Decken im Fachwerkhaus runter nehmen oder belassen?

28.03.2011


FAKT: habe ein Fachwerkhaus, welches bis vor 1 Jahr, als ich es gekauft habe ca 4 Jahr leerstand.

Jetzt hat mein Planer mich daraufhingewiesen, daß in einem Raum (in dem wir schon Boden geschliffen, Wände neu mit Lehm verputzt und Fenster gestrichen hatten) in einer Ecke die Tapete lose war und der Lehmputz darunter (Schichten: Tapete, Zeitung von 1975, ne Art Grundierung sieht aus wie weiße Farbe, dann )0,5-3 cm Lehm) teils lose war.

Habe jetzt auf sein anraten hin binnen 1,5 Stunden den ganzen Raum (ca 25qm) von der alten Lehmdecke befreit.

War das notwendig? Was mache ich mit der Decke nun? Das Haus hatte kein richtige Heizung, ich plane jetzt eine neue (siehe andere Frage) Heizung. Muss ich die Decke gegen den Raum absprerren (Dampfsperre oder ähnlich)

Was mache ich mit den anderen Räumen? Wie kontrolliere ich ob die Decken neu müssen?

Kann es passieren ,wie mein Planer sagt, daß die Balken durch die neue Heizung schwitzen und sich der Lehm total löst?

Vielen Dank



Ferienhaus



Interessant,
warum Sie nicht Ihren Architekten denken lassen. Genau dafür wird er von Ihnen bezahlt.
Zum Beispiel wie er heizungs-, schallschutz,- brandschutz,- und dämmtechnisch eigenständige Einheiten schafft.

Viele Grüße



?



Och komm, hier im Forum gibt es doch sonst richtige Antworten. Ich würde nicht fragen, wenn ich keine Frage hätte.


Vielen Dank für ne richtige Antwort.



Sanierungskonzept



Ich habe zur Abwechslung auch mal viele richtige Fragen:
Wenn Sie auf Anraten Ihres Architekten den Deckenputz abgeschlagen haben, warum fragen Sie hinterher ob es notwendig war?
Vertrauen Sie Ihrem Architekten nicht?
Warum haben Sie dann nicht vorher gefragt?
Warum stellen Sie ihm nicht die anderen (und noch viele weitere) Fragen?
Wenn Sie Ihrem Architekten so wenig vertrauen, warum glauben Sie das es hier bessere Antworten gibt?
Was steht eigentlich in Ihrer Baubeschreibung, die Bestandteil Ihrer Baugenehmigung ist?
Ihr Architekt haftet Ihnen gegenüber für Fehler, die er begeht. Dafür hat er eine Berufshaftpflichversicherung über Vermögens- und Personenschäden, wie alle Profis in dem Metier.
Hier im Forum haben Sie keine Ansprüche darauf.

Viele Grüße



Antworten?



ANTWORTEN! ANTWORTEN SIND ANEINANDERREIHUNGEN VON WÖRTERN AUF FRAGEN!

ICH HABE EINE FRAGE GESTELLT! ES IST SEHR UNHÖFLICH ZWEIMAL MIT GEGENFRAGEN ZU REAGIEREN!

Und wennich es nochmals zitieren darf: "Ich würde keine Frage stellen, wenn ich keine hätte"





Fragen über Fragen ;-)



supi



na klasse, die profis haben zeit sich lustig zu machen, aber antworten will keiner geben?



Hallo Glockengiesserhauslehmdeckenbefreier ,



die hakeligen Antworten liegen auch daran , daß wir nicht hellsehen können :
Was ist über der Decke - Dachraum kalt oder warm , nächstes Stockwerk , Glocken ;-) . wie ist der Deckenaufbau , was möchtet ihr als Untersicht sehen ,wenn fertig ?
Zu den Fragen : War das nötig ? Kann ja nun nicht mehr beurteilt werden , aber vermutlich : nein .
Muß ich die Decke gegen den Raum absperren ? s.oben , was passiert darüber ? Wird der Aufbau diffusionsoffen ?
Gruß aus Minden
Jürgen Kube

Ps. Können Balken schwitzen ? Tja , können Häuser atmen oder können Planer denken ? Alles möglich , aber : man sieht es nicht ;-)



Danke sehr



vielen Dank

also über der Decke ist Dachboden. unisoliert und kalt, aber trocken

Der Gesamtaufbau scheint eine Lehmdecke zu sein. Ziemlich massiv, ca. 30-40 cm. Mit gutem Strohanteil. Der obere Boden ist nen Holzboden. Auch sehr sehr alt...

Der Lehm, den ich runter geholt habe, war wie beschrieben nur 0,5-3 cm dick. Mittel um ca 1 cm. Und war an manchen ecken sehr leicht abzuheben, da diese sich einfach abgelöst hatte.

sehe ich dsa nicht richtig, daß es besser ist, wenn man nicht tapeziert? und dann noch die zeitung, isoliert vielleicht aber sperrt auch ab oder? diffusionsoffen wäre doch besser ?!=!=!=???

Glocken gibt es, und gab es vermutlich nie welche.

Mein Planer meinte, daß es, wenn wir die Decke nicht absperren,daß evtl. die Holzdielen obendrüber schimmeln.

möglich? kann es zu schäden an den balken kommen?

Haben wir da ein Risiko? Wir haben Lehmwände, und die Decke soll auch aus Lehm kommen. Am besten mit Lehmfarbe gestrichen, genau wie die Wand.

PS: Vielen Dank für ne gute Antwort



Ach da ist ja Frage eins



Lieber Herr Glockengießer Hausbesitzer,

Deckenputze abschlagen oder nicht, das ist hier nicht die Frage. Wenn Planer in historischen Hausgefügen Sperren einbringen wollen, dann haben sie die historischen Techniken, Wirkungsweisen und ihre Funktionalität nicht begriffen, denn ins Schwitzen kommen sie wenn sie halbherzige DIN Regelungen für Wasserdampfdurchlässigkeiten etc. an Bauteilen in ihrem fern ab von einer DIN-Norm errichteten Gebäude einpflegen. Bauen sie nur mit Baustoffen, die sie am Gebäude vorfinden oder die bauphysikalisch große Ähnlichkeiten aufweisen, dann erspart man sich Bausünden, die einen teuer zu stehen kommen können. Und bauen sie mit Planern die ihnen dies auch nahelegen. Und wieso macht sie ihr Planer zwischendurch auf Problematiken aufmerksam? Hat der denn keine Bestandsaufnahme gemacht? Geschädigte Deckenkonstruktionen sollten bekannt sein bevor man an den Feinschliff geht. Decken kann man je nach Schadensbild reparieren oder ggf. erneuern. Will man sichergehen sollte man an den Balkenanschlüssen die Konstruktion öffnen (ist aber auch abhängig von der Haukonstruktion ob es nötig ist) um einsicht zu erhalten. Wenn ich nicht weis womit ich es zu tun habe sind Sanierungsmaßnahmen sehr Risikoreich. Also die Gebäudehülle auf Schwachstellen, Mängel, Schäden untersuchen oder von kompetenten Personen untersuchen lassen.



danke



vielen Dank für die beiden hilfreichen Antworten. Mehr gewünscht,

habe es aber ganz ähnlich gesehen, da Wo Lehm ist hällt das seid 500 Jahren und sicherlich auch mal warm drin gewesen, und feucht.

Leider habe ich einige Decken, die in den60-70er Jahren "ausgebessert" und "saniert" wurden.... sprich zement!....