doch aber die zwischenräume zwischen den Balken mit schilfrohrplatten und lehm ausfülle und dann die balken von unten mit lehm verputze sind die balken doch gegen feuchtigkeit geschützt. Oder liege ich da verkehrt?“

1. falsch
2. bringen Sie über diese Bauweise, den Zeitfaktor mal außen vor gelassen, weit mehr Feuchtigkeit in das Objekt ein als beim Betonieren.
Ein Nachteil von Lehm ist, dass er sehr lange Trocknungszeiten hat, und das selbst bei idealen klimatischen Bedingungen.





Ich vermute mal nach dem Bild, dass die Raumbreite so um die drei Meter sein wird, da sind Holzbalkendecken statisch kein Problem. Mit Beton bekommt man aber die stabilere Decke bei weniger Aufbauhöhe und vermeidet Probleme mit dem Feuchtraum unten.
Bei Fertigbton wird das Anmachwasser praktisch vollständig durch den Abbindevorgang verbraucht, also kein Problem mit Feuchtigkeit am Bau. Wenn man mit einer Betonpumpe auf LKW hinkommt, wird das auch nicht soo teuer, die Schalung ist in wenigen Stunden drin. Dämmung gleich einlegen und anbetonieren - das ist für die Oberkante Schalung zu berücksichtigen.
Lass die Trennwand, wenn sie drinbleiben soll, nichttragend - falls sie dann doch noch weg soll.



Holzbalken oder Betondecke



Also um so mehr ihr mir schreibt desto mehr tendiere ich zur betondecke. Ohne mal einen Statiker zu fragen. Was würdet ihr mir für eine dicke bei der betondecke raten? Der Raum ist 3,3m breit und 9m lang. Danke schoneinmal

Gruß



Kellerdecke



Bei so was wird nicht geraten, sondern gerechnet.
Als Orientierung:
Die zulässige Mindestdicke bei einachsig gespannten STb- Deckenplatten ohne Trennwände und einer Spannweite bis
4,2 m beträgt 14 cm. (Quelle: Wienerberger Baukalender).
Die Decke muß vorher von einem Statiker berechnet und bemessen werden.
Auch wenn der Bau in Eigenleistung erfolgt (Wovon ich abrate) den Statiker die Bewehrungslage vor dem Betoniergang abnehmen lassen!

Viele Grüße



Dicke der Decke



Bei uns (3.40 breit, 6.30 lang) warens etwa 18 cm ohne Dämmung. Such Dir eine Firma, die derartige Berechnungen durch den hauseigenen Statiker gleich mit erledigt und auch die Bewehrung prüft, die meisten grösseren Baufirmen haben einen.
Leerrohre und Lampendosen für Strom, und Styroporklötze an strategisch wichtigen Stellen nicht vergessen!



Decke



Hallo,

Wie wäre es denn mit einer Hohlsteindecke?

viele Grüße



@ Robert



hatte ich schon vorgeschlagen (Beton- oder Ziegeldecken mit Träger und Füllkörper), doch keiner scheint es zu lesen ....
Holzbalken halte ich übrigens für die schlechtete Wahl, schade um die Bäume !



Es wundert mich doch



dass hier noch keiner eine Warnung ausgesprochen hat. Hier wurden die Decken weggenommen und die Außenwände, ich nehme an, ein Teil der Wände sind Außenwände, von Erde und möglicher Weise Verhehrslasten seitlich belastet, haben keinen halt mehr.
Ich halte es dringend für angeraten, einen Statiker an die Baustelle zu holen, der erst einmal eine Aussage dazu trifft, ob hier überhaupt noch jemand den Keller betreten darf oder ob die Baustelle erst einmal stillgelegt werden muss.
Als Lösung für die Kellerdecke schlage ich eine Stahlbeton-Rippendecke mit Ziegel-Zwischenbauteilen ohne Aufbeton vor.



@Heim





---Forenreferenz-----------
Moin, -
schöner Thread, wie kann man denn einfach so aufs Geradewohl die komplette Kellerdecke rausreissen?
Decken sind aussteifende Bauteile, gerade im Bereich des Kellers wo Erdruck ansteht haben sie soeben die Knicklänge verdoppelt.
Ringanker, Fertigteildecke mit Bimselementen, da wird noch ein bisschen Stahl benötig und dann ist das mit gerringem Aufwand erledigt, eine Massivdecke wird nicht viel billiger und Sie haben sehr viel mehr Arbeit mehr ...
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von Olaf Bernhardt



und auch mein kleiner Text



über die Bauhelfer..Warnungen aus allen Ecken



Danke.



Ihr habt mir gut weitergeholfen auch eure WARNUNGEN waren sehr hilfsreich. Dann werde ich mich mal an die arbeit machen.

Gruß