Holzbalkendecke auf Betondecke >> Schalldämmung notwendig? Wie die Auflager gestalten?

05.07.2009



Hallo,

ich bin neu hier, ein tolles Forum habt ihr hier. Jetzt zu meiner Frage.

Ich renoviere das Elternhaus meiner Schwiegermutter.
Jetzt ist der (Beton)Boden im OG so schief, und sieht nicht gerade vertrauenerweckend aus, so das ich mich dazu entschieden habe einen neuen Boden aufzulegen.

Das ganze soll so aussehen das ich über die gesammte Hausbreite ( ca. 8m ) KVH Balken mit einem Querschnitt von 6/12cm legen. Diese Balken werden 3 Auflager haben, die Außenwände ( Wo sie mit in die Außenwände des OG eingemauert werden ) und einen Punkt in der Mitte, wo vorher eine Wand stand.
Auf diese Balken werden dann OSB Platten, bzw im Bad Trockenestrichplatten, verlegt.

Meine erste Frage lautet, wie gestalte ich die Auflager der Balken, womit unterlege ich diese zum Ausrichten?

Die zweite Frage ist, brauche ich bei dieser Koinstrukton einen Schalschutz? oder reicht die Betondecke?

Und meine dritte Frage ist, muss ich die OSB Platten schwimmend Verlegen wegen des Trittschallschutzes, oder fällt das durch die Betondecke ebenfalls weg?

Ich hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt, und ihr könnt mir helfen.

Ich wünsche euch noch nen schönen Sontag.

mfg Sebastian



Höhenausgleich



Hallo Sebastian,
was ist eigentlich die Ursache für diese Schiefstellung?
Wie groß ist denn die Abweichung von der Waagerechten pro Raum in cm?
Wenn über dem EG eine Betondecke liegt, dürfte die kaum älter als 50 Jahre sein. Wie ist ihr Aufbau?
Was hat sich denn verformt, die Decke oder die Wände, die als Auflager dienen?
Diese Fragen nach der Ursache sollten zuerst geklärt werden.

Zu Deiner Konstruktion:
1.Bei 4 m Spannweite wird es zu Schwingungen der nicht vorgespannten bzw. vorbelasteten Balken kommen.
2. Eine exakt gerade Fläche der Balkenoberseiten hinzukriegen ist bei der Spannweite, dem Holzquerschnitt,der Holzart und der Art der Auflagerung praktisch unmöglich.
3. Was ist mit den Höhen der Türstöcke, der Fensterbrüstungen und des Treppenhauses?


Viele Grüße



Hierbei



handelt es sich um eine neue Decke und somit einen Eingriff in die Statik des Gebäudes. Das ist genehmigungspflichtig, oder braucht mindestens einen Fachmann, Architekt oder Ingenieur. 6/12 als Deckenbalken bei 4m Spannweite, wer hat denn das berechnet?
MfG
dasMaurer



Oh je, das klingkt kompliziert....



Hallo,

vielen dank schonmal für eure schnellen Antworten.

Ich habe mir das jetzt nochmal genau angeguckt.

Es ist wohl nur ein Raum im OG der nen Betonboden hat, wie der Aufbau da aussieht kann ich im Moment noch nicht sagen. Ich weiss nur das dort wohl früher Korn gelagert wurde.

Der Rest des OGs besteht aus einem Boden, der, von oben nach unten, aus:

- Estrich
darunter
- eine Lage feine Lave ( so sieht es zumindest für mich aus )
darunter
- Lehm
darunter
- Holzbalken (im Abstand von ca. 50cm mit Hölzern dazwischen
darunter
- Hohlraum ca 5cm
darunter
- kleine Lättchen mit Lehm/Putz dazwischen ( ich vermute es ist die Decke de EG )

besteht.

Soviel zum Aufbau.


Warum die Böden so uneben sind kann ich nur vermuten, ich glaube einfach das der Untergrund des Estrichs durch die Balken geriselt ist, und dann hat der Estrich nachgegeben.
Wie groß die Unebenheiten sind habe ich nnoch nicht gemessen, ich schätze mal so ca 4cm.

Ich will halt den neuen Boden auf den alten auflegen, zum einen um einene einigermaßen geraden Boden zu erhalten, und um den alten Boden zu entlasten.

Die Quesrschnitte der Balken habe ich mir "ausgedacht", ich habe ihn deswegen so dimensioniert, weil ich dann mit dem neuen Boden ziemlich genau eine Treppenstufenhöhe höher komme, und dann keinen zu großen Absatzt von der Treppe aus habe. Um die Türstürze bzw Fensterleibungen muss ich mir keine Sorgen machen, da ich alle Wände im OG neu mache.


Jetzt hab ich noch Fragen:

- Kann ich das schwingen des bodens verhindern indem ich die Balken breiter mache, z.B. 10/12cm, ich will sie halt nicht dicker machen weil ich dann von der letzten Treppenstufe aus so eine hohen Stufe habe.

- Was ist mit "nicht vorgespannten Balken" gemeint?

mfg Sebastian



Höhenausgleich



Also Sebastian,
dann stellt sich die Frage etwas anders dar:
1. Es ist eine Einschubdecke zum Bodenraum.
2. Die Oberfläche (Estrich) ist uneben und gerissen, die Decke in sich aber einigermaßen in Waage.
3. Die Decke liegt im Dachgeschoss (also zum Dachboden hin), nicht im Obergeschoss.

Die vorhandene Holzbalkendecke kann ausreichend tragfähig sein, muß aber nicht. Die Decke sollte sich vor Baubeginn ein Fachmann, am besten ein Zimmerer, ansehen.
Es geht um den Zustand der Auflager im Traufbereich und die Dimensionierung, also Balkenquerschnitte und Abstand.
Zum Schallschutz:
Innerhalb einer Wohnung ist kein besonderer Schallschutz vorgegeben und erforderlich.
Zur Deckensanierung:
In diesem Fall halte ich einen Trockenestrich für geeignete er als Deine Variante.
Die Estrichelemente werden auf einer Ausgleichsschüttung nach Verarbeitungsvorschrift verlegt.
Eine andere, aufwändigere Variante wäre der Abbruch des Estrichs, Einbau einer Rauhspunddielung und darauf dann die Verlegung des Trockenestrichs.
Bei Bedarf kommt unter den Trockenestrich Rieselschutz und eine Ausgleichsschüttung.
Die Höhenanpassung kann man am besten zwischen Treppenhaus und Wohnbereich mit einer Türschwelle vornehmen.

Hinsichtlich der Produkteigenschaften googelst Du einfach unter "Trockenestrich".
Mit dem Trockenestrich ergibt sich automatisch auch eine verbesserte Schalldämmung.

Viele Grüße



Falsch verstanden...



Hallo Georg,

also, es handelt sich hierbei um die Decke des EG, also den Boden des OG.

Der Abstand der Balkne beträgt ca. 50cm. Zum Zustand der Auflager kann ich im Moment keine aussage treffen, dazu müsste ich diese erst freilegen, was sich aber schwierig gestaltet, unter anderem weil das EG noch von der Oma meiner Frau bewohnt wird.


Ich muss mir deinen Vorschlag wegen der Schüttung mal durchrechnen, es kommt ja auch auf die kosten an.

Vielen dank schonaml für deine schnelle Antwort.

mfg Sebastian



Höhenausgleich



Der beschriebene Fußbodenaufbau passt nicht zu einem Normalgeschoss im Wohnbereich.
Solche Estriche wurden früher oft in Dachböden eingebaut, zuerst als Lehm- oder Gipsestriche, später als Zementestrich.
Sie sollten Staubentwicklung und Schädlinge bremsen, da die Dachböden als Lager und zum Wäschetrocknen genutzt wurden. Außerdem waren Sie einigermaßen feuersicher.
Der Standarddeckenbelag im Wohnbereich über dem EG kleinerer Gebäude ist bis nach dem 2.WK die Diele auf der Einschubdecke.
Wenn das ein OG ist, wie groß ist denn die lichte Raumhöhe?

Viele Grüße